Stell dir vor es ist Krieg … und alle schauen weg! Es mangelt uns noch immer an (kreativem) Vorstellungsvermögen. Wer ein bisschen Hilfe braucht die Augen zu öffnen ist bei @ronzheimer und @CarloMasala1 gut aufgehoben.
https://t.co/pLbdrkbUE0 1/4
There has been no electricity for six days now.
And there won’t be for at least three more.
Out of those six days, three were without water.
If I hadn’t spent my whole life reading, if I didn’t have that inner foundation, it would probably be much harder.
The Japanese have a philosophy called Ikigai — in a broad sense, it means the reason you live. But in harsh moments, ikigai hides in simple things.
I love cleanliness.
Every morning I heat water and wash the floors.
I walk my dogs.
I talk to my daughter.
I make coffee in a beautiful cup — freshly brewed, with cardamom, a touch of vanilla, and a little sugar.
Then the workday begins.
Once, an economist said that Ukraine already has an economic miracle. Our economy is alive because people get up and go to work — despite everything. Moreover, this high bar of expectations pushes us to be creative and to keep growing.
They say the Russians are planning to strike infrastructure further — targeting water. As if to say: if they survived without electricity and heating, let’s try leaving them without water too.
There is only one Monday left until spring.
I am Ukrainian.
And that is my ikigai.
Reden wir mal Tacheles und lassen den ganzen Rubio-Imperialisten-Schmonz beiseite.
Wusstet ihr, was unsere „Willigen“ gerade für ein lustiges Spielchen spielen?
Wenn ich 5 Murmeln gebe, dann müsst ihr alle zusammen 30 Murmeln dazu tun. Ansonsten sind unsere 5 Murmeln auch vom Tisch.
Spaß beiseite. Worum es geht, ist todernst:
Es geht um Patriot-Raketen. Die einzigen Flugabwehrraketen, die ballistische Raketen abfangen können. Die Ukraine hat keine anderen. Es gibt keine anderen. Und die Einheiten sind leer.
Nicht „knapp“. Nicht „angespannt“. Leer.
In der Nacht auf den 13. Februar feuerte Russland 219 Drohnen und 24 ballistische Raketen auf Kyjiw, Dnipro und Odessa. Ziel: die Energieinfrastruktur. Viele der Konferenzteilnehmer in München waren schon im Hotel, als dieser Angriff stattfand. Manche der Patriot-Raketen, die in dieser Nacht eingesetzt wurden, waren erst wenige Tage zuvor eingetroffen. Sie werden abgefeuert, sobald sie ankommen. Kein Vorrat. Kein Puffer. Nichts.
Pistorius hat auf der MSC eine Initiative gestartet, die auf den ersten Blick mutig klingt: Deutschland liefert fünf Patriot-Lenkflugkörper aus Bundeswehrbeständen – wenn die anderen NATO-Partner 30 beisteuern.
Fünf, wenn ihr 30 gebt.
Das ist das Murmelspiel.
Denn die 30 sind nicht zugesagt. Einige Partner „prüfen“, ob sie sich beteiligen. Prüfen. Während die Einheiten leer sind. Während jede Nacht Raketen fliegen. Und wenn die 30 nicht zusammenkommen? Dann stehen die fünf aus Deutschland offenbar auch in Frage, denn Pistorius hat ‚unsere 5 Partriots, wenn die anderen 30 drauflegen‘ gesagt.
Und es kommt noch besser.
Diese Patriot-Raketen werden in den USA hergestellt. Bezahlt werden sie über das sogenannte Purl-Programm der NATO – also von den Europäern. Von uns. Und dieses Purl-System hakt. Massiv.
Anfang des Jahres haben sich mehrere EU-Staaten geweigert, weitere Flugabwehr-Pakete für die Ukraine zu bezahlen. NATO-Diplomaten nennen konkret: Frankreich und Griechenland. Die Lieferungen stockten über Wochen. Wochen, in denen Russland weiter ballistische Raketen auf ukrainische Städte feuerte. Wochen, in denen die Patriot-Einheiten immer leerer wurden.
Und warum blockiert Macron? Weil er darauf besteht, dass die eingefrorenen russischen Milliarden – über 90 Milliarden Euro – prioritär für den Kauf europäischer Waffensysteme verwendet werden. Nicht amerikanischer. Europäischer.
Klingt erst mal nach nachvollziehbarer Industriepolitik. Ist es aber nicht. Denn es gibt kein europäisches System, das ballistische Raketen abfangen kann. Keins. Die Patriot ist amerikanisch. Punkt.
Macron blockiert also die Finanzierung eines Waffensystems, für das es keinen europäischen Ersatz gibt, weil er lieber europäische Waffen kaufen würde, die es in dieser Kategorie nicht gibt. Während in Kyjiw die Lichter ausgehen und Menschen im vierten Kriegswinter frieren.
Das ist keine Industriepolitik. Das ist Wahnsinn.
Übrigens nicht das erste Mal: Im Dezember hat Macron zusammen mit Italien den ambitionierten EU-Plan torpediert, die eingefrorenen russischen Milliarden als Sicherheit für einen Reparationskredit an die Ukraine zu nutzen.
