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Auf NIUS Live wurde Ahmad Mansour mit folgenden Worten zitiert: „Wir brauchen eine Brandmauer gegenüber dem Islam als Ganzes, als Geistesgebilde, das unsere Lebensart bedroht.“(Wolfgang Herles)
Sollte diese Aussage so stimmen, wäre dies ein Beleg dafür, wie weit Mansours Aversion geht. Ist die Darstellung jedoch falsch wiedergegeben, zeigt es nur, wie bei NIUS Falschinformationen verbreitet werden.
Wir werden sehen, ob Ahmad Mansour dieses Zitat bestätigt, richtigstellt oder im Sinne eines strategischen Kalküls einfach ignoriert. Letzteres wäre muss als Ausdruck einer Agenda gewertet werden.
https://t.co/GmakP5riXr
Kaymans Text erweist sich als der klassische Versuch, Thesen mittels unzulässiger semantischer Verschiebungen zu konstruieren.
Um seinen Forderungen ein tragfähiges Fundament zu geben, hätte er seine eigenen Begriffsbestimmungen methodisch sauber herleiten und erklären müssen.
Dies zeigt sich exemplarisch an seiner These, „Muslimisch“ werde oft zur reinen Kollektividentität. Hier offenbart Kayman, dass er die Trennschärfe zwischen Identität und Persönlichkeit entweder verkennt oder bewusst missachtet. Identität konstituiert sich - in Abgrenzung zur individuellen Persönlichkeit - per definitionem als Zugehörigkeitsmarker einer sozialen Gruppe, der maßgeblich durch die Fremdperspektive von Außenstehenden erzeugt wird.
Ebenso widersprüchlich bleibt seine Prämisse zur Säkularität: Einerseits spricht er einer Weltanschauungsgemeinschaft - hier der islamischen - das Recht ab, eine Überlegenheit der eigenen Werte zu beanspruchen. Andererseits deklariert er die Säkularität zum stärksten Garanten für den „reinen“ Glauben. Da Säkularität jedoch selbst eine weltanschauliche Überzeugung darstellt, erhebt Kayman sie hier zum ideologischen Primat - ein Absolutheitsanspruch und eine Mission zugleich.
Des Weiteren verstrickt sich der Text in eine innerislamische Debatte darüber, ob die Aqida (das Glaubensfundament) allein im Herzen verankert ist oder erst durch das gesprochene Wort und die Tat vollendet wird. Statt diese theologische Frage fundiert zu durchringen, weicht Kayman auf ein vages gesellschaftliches „Ethos“ aus, ohne dessen normative Quellen zu benennen.
In der Summe liefert Kayman einen stark meinungsgetriebenen Essay, der sich in prätentiösen Schachtelsätzen verliert, um eine analytische Tiefe vorzutäuschen, die der Text substanziell nicht einlöst.
Nuhr’sche Zahlenspiele:
350 Frauenmorde pro Jahr = „praktisch null“
300 Messerstechereien/Tote = "zahllose Messerangriffe"
Nuhr’sche Konsequenz:
Frauenmörder sind statistisch nicht relevant und kann man im Grunde ignorieren.
Leute mit Messer unterwegs müsste man direkt "einschläfern".
Marwa El-Sherbini - 17 Jahre danach: Der Schatten eines politischen Mordes
Heute, am 1. Juli, jährt sich zum siebzehnten Mal der Tod von Marwa El-Sherbini. In einem Gerichtssaals in Dresden wurde die junge ägyptische Pharmazeutin, werdende Mutter im dritten Monat, von Alex Wiens mit achtzehn Messerstichen regelrecht abgeschlachtet. Ihr ungeborenes Kind starb mit ihr. Als ihr Ehemann versuchte, sie zu schützen, trafen ihn die Klingen des Täters schwer und die Kugel eines herbeigeeilten Polizisten. Ein dreijähriger Junge musste zusehen, wie seine Welt in Blut versank.
Wie konnte ein solcher Akt der Barbarei im Herzen des Rechtsstaats geschehen?
Wiens hatte Marwa bereits ein Jahr zuvor auf einem Spielplatz als „Islamistin“ und „Terroristin“ beschimpft. Ihr einziges „Verbrechen“ bestand darin, ein Kopftuch zu tragen und sich dadurch sichtbar zu ihrer Religion zu bekennen. In seinen Augen trug sie keinen Schleier der Frömmigkeit; sie trug die Uniform der Unterwanderung, den Kampfanzug einer feindlichen Übernahme.
