Wenn sich schon alles ständig ändert ist es doch schön, dass sich bestimmte Herren der Ökonomik so verlässlich wie das Amen in der Kirche über mich aufregen können. Da haben sie wenigstens in ihrem misogynen Weltbild eine Konstante gefunden.
es ist so geil woran Linke in Deutschland alles schuld sind, Wirtschaftskrise, schlechte PISA-Ergebnisse, dreckige Innenstädte, wütende Jugend, Kriege, Terroranschläge, alles schuld der Linken, die Linken sind sogar schuld, wenn die CDU für die AfD stimmt
.@Schroeder_Live sitzt bei #Maischberger, erklärt Die Linke kurzerhand zur Partei mit einem seit Jahrzehnten bestehenden „strukturellen Antisemitismusproblem“ und warnt davor, „diese Truppe“ regieren zu lassen. Seine eigenen maximal zugespitzten Aussagen? Ach, das war natürlich nur „harte Satire“. Wie erbärmlich bequem. Bei sich selbst verlangt Schroeder Kontext, Ironie und Differenzierung. Bei der Linken reicht die pauschale Verurteilung einer ganzen Partei. Das ist keine besonders mutige Analyse. Das ist billige politische Stimmungsmache mit eingebautem Rückwärtsgang, sobald die eigene Zuspitzung unangenehm wird.
Seit Tagen versuchen Springer-Journalisten, meine Eltern zu erreichen, und bedrängen sie vor ihrem eigenen Zuhause.
Meine Eltern sind zwei ältere, herzkranke Menschen, die genau an diesem Ort bereits einen rechten Anschlag überlebt haben. 1/2
Habe erstaunlicherweise noch von keinem CDU-Politiker oder Leitartikel „Lasst die Linken doch einfach mal in Berlin regieren, so entzaubern sie sich selbst.“ gelesen.
Ein Mitglied der Roten Hilfe war der Rechtsanwalt Hans Litten. Er verteidigte Arbeiter und grillte Hitler vor Gericht. Mit den Mitteln des Rechts kämpfte er gegen Faschismus und Unterdrückung. Nach jahrelanger Folter im KZ nahm er sich 1938 das Leben.
Wenn der Antisemitismus-Vorwurf nicht zum Sturz reicht, greift man halt erneut in die Mottenkiste des Antikommunismus und versucht jetzt eine (leider) beendete Mitgliedschaft in der Roten Hilfe zu skandalisieren. So erwartbar,so bezeichnend für dieses Land
https://t.co/Wj9hP6Hsgz
Dass die Linke jetzt quasi zur größten Gefahr für die Demokratie hochgejazzt wird, während eine in weiten Teilen faschistische Partei kurz vor absoluten Mehrheiten steht, gehört zu den grotesken Verdrehungen einer Medienlandschaft, die sich in falschen Balancen zu verirren droht.
.@inesschwerdtner zerlegt Katherina Reiche in der PK komplett. Mit Steuergeld gegen die Linke agitieren, Antisemitismus, Enteignung und organisierte Kriminalität in einen Topf werfen und am Ende ganz offen die Interessen großer Konzerne verteidigen. Wenn für Stromtrassen, Autobahnen oder Kohle enteignet wird, ist Privateigentum plötzlich kein Heiligtum. Wenn es um Wohnungen und Art. 15 GG geht, wird daraus der Untergang des Abendlandes. Ines nennt Reiche im Kern das, was sie politisch abliefert: Lobbyismus aus dem Ministerium.
"Wer mit diesem schweren Vorwurf des Antisemitismus so leichtfertig um sich wirft, der schwächt den Kampf gegen den realen Antisemitismus", kritisiert Ines Schwerdtner, Parteivorsitzende von Die Linke, Innenminister Alexander Dobrindt.
Die #heuteShow ist inzwischen weniger Satire als betreutes Regieren für die politische Mitte. Amthor und Söder dürfen dort regelmäßig den sympathischen Selbstironiker spielen und ihre Politik weichzeichnen. Bei der Linken reicht plötzlich keine Pointe mehr: Da wird das komplette Framing-Paket ausgepackt: Antisemitismus, Hamas, Remmo, Intifada, Enteignung. Und dann ernsthaft: „Mietendeckel, gut und schön, aber wie wär’s mal mit einem Antisemitendeckel?“ Das ist keine Satire, die Macht angreift. Das ist die Kampagne gegen die Linke als Gag verpackt. Nach oben treten? Nein. Die #heuteShow macht sich zum nützlichen Idioten genau jener politischen Mitte, die sie angeblich satirisch zerlegen will. Bei Konservativen Klamauk, bei der Linken moralische Hinrichtung mit Pointe. Staatstragender Dreck.
Während Talkshows seit Wochen so tun, als sei Vergesellschaftung entweder unbezahlbarer Sozialismus oder ökonomischer Wahnsinn, setzt sich @tom_krebs_ bei @JungNaiv hin & erklärt einfach mal, wie es tatsächlich funktionieren kann. Nicht 30 oder 40 Milliarden Marktwert. Rund 13,5 Milliarden Euro Entschädigung auf Basis eines gemeinwohlorientierten Ertragswerts. Finanzierung über die Wohnungsbestände selbst. Zins und Tilgung aus den Mieteinnahmen. Keine Kürzungen im Landeshaushalt nötig. Genau solche Erklärungen fehlen in den großen Talkshows fast völlig. Da wird lieber „Enteignung!“ gerufen und Panik vor Investoren geschoben, statt einmal ernsthaft durchzurechnen, was Art. 15 GG praktisch bedeuten kann.