185 Milliarden Euro liegen in europäischen Banken. Russlands Geld. Für Russlands Krieg. Und Macron blockiert die Nutzung. Herausgekommen ist am Ende ein Kredit über 90 Milliarden aus dem EU-Haushalt – also aus unserer Tasche statt aus Putins.
Der Mann, der sich als Europas größter Ukraine-Unterstützer inszeniert, blockiert erst das eingefrorene russische Geld, dann die Patriot-Finanzierung. Aber die großen Reden, die hält er.
Selenskyj hat in München etwas gemacht, was er sonst nie macht. Er hat keine Rede im üblichen Sinne gehalten. Er hat eine Präsentation gezeigt. Zahlen. Grafiken. Eine digitale Karte, über die ein Strom roter Dreiecke kriecht – die Visualisierung des Angriffs vom 13. Februar. Wie ein CEO vor einem Board, das nicht versteht, warum die Firma brennt.
Und dann dieser Satz: ��Es zählt zum Schlimmsten, was man als Anführer einer Nation im Krieg hören kann: Wenn der Luftwaffenkommandeur sagt, die Flugabwehr-Einheiten sind leer.“
35 Raketen. 35 Patriot-Raketen stehen zwischen der Ukraine und dem nächsten Blackout. Zwischen funktionierender Infrastruktur und einem Land, das im Dunkeln sitzt.
Am selben Wochenende, auf derselben Konferenz, im selben Hotel geben dieselben Leute, die diese 35 Raketen nicht zusammenbringen, einem US-Außenminister Standing Ovations, der ihnen erzählt, welch großartige Zivilisation sie gemeinsam erneuern wollen.
Man möchte schreien.
Ich sah die Reden der Sicherheitskonferenz und spürte, wie Worte schwer werden können, wenn ihnen die Wahrheit fehlt. Ovationen für Ideologie, höflicher Applaus für Mut, eine verkehrte Welt, die sich selbst nicht mehr erkennt.
Wie kann man von Sicherheit sprechen, ohne die Erde mitzudenken, die uns trägt.
Wie kann man Freiheit beschwören, ohne jene zu schützen, die sie verlieren.
Wie kann man Menschlichkeit predigen, während man Leid verwaltet wie eine Kennzahl.
Europa, wo ist deine Haltung...
Ich sehe Tabellen, Statistiken, Paragraphen aber kaum noch Herz.
Ich brauche keine Statistik, um zu wissen, dass jeder Mensch ein Recht auf ein gutes Leben hat.
Ich muss mich nicht in Links oder Rechts einordnen, um meinem Land etwas Gutes zu wünschen. Ich brauche keine Insta‑Story, um Mitgefühl zu zeigen.
Ich brauche nur Moral und Empathie.
Und dann sehe ich die Ukraine.
Menschen, die kämpfen, weil sie müssen.
Menschen, die hoffen, obwohl die Welt sie im Stich lässt.
Menschen, die uns zeigen, was Würde bedeutet.
Sie kämpfen, während andere reden.
Sie sterben, während andere taktieren.
Sie halten durch, während andere zaudern.
Und ich frage mich:
Wie lange noch.
Wie viel Mut kann ein Volk haben, wenn die Welt danebensteht und rechnet.
#siko2026
On the sidelines of @MunSecConf, I had an in-depth exchange with Reza Pahlavi @PahlaviReza and his team about the future of #Iran and the plans for democratic change.
For me, it is clear: Anyone who speaks about security in the Middle East must not forget the people of Iran. For years, they have been fighting—at enormous personal risk—for freedom, the rule of law, and dignity. Our solidarity belongs to them, not to the mullah regime in Tehran.
Under the current circumstances, any deal between the Iranian regime and the United States can only be a bad deal. Any easing of sanctions would give the regime new financial leeway. That money will not benefit the population—it will flow to the Revolutionary Guards and their proxies in the region.
We know what that means: more destabilization, more support for extremist structures, and ultimately greater risks for Europe as well. Anyone who believes the regime can be moderated through concessions fundamentally misunderstands its ideological and power-political logic.
What we need, therefore, is clarity instead of illusions. Pressure on the regime, consistent sanctions, and robust support for the democratic opposition are the right course of action. Security is not achieved through appeasement, but through conviction and decisive action.
🧵The best response to the bogus decision by the IOC @Olympics to ban the helmet of @heraskevych and silence the memory of Ukrainian athletes murdered by russia, is to see their faces, learn their names and share it with the world!
They want it gone, we’ll show it everywhere!🇺🇦
🇺🇦 President Zelenskyy has awarded Vladyslav Heraskevych the Order of Freedom.
“For his selfless service to the Ukrainian people, his civic courage, and patriotism in defending the ideals of freedom and democratic values,” the presidential decree states.
Er hatte die Chance, eine Olympia-Medaille zu gewinnen - und damit lebenslangen Ruhm.
Er entschied sich für etwas Größeres, Mächtigeres: seinem blutenden Land die Würde zurückzugeben, der es in dieser ungerechten Welt von allen Seiten beraubt wird. Keine Medaille. Kein Podest. Dafür ein Platz, den kein IOC der Welt vergeben kann.