Sie war nicht die qualifizierte Studentin, die liebevolle Ehefrau und Mutter mit makelloser Vita. Sie war der Makel selbst - ein lebender Beweis einer Bedrohung, die er mit dem Messer auslöschen musste.
Dieser Mord entsprang keiner einsamen Wahnvorstellung. Er war die blutige Ernte einer jahrelangen Rhetorik, die Muslime systematisch als Fremdkörper, als fünfte Kolonne, als stille Eroberer markierte. Die deutsche Islamdebatte hatte längst den Ton vorgegeben: Wie viel Islam verträgt unsere Gesellschaft? Wann erreicht die kritische Masse? Welche Symbole dürfen noch bleiben, bevor die Unterwanderung vollendet ist?
In Talkshows, Leitartikeln und politischen Reden wurde das Kopftuch zur Uniform des Feindes erhoben. Wiens sprach nur aus, was Millionen Mal geflüstert, geschrieben und gefordert worden war. Er fühlte sich berufen, das Land zu verteidigen - mit der Klinge in der Hand.
Siebzehn Jahre später hallt dieselbe Rhetorik lauter denn je wider. Kaum ein Tag vergeht ohne neue Warnungen vor „Kopftuchmädchen“ und „Bartträgern“ als "Zersetzer der Verfassung". Aus dem Bundestag dröhnen Hasstiraden, in Gazetten wird die feindliche Übernahme als unmittelbar bevorstehend ausgemalt. Muslimische Schüler gelten als Trojanische Pferde in Klassenzimmern, ganze Viertel als verlorene Gebiete. Wer den hysterischen Ton zu mäßigen wagt, wer Differenzierung einfordert, wird selbst zum Volksfeind erklärt. Das Overton-Fenster hat sich weit geöffnet - hin zu einer offenen Feinderklärung.
Marwa El-Sherbini war kein zufälliges Opfer. Ihr Tod trägt die Handschrift einer Debatte, die ganze Menschen zu Symbolen einer existenziellen Gefahr verdichtete. Ihr bloßer Anblick provozierte den Täter, weil die Gesellschaft ihm beigebracht hatte, genau darin die Bedrohung zu sehen. In dieser vergifteten Atmosphäre wurde aus Worten Gewalt, aus Angst Mord. Der Einzelne verschwand hinter dem Kollektivbild, das Symbol verschlang den Menschen.
Der 1. Juli 2009 hätte ein Moment der Umkehr werden können. Ein Anstoß zur tiefen Reflexion darüber, ob der gesellschaftliche Umgang mit der muslimischen Minderheit noch menschlich, noch gerecht, noch zivilisiert war. Stattdessen drehte sich die Spirale weiter, schärfer und gnadenloser. Die Debatte radikalisierte sich, die Ausgrenzung wurde Alltag, die Entmenschlichung salonfähig.
Rückblickend offenbart sich die Tragik einer verpassten Chance. Statt die Mechanismen der Ausgrenzung zu durchbrechen, wurde der Hass institutionalisiert. Marwa El-Sherbini mahnt uns heute dringender denn je: Wer ganze Gruppen als Feinde der freien Gesellschaft markiert, liefert die geistige Grundlage für politische Gewaltverbrechen.
Der Tod Marwas verlangt mehr als eine Verurteilung eines vermeintliche Einzeltäters. Er verlangt die ehrliche Auseinandersetzung mit den geistigen Wurzeln, die ihn ermöglichten. Solange die Islamdebatte Muslime primär als Problem behandelt, bleiben weitere Marwas möglich.
(Allāhumma rḥam Marwata wa adkhilhā fī raḥmatika l-wāsiʿati wa jʿal qabrahā rawḍatan min riyāḍi l-janna.)
#Islam #Islamismus #Kopftuch #Islamhass #Islamfeindlichkeit #MarwaElSherbini
Zu den erklärten Zielen der Weltmeisterschaft gehört es, zur Völkerverständigung beizutragen.
Doch nicht selten wird das Geschehen von Bildern der Gewalt zwischen Fangruppen rivalisierender Mannschaften begleitet. Hinzu kommt eine Rivalität, die weit über das Sportliche hinausreicht: Sie verlagert sich in historische, kulturelle und intellektuelle Sphären, wird dort entsprechend ausgetragen und bringt Überlegenheitsgefühle ebenso zum Vorschein wie Minderwertigkeitskomplexe ganzer Völker.
