Yoga im Deutschen Bundestag. Foto mit MdB Henri Schmidt und His Excellence indischer Botschafter Ajit Gupte
Anlässlich der Feiern zum International Day of Yoga durfte ich im Deutschen Bundestag über „Yoga in Deutschland“ sprechen – vor Abgeordneten, Vertreterinnen und Vertretern der indischen Botschaft, der indischen Gemeinschaft und der hinduistischen Gemeinschaft.
Meine zentrale Botschaft:
Yoga ist in Deutschland nicht erst angekommen, als Yogamatten in Fitnessstudios lagen.
Yoga und indisches Denken haben Europa – und besonders Deutschland – viel früher und tiefer geprägt, als uns meist bewusst ist.
Manchmal direkt: durch Begegnungen, Übersetzungen, Lehrer, Bücher und Praxis.
Manchmal indirekt: durch Philosophie, Romantik, Psychologie, Naturheilkunde, Lebensreform und moderne Gesundheitskultur.
Und manchmal so tief, dass wir heute gar nicht mehr erkennen, woher manche Selbstverständlichkeiten kommen:
Dass der Mensch seinen Geist schulen kann.
Dass Körper, Atem und Bewusstsein zusammengehören.
Dass innere Freiheit wichtiger ist als äußere Umstände.
Dass Religion nicht nur Glaube ist, sondern Erfahrung werden kann.
Dass Frieden nicht zuerst ein politischer Vertrag ist, sondern eine Fähigkeit des Bewusstseins.
Yoga stammt aus dem Hindu Dharma. Es ist ein großer Strom indischer Weisheit. Und gerade weil Yoga tiefe Wurzeln hat, kann es weit verbinden.
In meinem Vortrag habe ich vier Linien aufgezeigt, in denen Yoga Deutschland mitgeprägt hat:
Selbstbeherrschung, Gleichmut und ethisches Handeln
Innerlichkeit, Selbsterfahrung und die deutsche Romantik
Gesundheitskultur, Naturheilkunde und ganzheitliches Leben
Religion als Erfahrung – nicht nur als Bekenntnis
Yoga ist nicht Weltflucht. Yoga ist Schulung des Menschen, damit er in der Welt klarer handeln kann.
Gerade heute ist das wichtig.
Wir leben in einer Zeit äußerer Krisen und innerer Unruhe. Viele Menschen sind dauernd informiert, aber nicht ruhig. Dauernd vernetzt, aber nicht wirklich verbunden. Dauernd aktiv, aber nicht bei sich.
Yoga stellt eine unbequeme Frage:
Wie wollen wir die Welt ordnen, wenn unser eigener Geist in Unordnung ist?
Bevor wir Frieden fordern, müssen wir Frieden üben.
Bevor wir Dialog verlangen, müssen wir zuhören lernen.
Bevor wir andere führen, müssen wir lernen, uns selbst zu führen.
Dass Yoga im Deutschen Bundestag praktiziert und reflektiert wird, ist ein starkes Zeichen: Die Weisheit Indiens kann beitragen zu Gesundheit, Bildung, Dialog, Demokratie und Frieden.
Herzlichen Dank an Henri Schmidt MdB für die Einladung und Initiative.
Danke an Seine Exzellenz Botschafter Ajit Gupte und die Vertreterinnen und Vertreter der indischen Botschaft für ihre Präsenz.
Danke an Dr. Rajesh Mishra aus Bremen für eine wunderbare Yogastunde.
Danke an Sanjay Tambe für die Meditation mit vedischen Mantras.
Danke an Rakesh Veauli für seine verbindenden Worte als Vertreter der indischen Diaspora.
Und danke an Shankari, Valerie und Jnanadev von Yoga Vidya für ihre Unterstützung und Präsenz.
Ich danke Indien für dieses große Geschenk an die Menschheit. Ich danke den indischen Lehrern, Meistern und Traditionen, die Yoga über Jahrtausende bewahrt haben.
Möge Yoga in Deutschland nicht nur populär bleiben, sondern tief.
Nicht nur Bewegung, sondern Bewusstsein.
Nicht nur Entspannung, sondern Transformation.
Nicht nur Methode, sondern Brücke.
Namaste.
Die Wahrheit zu erkennen, die hinter allen Erscheinungen liegt, ist wahre Weisheit. Dann entdeckst du das Schönste im Innersten deines Wesens.
#YogaVidya#SwamiSivananda#Weisheit#Vedanta
Das Gebet ist keine Bitte. Es ist die Sehnsucht der Seele nach Vereinigung mit Gott.
Swami Sivananda
Mit seinen Worten öffnete er Herzen und führte Menschen zum inneren Frieden. #YogaVidya#SwamiSivananda