Selenskyj verlieh Wladyslaw Heraskevytsch den Freiheitsorden „für seinen selbstlosen Dienst am ukrainischen Volk, seinen staatsbürgerlichen Mut und seinen Patriotismus bei der Verteidigung der Ideale der Freiheit und der demokratischen Werte“.
After 3 years working under Putin’s missiles and drones as our Ambassador to Ukraine, I resigned when Trump kept appeasing Putin.
The America I proudly served for 28 years does not bow to dictators. It’s not who we are.
But the Trump Admin keeps doing exactly that.
1/3
@Sunnymica 💯Regina! Strategische Autonomie: alle reden drüber aber keiner meint es ernst. Les mal das Buch "Eurocan 2033", das Szenario klingt jetzt überhaupt nicht mehr abwegig. https://t.co/1sa3DBf2h7. War ein guter Tip von https://t.co/G8KjGnAJ0F @Sicherheitspod@RikeFranke
Die Ukraine ist nicht unser Problem. Die Ukraine ist die Lösung für unser Versagen.
Während sich die Welt an Trump abarbeitet – erst Venezuela, dann Grönland, jetzt der erschossene Krankenpfleger in Minneapolis – ist eine Meldung praktisch unbemerkt geblieben. Wolodymyr Selenskyj hat Europa eine gemeinsame Armee angeboten. Drei Millionen Soldaten. Ukraine plus Europa gegen Russland.
Die deutschen Medien haben das Thema weitgehend ignoriert. Ein paar österreichische Blätter haben die APA-Meldung übernommen. Das war's. Man hatte Wichtigeres zu tun: Trump-Empörung recyceln, Grönland-Witze machen, den vermeintlichen NATO-Zusammenhalt beschwören, die nächste Talkshow vorbereiten.
Dabei liegt hier die vielleicht wichtigste strategische Frage, die Europa seit dem Ende des Kalten Krieges beantworten muss. Und niemand stellt sie.
Also stelle ich sie: Warum zum Teufel sagt Europa nicht Ja? Warum ist Europa nicht so clever, die ukrainische Armee als ersten Baustein für einen EU-Beitrag zu schnappen, um auf ihr eine EU-Verteidigung zu gründen, mit der wir von heute auf morgen in der Welt ernst genommen werden könnten?
Schauen wir uns die Lage an. Europa hat keine Armee. Alle Versuche Macrons, diese Idee nach vorne zu bringen, sind an Deutschland gescheitert. In der Realität haben wir 27 nationale Armeen, die nur so semi miteinander kompatibel sind, da wir alle in der NATO sind, die trotzdem völlig unterschiedliche Systeme benutzen, deren Kommandostrukturen nicht zusammenpassen, die – und das ist das Wichtigste – noch nie zusammen einen echten Krieg geführt haben. Deutschland hat 180.000 Soldaten, von denen ein relevanter Teil der Truppe nicht einsatzfähig ist. Frankreich hat 200.000, Großbritannien 150.000. Zusammen sind die drei größten europäischen Militärmächte kleiner als das, was die Ukraine jetzt im Feld hat. Und zwar weit davon entfernt, wirklich kampferprobt zu sein.
Die Ukraine hat 900.000 Soldaten unter Waffen. Nicht auf dem Papier. Im Einsatz. Seit vier Jahren kämpfen diese Menschen gegen die angeblich zweitgrößte Militärmacht der Welt – und sie halten. Sie halten nicht, weil der Westen so großzügig hilft. Sie halten, weil sie kompetent sind, motiviert, taktisch überlegen, weil sie ihre Heimat verteidigen und weil sie in vier Jahren mehr über moderne Kriegsführung gelernt haben als alle NATO-Armeen zusammen in dreißig Jahren Friedensübungen.
Diese Armee liegt auf dem Tisch. Als Angebot. Wie in einem geopolitischen Monopoly, in der statt Straßen Verteidigungsbündnisse zum Sieg führen, wenn man richtig gewürfelt und investiert hat.
Und was macht Europa? Europa ignoriert das Angebot. Europa ist weiterhin passiv und beobachtet von Ferne, was die USA und Russland gerade in Abu Dhabi aushecken, um genau das auszuschalten, was für Russland und Trumps Geschäftsinteressen am deutlichsten stört: die ukrainische Armee.
Europa tut genau nichts, lässt die Ukrainer gerade frieren. Schickt noch nicht einmal mehr Signale der Solidarität für die frierende Bevölkerung. Die Ukraine findet nicht statt. Sie ist nur noch eine Randnotiz, während der Ausverkauf von allem, worauf wir 80 Jahre gebaut haben, mit handelnden maliziösen Akteuren fortschreitet.
Europa tut, was Europa immer tut: Nichts, bis das Fenster sich schließt.
Die NATO ist tot. Das muss man so klar sagen. Trump hat in einem Jahr bewiesen, was viele schon lange ahnten: Artikel 5 kann bei wohlwollendster Betrachtung als nichts anderes angesehen werden als ein Stück Papier. Wenn der größte Partner sagt „zahlt selbst“, im Übrigen seid ihr Europäer unsere ausgemachten Feinde oder einfach nicht interessant – sowohl in unserer Sicherheitsstrategie als auch in unserer gerade veröffentlichen Verteidigungsstrategie – und Trump gleichzeitig mit Putin kuschelt, dann gibt es keine Beistandsgarantie mehr. Dann gibt es nur noch Worte. Und auf Worte kann man keine Verteidigung bauen.