Es ist daher zugleich absurd und paradox, in einer Welt aus Nationalstaaten nach echter Verständigung zu suchen. Denn die nationalistische Bindung ist ihrem Wesen nach engstirnig, gehässig und ausschließend.
Wer die Welt aufrichtig und wahrhaft vereinen möchte, muss dies auf Grundlage einer rationalen Überzeugung tun, die mit der Natur des Menschen übereinstimmt und den Menschen unabhängig von Herkunft, Hautfarbe oder Volkszugehörigkeit anspricht.
Dieses Kriterium erfüllt allein der Islam.
Alhamdulillah.
Pietätlos: Am Todestag von Marwa El-Sherbini befeuert Constantin Schreiber die islamfeindlichen Tendenzen in der Gesellschaft.
Lena Kamphaus berichtet von „rechtsfreien R��umen“ in Hamburg, von Verwahrlosung in Wohnvierteln und Supermärkten und von einem problematisches Frauenbild, das erschwerend hinzukommt. Für Constantin Schreiber war das offensichtlich zu abstrakt. Mit seiner Frage „Was ist mit islamischer Prägung?“ lenkte er das Gespräch gezielt in Richtung "falscher Toleranz" und Islamisierung.
https://t.co/0MKjkiYIXl
@ChanasitJonas@ahmtamim9 Spätestens hier hätte Einsicht beim gemeinen Bürger wirken müssen, erst recht bei der Bildungselite. Stattdessen macht der Professor auf bockiges Kind…
Ich habe Jonas Schmidt-Chanasit gestern darauf hingewiesen, mediale Darstellungen nicht ungeprüft zu übernehmen. Er beharrte jedoch darauf, dass die Berichterstattung zutreffe. Nun steht amtlich fest: Es gab keine IS-Flaggen auf der Demonstration!
Mir geht es nicht um Schmidt-Chanasit persönlich. Mir geht es darum, exemplarisch zu zeigen, welche Verheerungen die polarisierte Islamdebatte inzwischen in der Gesellschaft anrichtet: Selbst hochgebildete und renommierte Wissenschaftler verspüren offenbar nicht einmal mehr das Bedürfnis, differenziert und reflektiert auf dieses Thema zu blicken.
https://t.co/lQlHNn1eBb
"Ganz einfach", sagt Schmidt Chanasit. Damit hat er recht: Einfache Antworten, einfache Weltbilder, einfache Forderungen!
Auf meine Anfrage, ob er erläutern könnte, was diese jahrhundertealte schiitische Prozession mit Terrorismus und Antisemitismus zu tun hat, schrieb Schmidt-Chanasit:
„Ganz einfach: Weil bei dieser „schiitischen Prozession“ IS-Fahnen geschwenkt, Terroristen wie Nasrallah und Khamenei lautstark gefeiert und Kinder in Ketten durch 40-Grad-Hitze getrieben wurden. Das ist keine harmlose Tradition, sondern islamistische Terrorpropaganda mitten in Berlin. Wer das verharmlost, deckt genau den Antisemitismus und Terrorismus, den wir mit aller Härte des Rechtsstaats bekämpfen müssen.“
Schiiten schwenken IS-Flaggen? Und antisemitisch? Bani Umayya waren also Juden?
Bemerkenswert: Jonas Schmidt-Chanasit ist Hochschullehrer und gehört damit zur Bildungselite Deutschlands. Von einem Wissenschaftler hätten wir mehr Differenzierung und Fakten statt unterkomplexer, teils unsinniger Erklärungen erwarten dürfen.
Moralische Urteile setzen geteilte Prämissen voraus. Kleidung ist immer Ausdruck einer Weltsicht. Er beurteilt aus seinem normativen Rahmen, Muslime aus dem islamischen. Ohne diesen Rahmen zu teilen, ist ein Urteil kategorial unzulässig. Wer islamische Kleidung als falsch bezeichnen will, muss die zugrunde liegende Weltanschauung – den Islam – widerlegen. Alles andere ist bloße Präferenz, keine Argumentation.
#Vollverschleierung
„Wenn die Geiseln frei sind, ist der Krieg vorbei“, so tönte es stetig von Berufslügnern à la Dieter Nuhr & Co.
Nein, Israel lebt - es lebt von Vertreibung, Vernichtung und Massenmord!
@hoffmann_suhaib@hubertus_heil Ein guter Ausweg, der Ihnen hier geboten wird, um zu zeigen, dass Sie zu Ihren Worten stehen, Herrn Heil. Es ist Ihre Entscheidung: Stehen Sie zu den Repressalien oder zu den Diskurs-Suchenden?