@ulfposh@fbanaszak Respekt für diesen mentalen Spagat: Bei einem Privatsender (ntv) sitzen, permanent AfD-Gesichter eingeblendet bekommen und hinterher über das ‚grüne Vorfeld‘ und den ÖRR jammern. Hauptsache, der automatisierte Empörungs-Tweet für die eigene Bubble steht.
@LemmyCaution@schnellenbachj Der Staat schützt nicht die Täter, sondern die verfassungsmäßigen Rechte unschuldiger Kinder. Das Problem in Leipzig ist kein Systemfehler des Grundgesetzes, sondern ein konkretes Vollzugsdefizit bei der Enteignung krimineller Gewinne der Clanchefs. Das muss man trennen. (2/2)
@LemmyCaution@schnellenbachj Die Sorge um das Vertrauen ist real. Aber das Narrativ, der Rechtsstaat schütze seine „Feinde“, geht fehl und bedient populistische Propaganda. Es wird so getan, als sei die schiere Anzahl der Kinder das rechtliche Verbrechen, um damit rassistische Ressentiments zu triggern (1/2)
@LemmyCaution@schnellenbachj Die Lösung ist nicht, Grundrechte für Kinder abzuräumen, sondern den Staat handlungsfähig zu machen: Durch echten Zeugenschutz, spezialisierte Gerichte und konsequente Enteignung. Wir brauchen einen wehrhaften Staat, keinen zahnlosen. (2/2)
@LemmyCaution@schnellenbachj Der Frust ist absolut berechtigt. Wenn Verfahren platzen, weil Zeugen bedroht werden, fliegt uns die Praxis um die Ohren. Das ist aber kein Theorie-Versagen, sondern ein Vollzugsdefizit durch Überlastung und mangelnden politischen Fokus. (1/2)
@LemmyCaution@schnellenbachj Über die „Beweislastumkehr“ können wir Clanchefs schon heute Immobilien und Autos entziehen, wenn die legale Herkunft fehlt. Wenn die Justiz die Täter dort konsequent enteignet, wird der Staat auch nicht mehr „melkbar“. (2/2)
@LemmyCaution@schnellenbachj Spannendes Argument mit der „leaky abstraction“. Der Rechtsstaat muss aber keine Grundrechte für Kinder brechen, um wehrhaft zu sein. Das Problem ist nicht unser Fundament, sondern dass wir die bereits existierenden, scharfen Werkzeuge nicht konsequent nutzen. (1/2)
@reslibra@schnellenbachj Organisierte Kriminalität sucht keine ideologische Eroberung, sondern Profit durch illegale Geschäfte. Das ist kriminelle Habgier, kein Kriegszug. Echte Wehrhaftigkeit zeigt der Rechtsstaat nicht durch Rhetorik, sondern durch konsequente Ermittlungen und Enteignung.
@LemmyCaution@schnellenbachj Um das zu ändern, müssen wir nicht das Recht für Kinder beugen, sondern die bestehenden Gesetze der Justiz konsequent anwenden: Kriminelle Gewinne konsequent einziehen und die Täter strafrechtlich verurteilen. Das trennt Täter von unbescholtenen Kindern. (2/2)
@LemmyCaution@schnellenbachj Absolut, kriminelle Strukturen sind ein ernstes Problem, das gelöst werden muss. Aber Poschardts Hebel ist rechtlich falsch: Das Kindergeld sichert das Existenzminimum der Kinder, nicht das Einkommen des Vaters. Der Rechtsstaat kennt keine Sippenhaft. (1/2)
@yvesyves222@schnellenbachj Clans finanzieren ihren Luxus (Häuser, AMG-Autos) nicht aus 250€ Kindergeld, sondern durch Millionen aus Drogengeschäften, Schutzgeld und Schleusung. Das LKA warnt vor organisierten OK-Strukturen, nicht vor reichen Kindern. Das Kernproblem bleibt das illegale Geld der Täter.
@NurderK Ob Sommerinterview, Lanz oder Wohlfühl-Podcasts wie „ungeskriptet“: Wenn Desinformation als „Meinung“ durchgewinkt wird, statt sie live mit harten Fakten zu zerlegen, betreibt der Journalismus PR. Das ist kein Handwerk mehr, sondern die Normalisierung der Ränder. (2/2)
@NurderK Vollste Zustimmung! Das Problem geht weit über den ÖRR hinaus. Die gesamte Medienlandschaft versagt systemisch: Aus Angst vor dem Vorwurf der Befangenheit und getrieben von Klickzahlen (siehe die „Flachzangen“-Headliner) kapituliert man vor gezielten Unwahrheiten. (1/2)
@schnellenbachj Am Ende liefert er eine offene Wahlempfehlung durch die Hintertür: Er deklariert die Wahl einer „unappetitlichen Partei“ zur logischen Reaktion. Das ist kein Journalismus, sondern psychologische Wahlkampfhilfe, die Radikalismus in der Mitte normalisiert. (2/2)
@schnellenbachj Poschardt nutzt das Leipziger Clan-Beispiel für ein manipulatives Framing: Er schleust neurechte Kampfbegriffe wie „Eroberungsmigration“ ins Bürgertum ein und schürt System-Resignation („wir bezahlen die dafür“), um maximale Empörung zu triggern. (1/2)
Zum Vergleich: Bert Rebhandl liest Cinema Speculation in der FAZ als „Traumprotokoll” und adelt Tarantinos Einseitigkeit als „genial”. Auch das beschreibt Wirkung – Sog, Lust, Autorität –, ohne zu prüfen, ob das Buch als Filmkritik trägt. Es ist Ausweichen, nur eleganter.
Neu auf Artefakte: Eine Gegenrede zu Ekkehard Knörer – und was seine Tarantino-Rezension über das Risikovermeiden gegenwärtiger Filmkritik verrät.
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