Und selbst wenn Trump morgen verschwände – was kommt danach? JD Vance. Der ist, da sind sich die meisten Beobachter einig, noch schlimmer. Amerikazentrischer, isolationistischer, zynischer. Europa kann nicht darauf hoffen, dass irgendwann wieder ein „vernünftiger“ Präsident kommt und alles repariert. Diese Zeit ist vorbei.
Also was bleibt? Europa muss sich selbst verteidigen können. Das ist keine idealistische Forderung mehr, das ist nackte Notwendigkeit.
Und hier kommt die bittere Pointe: Europa kann das nicht. Nicht in fünf Jahren, nicht in zehn, wahrscheinlich nicht in zwanzig. Wir haben nicht die Strukturen, wir haben nicht den politischen Willen. Wir streiten uns, ob Franzosen oder Deutsche die besseren Panzer bauen, statt zusammen welche zu produzieren, geschweige denn zusammen kämpfen zu wollen, außer es geht um die NATO mit ihrem gefährlichen Oberboss. Wir reden seit Jahrzehnten von europäischer Verteidigungsintegration und haben nichts vorzuweisen außer Absichtserklärungen.
Aber da ist diese Armee. Jetzt. Heute. Kampferprobt, funktionsfähig, motiviert. Nicht nur sofort einsatzfähig, sondern bereits im Einsatz.
Selenskyj sagt: Wir bringen die Soldaten, ihr zahlt. Das ist kein Betteln. Das ist ein Geschäft. Das ist ein Angebot, das Europa nicht verdient hat – aber dringend braucht.
Man muss das mal aus der Perspektive eines kühlen strategischen Kalküls betrachten. Vergessen wir für einen Moment die Moral, die Solidarität, die europäischen Werte. Denken wir wie Spieler an einem Risiko-Brett.
Was bekommt Europa, wenn es dieses Angebot annimmt? Eine fertige Armee mit vier Jahren Kampferfahrung gegen Russland. Soldaten, die wissen, wie russische Taktiken funktionieren, wo die Schwächen liegen, wie man mit begrenzten Mitteln maximale Wirkung erzielt. Offiziere, die unter echtem Beschuss Entscheidungen getroffen haben. Eine Drohnen- und Aufklärungskapazität, die weltweit führend ist. Praktisches Wissen, das kein NATO-Manöver je liefern könnte.
Was wäre direkt anders, wenn wir diese Armee als EU-Armee umbenennen würden?
Stellen wir uns vor, Europa würde morgen früh aufwachen und sagen: Ja. Wir machen das. Die ukrainische Armee wird zur ersten EU-Armee, zur Basis dessen, was eine gemeinsame EU-Armee leisten könnte. Nicht irgendwann, nicht nach Prüfung, nicht nach einer Konferenz – jetzt.
Was wäre sofort anders?
Erstens: Russland hätte ein Problem. Ein gewaltiges Problem. Denn plötzlich kämpft an der Ostfront nicht mehr die ukrainische Armee allein, sondern eine Truppe unter europäischer Flagge. Jeder Schuss auf diese Soldaten wäre ein Schuss auf Europa. Jede Rakete auf Kyjiw wäre eine Rakete auf die EU. Putin müsste seine gesamte Kalkulation neu aufstellen. Bisher setzt er darauf, dass Europa irgendwann müde wird, dass die Unterstützung versiegt, dass die Ukraine allein übrigbleibt. Diese Rechnung wäre mit einem Schlag obsolet.
Zweitens: Die Ukrainer wüssten, dass sie nicht mehr allein sind. Nicht mit warmen Worten, nicht mit Absichtserklärungen, sondern mit einer institutionellen Realität. Das würde die Moral heben, die Rekrutierung erleichtern, die Desertionen senken. Menschen kämpfen anders, wenn sie wissen, dass sie zu etwas Größerem gehören als einem Land, das die Welt vielleicht nächstes Jahr vergessen hat.
Drittens: Europa hätte über Nacht ein Standing in der Welt. Keine Wirtschaftsmacht mehr, die man erpressen kann. Keine Ansammlung von Ländern, die sich nicht einigen können. Sondern ein Akteur mit fast einer Million kampferprobter Soldaten. Washington müsste neu rechnen. Peking müsste neu rechnen. Jeder müsste neu rechnen.
Viertens: Die Verteidigungsindustrie würde explodieren. Nicht in zwanzig Jahren, sondern sofort. Denn plötzlich gäbe es einen Abnehmer, einen Bedarf, einen Markt. Rheinmetall, KNDS, BAE Systems, Saab – alle würden hochfahren. Arbeitsplätze, Investitionen, Innovation. Nicht für einen abstrakten Plan, sondern für eine reale Armee, die reale Ausrüstung braucht.
Fünftens: Trump wäre egal. Vance wäre egal. Was auch immer Amerika in den nächsten Jahren treibt – Europa hätte eine eigene Option. Nicht mehr abhängig, nicht mehr bittstellend, nicht mehr hoffend, dass die Erwachsenen in Washington irgendwann zurückkommen. Sondern souverän. Das Wort, das europäische Politiker so gern benutzen, ohne je zu liefern.
