Falls jemand heute in Wien auf einem Gebrauchtfahrradmart ein schwarzes e-Yoonit Lastenrad sieht, vielleicht sogar mit einem ungewöhnlichen flachen Aufbau, schickt mir bitte eine Nachricht. Von mir hat sich gestern jemand so ein Rad jemand ausgeborgt
Viele behaupten, Sprachwissenschaftler brauche kein Mensch. Germanisten, Anglisten, Linguisten – brotlose Kunst. Was will man mit denen?
Nun ja.
Am Samstag hat der US-Außenminister in München eine Rede gehalten, in der er 500 Jahre Kolonialismus als zivilisatorische Glanzleistung feierte, anti-koloniale Befreiung als Anfang vom Untergang beklagte und das US-Außenministerium anschließend ein Sharepic mit dem Satz veröffentlichte: „We do not want allies to be shackled by guilt and shame.”
Der Saal gab Standing Ovations. Deutschlands Außenminister nannte den Mann danach „a true partner”. Der Verteidigungsminister fand den Ton „beruhigend”.
Ich bin Germanistin. Ich habe die Rede beim ersten Hören verstanden. Nicht weil ich klüger bin als ein Minister. Sondern weil es mein Beruf ist, Sprache zu lesen – nicht nur die Worte, sondern was dahinter steht. Subtext. Konnotation. Framing. Das, was zwischen den Zeilen passiert, während man noch das Wort „Zivilisation” verdaut.
Sprachwissenschaftler werden darauf trainiert, genau das zu hören, was der Sprecher sagen will, ohne es auszusprechen. Wir hören, wenn jemand „Erbe” sagt und „Überlegenheit” meint. Wir hören, wenn jemand „Erneuerung” sagt und „Revision” meint. Wir hören, wenn jemand „Schuld und Scham” sagt und damit die Erinnerungskultur eines ganzen Kontinents zur Disposition stellt.
Es gibt Dolmetscher in diesen Delegationen. Es gibt Redenschreiber. Es gibt sicherheitspolitische Berater, wirtschaftspolitische Berater, militärische Berater.
Aber gibt es jemanden, der im Saal sitzt und in Echtzeit sagt: „Achtung. Der hat gerade den westlichen Kolonialismus als goldenes Zeitalter verkauft. Nicht klatschen”?
Offenbar nicht.
Ich frage mich manchmal, ob nicht der ein oder andere Konflikt in der Geschichte hätte anders verlaufen können, wären Sprachprofis an den richtigen Stellen gesessen. Nicht als Übersetzer. Als Versteher.
Brotlose Kunst, sagen sie.
Am Samstag in München wäre sie unbezahlbar gewesen.
Die letzte Perle!
Die Mutperlen der Kinderkrebshilfe waren eine besonders kraftvolle Motivation für unser Kind.
Jede Perle steht für eine überstandene Hürde, eine Behandlung oder einen Eingriff. Schritt für Schritt wächst so eine lange, bunte Kette, in der jeder Stein seine ganz eigene Geschichte erzählt.
Nach 11 Monaten Kampf gegen die Krebserkrankung besitzt unser Kind ein Perlentagebuch, das vom Hals bis zum Boden und wieder zurück reicht. Und er trägt es mit Stolz!!!
Viele bunte Kugeln zum Erzählen und Erinnern. Große Meilensteine und schwere Tage, an denen nur noch Schlafen möglich war (grüne Perle), aber auch pinke Perlen für die „superguten Tage“ mit Fußball in der Physiotherapie, Cliniclowns-Besuchen und dem Basteln seiner Löwenlaterne.
Hart verdiente Chemotherapie- und Operationskugeln sowie Einmaliges, wie die kleine Perlenschildkappe, die den Haarausfall begleitet hat.
Möchtest du, dass auch in Zukunft schwerkranke Kinder auf diese Weise Mut schöpfen können? Dann unterstütze die Kinderkrebshilfe Wien:
https://t.co/iYKKpWtHJd
#fuckcancer #cancer #kinderkrebs
Ich nutze mal meine Reichweite, bitte retweet:
Weiß jemand wie ich in Shanghai einen Babysitter finden kann? Möglichst deutsch-, japanisch- oder im Notfall Englisch-sprachig. Für 3 Tage, halbtags, im März.