misanthropisches Exemplar einer negativ konnotierten Untergruppe einer potenziell zerstörerischen Spezies, zwischen amüsiert und zynisch, studiert, berufstätig.
@JuergenZimmerer Da ja Ihre "Forschungsstelle" geschlossen ist, können Sie ja als kompetenter Kampfsportler das Polizeitraining dahingehend optimieren, dass Beamte auf engstem Raum Menschen mit zwei großen Messern entwaffnen können, ohne selbst ein Risiko einzugehen - Zimmerer, übernehmen Sie!
Es gibt dazu so viel zu sagen. An erster Stelle stünde: es ist beschämend, dass wir das—den „Genozidvorwurf“— überhaupt ernsthaft diskutieren müssen.
Ein sichtbares Zeichen dieser Scham ist für mich, dass bis heute jeder den 2024 erschienenen „Report“ von Amnesty International achselzuckend Kenntnis nimmt, der selbst klar sagt, es handelt sich nicht (!) um einen Völkermord, man solle es aber entgegen der bisherigen Rechtslage (!) so werten. Das halte ich schon für zynisch. Der dringend erforderliches Skandal blieb bis heute aus, das Wort ist mittlerweile überall zu hören.
Tragisch ist, dass die dadurch möglicherweise absichtlich überladene Debatte mit diesem Triggerwort dazu geführt hat, dass keine sachliche und auch keine kritische Auseinandersetzung über den Krieg in Gaza mehr möglich war.
Ja, es ist ohnehin schwierig, ganz besonders in Deutschland, über kriegerische Ereignisse anders zu sprechen als nach dem Muster „oh Gott, wie schlimm“ und „beide Seiten“. Das sehen wir nicht nur im Nahen Osten, sondern überall auf der Welt, in den letzten Jahren auch in der Ukraine. wir können uns das aber eigentlich gar nicht mehr leisten, auf einem nihilistischen Niveau a la Ole Nymoen zu „debattieren“.
Den Realitäten des Krieges, von denen nur wir auf einer Insel des Glücks seit Jahrzehnten verschont sind, muss man sich anders stellen.
Und das gilt überall auf der Welt, aber in ganz besonderem Maß für Deutsche, wenn sie den Fokus auf Israel legen.
Würde man nur zu einer sachlich haltbaren Diskussionebene finden und bestimmte Realitäten anerkennen, dann wäre das Fenster tatsächlich in beide Richtungen geöffnet. Man könnte nämlich die außerordentlichen auch humanitären Leistungen der IDF anerkennen und sogar würdigen, gleichzeitig aber Kritik üben, ohne sich im Geringsten dem Vorwurf antisemitischer Tendenzen aussetzen zu müssen.
Insbesondere in den operativen Rängen der IDF werden Sie niemanden finden, der bestreitet, dass die Mobilisierung von fast 300.000 Reservisten in verschiedensten Lebenslagen und aus allen politischen Ecken in einem dermaßen intensiven Konflikt nicht zu Verstößen gegen Disziplin, Völkerrecht und vor allem israelisches Recht geführt hätte.
Es gibt 1400+ Verfahren der Militärstaatsanwaltschaft wegen solcher Vorfälle, von denen man weiß. Zu Ehrlichkeit würde aber eben dazugehören anzuerkennen, wie intensiv sich die IDF auch strukturell um rechtliche Compliance in einem historisch und global einzigartigen Städtekrieg bemüht.
Der Grund, warum auch ich immer wieder den Vorwurf antisemitischer Motivation beim Thema Israelkritik erhebe, ist genau dieser: es läuft doch auf einer Verteufelung von 🇮🇱 hinaus, die dermaßen unseriös ist, dass man echte Probleme gar nicht mehr diskutieren kann.
Und deswegen stelle ich die Ernsthaftigkeit der Leute, die ständig von Genozid reden, generell infrage.
@polenz_r Als Staatsbürger auf jeden Fall. Allerdings sehe ich keinen Grund für zwei Staatsbürgerschaften. Unter dem Aspekt der kulturellen Integration muss das schon differenzierter gesehen werden.
@Zanderplatz@SophiaKissling Natürlich ist die kulturelle Sozialisation ganz irrelevant. Wo kämen wir da sonst hin. Merkwürdig nur, dass sich die pol. und gesellsch. Bedingungen bei unterschiedlichen Gruppen so unterschiedlich auswirken.
@goerkemcetin Preußisches Kaiserreich von 1810 🤡. Ich hoffe, du willst nicht Geschichtslehrer werden. Falls du es ins Referendariat schaffst, steht deinen Ausbildern jedenfalls ein harter Job bevor.