Sechstens: Die NATO-Frage wäre beantwortet. Nicht durch endlose Debatten über Fünf-Prozent-Ziele und Lastenteilung, sondern durch Fakten. Die NATO könnte weiterexistieren als das, was sie ist: ein Papiertiger mit amerikanischer Leine. Die EU könnte den dafür offenen Kanadiern und vor allem auch den Briten anbieten, sofort dieser EU-Armee beizutreten. Dann hätte Europa etwas Eigenes. Eine Antwort auf das Getöse aus Washington, Moskau und Peking. Etwas, das funktioniert. Etwas, das nicht davon abhängt, ob ein Reality-TV-Star in Washington gerade gute Laune hat oder Putin und Xi sich noch innigere Bruderschwüre zuraunen.
Siebtens: Die Ukraine wäre faktisch in Europa angekommen. Nicht durch den langen bürokratischen Weg der EU-Mitgliedschaft mit seinen 35 Kapiteln und endlosen Verhandlungen. Sondern durch die härteste Währung, die es gibt: gemeinsames Blut, gemeinsame Verteidigung, gemeinsames Schicksal. Der Rest – Wirtschaft, Justiz, Verwaltung – könnte folgen. Aber das Fundament wäre gelegt.
Und bevor jemand sagt, das sei unrealistisch, zu kompliziert, nicht durchdacht – hier ist der Bauplan:
Wir gründen keine EU-Einheitsarmee per Gesetzblatt. Wir schaffen einen Europäischen Verteidigungsschirm. Die ukrainische Armee bleibt rechtlich eigenständig, wird aber institutionell und finanziell so eng mit einer neuen Europäischen Verteidigungsagentur verschmolzen, dass die Grenzen verschwimmen. Das ist keine Revolution, das ist eine Fusion.
Der Oberbefehl bleibt bei denen, die wissen, wie man kämpft: den ukrainischen Generälen. Ein schlanker Sicherheitsrat aus den Geberländern entscheidet über Budget und Strategie – aber mischt sich nicht ins Tagesgeschäft der Front ein. Genau so funktioniert die NATO auch. Nur ohne Amerika.
Die Arbeitsteilung ist klar: Die Ukraine stellt die Kampfkraft. Frankreich stellt die nukleare Rückversicherung. Deutschland stellt Geld und Industrie. Jeder bringt ein, was er hat. Niemand verliert sein Gesicht.
Und wer immer noch zögert, dem sei die Alternative vor Augen geführt: Wir warten, bis die Ukraine ausblutet. Dann haben wir Flüchtlingskosten in Hunderten von Milliarden, eine zerstörte Sicherheitsordnung und eine russische Armee direkt an der polnischen Grenze – mit ukrainischen Zwangssoldaten in ihren Reihen.
Wer glaubt, dass das billiger oder weniger eskalativ ist, betreibt keine Politik, sondern Fahrerflucht vor der Geschichte.
Was wäre anders? Alles wäre anders.
Eine einzige Entscheidung. Ein einziger Akt politischen Mutes. Und Europa wäre nicht mehr der Kontinent der klugen Sprüche, sondern ein Akteur, mit dem man rechnen muss.
Stattdessen sitzen wir hier und warten auf den nächsten Gipfel.
Was kostet das? Geld. Viel Geld. Selenskyj spricht von 700 Milliarden Dollar über zehn Jahre für den Unterhalt der ukrainischen Streitkräfte. Das klingt nach einer irrsinnigen Summe.
Aber was kostet die Alternative? Was kostet es, wenn Europa in zehn Jahren immer noch keine eigene Verteidigung hat? Was kostet es, wenn Russland sich erholt und beim nächsten Mal nicht in der Ukraine stoppt? Was kostet ein Krieg auf NATO-Gebiet, auf EU-Gebiet, in Polen, im Baltikum, irgendwann vielleicht in Deutschland?
Das Kieler Institut für Weltwirtschaft hat ausgerechnet, dass Europa 300.000 zusätzliche Soldaten bräuchte, um sich ohne die USA gegen Russland zu verteidigen. Dazu 1.400 neue Kampfpanzer und 2.000 Schützenpanzer – mehr, als Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien zusammen besitzen. Die Kosten dafür wären astronomisch. Und es würde Jahrzehnte dauern, das aufzubauen.
Oder wir nehmen das Angebot an, das jetzt auf dem Tisch liegt.
Ich höre schon die Einwände:
Das ist eine Eskalation! – Ja. Und? Deeskalation hat Putin in dreißig Jahren nicht beeindruckt. Er versteht nur Stärke. Eine europäisch-ukrainische Armee wäre eine klare Botschaft: Bis hierhin und nicht weiter. Das wäre keine Provokation, das wäre Abschreckung.
Die Ukraine hat ein Korruptionsproblem! – Ja, hat sie. Aber korrupte Armeen gewinnen keine Kriege gegen Russland. Die ukrainische Armee funktioniert offensichtlich. Es gibt viele Stimmen, die vor einem Beitritt der Ukraine in die EU warnen oder ihn in Jahren befürworten könnten, wenn alle bürokratischen Fragen gelöst sind.
Mit der Denke stellen wir uns gerade selbst ein Bein: Der bürokratische und politische Rest kann parallel und sukzessive gelöst werden. Wir reden hier von einer militärischen Integration, nicht von einem EU-Beitritt morgen früh. Rechtlich wäre dieses Modell kein EU-Beitritt, sondern eher ein europäischer Verteidigungsbund mit ukrainischem Kern.
Die EU ist nicht bereit! – Die EU wird nie bereit sein. Die EU ist eine Maschine zur Verhinderung von Bereitschaft. Hier müssen wir Fakten schaffen. Wir müssen endlich handeln und dann die Strukturen nachziehen, nicht umgekehrt.
Das geht rechtlich nicht! – Dann ändert man das Recht. Das ist das, wofür Politiker da sind. Wenn der Wille da ist, findet sich ein Weg. Wenn der Wille nicht da ist, finden sich Ausreden.
Aber das eigentliche Hindernis ist keines dieser Argumente. Das eigentliche Hindernis ist die Unfähigkeit Europas, sich als handelnden Akteur zu begreifen.
Europa denkt immer noch in den Kategorien von 1990. Wir sind die Guten, die Werte exportieren. Wir sind der Debattierclub, der über alles diskutiert und am Ende einen Kompromiss findet und unsere Fühler nach allen Seiten offenhält. Wir sind die Wirtschaftsmacht, die Handelsverträge schließt und damit die Welt zivilisiert oder auch nicht, wenn es uns ins Portfolio passt. Wir sind die sanfte Macht, die keine harten Entscheidungen treffen will, sondern sich vom Markt und hohlen Worten treiben lässt.
Diese Zeit ist vorbei. Die Welt ist wieder ein gefährlicher Ort. Russland führt Krieg in Europa. China baut seine Macht aus. Amerika läuft Amok. Und Europa steht da mit seinen klugen Sprüchen und nichts dahinter.
Die Ukraine bietet uns DIE Lösung. Nicht als Almosenempfänger, sondern als Partner, indem sie eine Führungsrolle darin einnimmt, was sie kann. Kämpfen und überleben. Sie ist keine Last, sie ist das Beste, was uns passieren könnte.
Das Narrativ muss sich umkehren: Die Ukraine ist nicht das Problem, dem Europa helfen muss. Die Ukraine ist die Antwort auf Europas eigenes Versagen. Die Ukraine hat in vier Jahren unter Beschuss aufgebaut, was wir in dreißig Jahren Frieden nicht hinbekommen haben.
Die Ukrainer haben gekämpft. Wir haben geredet.
Und jetzt liegt ihr Angebot auf dem Tisch. Wollt ihr, liebe Europäer, oder wollt ihr nicht?
Die Antwort, die Europa gerade gibt, ist Schweigen. Ist Wegschauen. Ist die nächste Arbeitsgruppe, der nächste Gipfel, das nächste Strategiepapier.
Und irgendwann wird das Fenster sich schließen. Irgendwann, wenn wir weiter nur diejenigen machen lassen, die uns den Kampf angesagt haben, wird die ukrainische Armee nicht mehr existieren, wie wir sie kennen. Sie wäre entweder ausgeblutet, verraten, aufgegeben oder in die russische Armee einverleibt – so wie es in den besetzten Gebieten bereits geschieht, wo Ukrainer gezwungen werden, gegen ihre eigenen Landsleute zu kämpfen – und dann gnade uns Gott. Dann wird Europa dastehen mit seinen Werten und seinen Reden und seiner tiefen Besorgnis.
Und dann wird Europa feststellen, dass Besorgnis keine Divisionen hat.
If you’ve been following me for a while, this story won't surprise you, but it should absolutely alarm you.
Estonians are waking up to find their entire history being systematically erased and replaced with pro-Kremlin propaganda on Wikipedia. We are talking about a massive, industrial-scale information war.
The Russian playbook is in full swing.
The birthplaces of hundreds of prominent Estonians have been changed from "Estonia" to "Soviet Union".
Detailed historical records of Soviet repressions, mass arrests, and executions have been scrubbed clean. Even the Estonian War of Independence is being redefined.
Instead of a heroic struggle for self-determination, it is being framed as "separatism" by "aggressive" Estonians against Russia.
But here is the kicker: when Estonian volunteers tried to restore the truth, they were the ones banned. Senior editors have locked these pro-Kremlin distortions in place, turning lies into "protected facts."
This sounds familiar because it is the exact same strategy being used against Israel. Pro-Palestinian editors are aggressively scrubbing the documented, continuous history of the Jewish people. Critical entries like "Zionism" and the "Gaza War" are flooded with disinformation, while any attempt to bring back factual reality is met with immediate bans.
Wikipedia, much like the UN, "human rights" organizations and some sectors of the academia, has been hijacked.
It has become a tool for the anti-Western axis to sow chaos, fuel division, and manufacture a fake consensus.
When "truth" is decided by the most aggressive editor rather than historical record, the democratic world is in serious trouble.
🇪🇪🇮🇱
Das Arktis-Abo: Wie Trump Europa Schutz vor einem Feind verkauft, mit dem er längst am Tisch sitzt:
Die Welt atmet auf, weil Donald Trump in Davos keine Gewalt gegen Dänemark verspricht. Doch während die Kameras auf das „Framework" für Grönland starren, wird im Hintergrund die Weltordnung privatisiert. Was wie diplomatisches Chaos aussieht, ist in Wahrheit eine eiskalte Optimierung: Trump verkauft Europa den Schutz vor einem Feind, mit dem seine Gesandten zeitgleich in Moskau die Beute aufteilen.
Das Phantom-Framework
Wenige Stunden nach seiner Davos-Rede verkündete Trump auf Truth Social einen Durchbruch: Ein „Framework" zu Grönland und der gesamten Arktis, ausgehandelt mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte. Die Zölle gegen europäische Länder? Vom Tisch. Gewalt? Ausgeschlossen.
Nur: Was genau wurde vereinbart?
Trump sagt: „A great agreement for everyone." Auf die Frage nach Details, sieben Mal gestellt von Reportern: „That will be explained." Rutte sagt derweil auf Fox News, der Status von Grönland sei in dem Gespräch „nicht aufgekommen". Das White House spricht im Konjunktiv: „If this deal goes through..."
Es gibt kein Dokument. Es gibt keine Details. Es gibt ein Wort auf Truth Social – und eine erleichterte Weltöffentlichkeit, die nicht merkt, dass sie gerade nichts erfahren hat.
Aber lassen wir das Framework beiseite. Denn der eigentliche Knoten liegt woanders.
Zwei Fragen, die sich beißen
Am Vormittag in Davos warnte Trump vor Russland und China. „Malign outside influence" müsse aus der Arktis ferngehalten werden. Die NATO-Verbündeten sollten aufrüsten, fünf Prozent des BIP für Verteidigung. Der „Golden Dome" – Amerikas Raketenabwehrschirm – soll in Grönland stationiert werden. Die Botschaft: Russland ist die Bedrohung, Amerika ist der Schutz.
Am selben Tag, im Hintergrund: Das „Board of Peace" – Trumps Friedensinitiative für die Ukraine, mit Teilnehmern wie Belarus und Ungarn, orchestriert von Kushner und Witkoff, die heute Abend Putin treffen. Die Botschaft hier: Russland ist Verhandlungspartner, der Krieg muss enden, die Ukraine soll Kompromisse machen.
Wer das zusammenbringen will, bekommt einen Knoten im Hirn. Und genau das ist beabsichtigt.
Denn die beiden Positionen sind kein Widerspruch. Sie sind zwei Seiten desselben Geschäfts.
Seite A: Die Angst-Dividende
Wenn Russland eine Bedrohung ist, muss Europa aufrüsten. Mit welchen Waffen? Amerikanischen. Lockheed Martin, Raytheon, Northrop Grumman – die Aktienkurse freuen sich.
Wenn die Arktis geschützt werden muss, braucht es Basen. Wo? In Grönland, auf Island, vielleicht in Norwegen. Wer baut sie? Die USA. Wer kontrolliert sie? Die USA.
Wenn der Klimawandel die Arktis öffnet, liegen dort Billionen an Rohstoffen: 13 Prozent der unentdeckten Ölreserven weltweit, 30 Prozent des Gases, dazu seltene Erden, Uran, Zink. Wer schürft? Amerikanische Firmen – mit amerikanischem Militär als Rückendeckung.
Die Rechnung ist simpel: Europäische Angst ist amerikanischer Profit.
Seite B: Der Putin-Deal
Gleichzeitig verhandelt Trump über die Ukraine – aber nicht mit der Ukraine. Selenskyj sitzt in Kyjiw, 60 Prozent der Stadt ohne Strom, während Kushner und Witkoff heute Abend Putin treffen.
Der Friedensplan, im November als 28-Punkte-Papier geleakt, ist inzwischen auf etwa 20 Punkte geschrumpft. „We're massaging it and harmonizing it", sagte Witkoff gestern in Davos. Das Problem? „Land deals – that's been the 800 lb elephant in the room." Übersetzt: Wer bekommt welches ukrainische Territorium.
Putin hat den ursprünglichen Plan als „Basis für eine Einigung" bezeichnet – aber keine Zusage gemacht. Und die Ukraine? Die wurde „konsultiert", hatte aber kaum Einfluss.
Was bekommt Russland, wenn es unterschreibt? Territorium, Gesichtswahrung, vielleicht Sanktionserleichterungen.
Was bekommt Trump? Das wissen wir nicht. Aber wir wissen: Er verhandelt nicht aus Idealismus. Er verhandelt, weil es sich lohnt.
Die Arktis als Blaupause
Was in Grönland passiert, ist ein Testlauf. Nicht für eine Annexion – die braucht Trump nicht. Sondern für ein neues Modell: formale Souveränität, faktische Kontrolle.
Rutte sprach von den „seven Arctic allies", die mehr tun müssten. Das Framework betrifft laut Trump „the entire Arctic Region". Das 1951-Verteidigungsabkommen mit Dänemark soll aktualisiert werden – mehr Basen, mehr „defense areas", mehr US-Präsenz.
Denkt man das weiter, entsteht etwas wie eine Arktis-Allianz unter amerikanischer Führung. Alle NATO-Arktis-Staaten – Norwegen, Kanada, Island, Finnland, Schweden, Dänemark – investieren in Aufrüstung. Kaufen amerikanische Waffen. Gewähren amerikanischen Zugang zu Häfen, Basen, Rohstoffen. Und im Gegenzug? „Schutz" vor Russland.
Demselben Russland, mit dem Trump parallel Frieden schließen will.
Der Knoten, der keiner ist
Was hier passiert, ergibt keinen kohärenten strategischen Sinn – jedenfalls nicht, wenn man glaubt, Trump handele im Interesse des Westens, der NATO oder irgendeiner Sicherheitsarchitektur.
Es ergibt nur Sinn, wenn man versteht: Trump optimiert nicht für Sicherheit. Er optimiert für sich.
Er verkauft Europa Schutz vor einem Feind. Er verhandelt mit diesem Feind einen Deal. Er kassiert auf beiden Seiten.
Europa rüstet auf. Amerika liefert. Die Ukraine blutet. Russland bekommt, was es will. Und Trump? Trump bekommt alles.
Die Welt hat gestern aufgeatmet, weil Trump „keine Gewalt" sagte. Sie hat nicht gemerkt, dass er gerade beiden Seiten die Hand geschüttelt hat – mit derselben Hand.
A line I cannot cross.
This is a very difficult letter that I had to write to a long-time co-author and friend who is scheduled to speak at the Higher School of Economics in Moscow.
I did not write it lightly. But there are moments when professional history and personal ties cannot outweigh moral responsibility.
———————
Dear _____ ,
I am writing this with a heavy heart, but also with absolute clarity.
We have worked together for many years. We have co-authored papers, shared ideas, built projects, and trusted one another. I value that history. But there are moments when past collaboration cannot outweigh present responsibility.
I have learned that you are scheduled to give a seminar at the Higher School of Economics in Moscow.
I need to be very clear about what this means to me.
The Higher School of Economics is not a neutral academic institution. It has openly aligned itself with the russian war effort — training military personnel, fundraising for weapons, and orienting its research toward supporting the russian Ministry of Defense. The drones it helps build and finance, and the operators it helps train, destroy cities and murder Ukrainians.
This is not theoretical. This is a genocide. Russians have killed my friends, maimed my relatives, and turned everyday life in Ukraine into a matter of survival.
As academics, we often comfort ourselves with the idea that our work stands above politics. But neutrality in the face of evil is itself evil. It is complicity. In moments of profound moral crisis, refusing to take a side is itself a choice, with real consequences.
Because of this, I must draw a line.
If you choose to go to Moscow and speak at HSE, I will permanently sever our co-authorship and any future academic collaboration. My principles and my morality stand above our friendship, professional history, or convenience.
This is not a threat, a tactic, or an attempt to persuade you. It is a statement of where I stand and what I can live with. I cannot be associated — by name, by work, or by reputation — with someone who lends legitimacy to an institution that enables war and genocide.
I have no other choice.
Roman
Dear Europeans. Stop whining.
Understand that “international law” does not underpin, let alone guarantee, global stability. It should come as no surprise that great powers act on interests, not on morality.
Where was your cry over *the death of the global order* or *international law* that could not prevent Russia’s invasion of Ukraine or China’s unilateral 9DashLine or disregard for its commitments to uphold Hong Kong’s one country two systems? Were these not acts of serious violations of international law, albeit not inspired by the US?
America or anyone else, simply by following the norms, won’t keep bad actors in check. Therefore, the arguments that the US is emboldening China, Russia, Iran or any other bad actors are naive. Europeans, too, have happily cooperated with these “bad” actors and continue to do so.
If you think that only the virtuous and consistent ones can fight the aggressors or form alliances, well, keep looking and avoid the mirror.
It would be high time to start seeing the world as it is and stop throwing in the towel simply because of one’s hypocrisy. Great power politics is based on strength, and...power, and small ones need to figure out the lesser evil.
This is Tehran right now.
The people of Iran want the regime GONE.
Why is the international media silent?
Share this everywhere.
https://t.co/w4qbNJMSCJ
I will do everything within my humble power to protect Europe. It is my home; it is the home of my children and my friends. This is the place that accepted me, taught me, and made me a better person.
I have been helping Ukraine not only because I felt responsible for what Russia has done, but also because the very reason they were attacked is that they wanted to be part of the EU – which they rightfully deserve, as they are now the shield protecting the EU from Russia. This is a role they were never supposed to play, but were forced into.
I don’t care who the attacker is: Russia, the US, or internal saboteurs.
God knows I worked very hard to earn my place here, and I would rather die than allow filthy claws to touch the beautiful world built by so many good people. Yes, it is not perfect, but I have a reference point.
Those EU military officers who read my blog already know they can count on me if necessary, even though my capabilities are quite limited. I hope it will never be necessary, and that this dramatic post will one day become a funny reminder of my pessimism.
@PMJofficial Hi PMJ, my daughter loves your version of "Barracuda" and would like to perform it at a graduation concert of her high school. She would do the vocals and friends accompany her. It would be really great if u could help us out with the sheet music for your interpretation!