Eigentlich wollte ich dazu nichts sagen, aber die Reaktionen auf die Nachricht, dass @abaerbock @UN_PGA eine Professur an der @Columbia University übernehmen soll, sind so ekelhaft, dass ich mich als Frau dazu äußern muss! Was bei männlichen Politikern nach ihrem Ausscheiden aus einem Amt Gang und gäbe ist, ist nat��rlich bei einer Frau unverzeihlich.
Nicht Annalena #Baerbock ist das Problem, sondern das Patriarchat und die tausenden menners in Deutschland, die den Mund vor lauter Schnappatmung nicht zu bekommen. Weil eine Frau einen Posten bekommt, für den sie auch noch qualifiziert ist. Unerhört!
An diesem Shitstorm beteiligen sich auch zahlreiche männliche Journalisten in Deutschland. Als hätten wir auf der Welt nicht genug Krisen, über die berichtet werden könnte. Ernsthaft: WTF?!! Habt ihr nichts Besseres zu tun?
Und jetzt zu den Fakten: Für die praxisorientierte (!) #Professur an der Columbia braucht man weder Doktortitel noch Habilitation. Zwei Minuten Internetrecherche reichen aus, um wissen zu können, dass das US-Hochschulsystem nicht so starr wie das deutsche ist. Aber wenn die Misogynie kickt, setzt jegliches Denken aus.
Es vergeht kein Tag, an dem nicht versucht wird, uns zu attackieren, zu dämonisieren, uns Dinge in den Mund zu legen, die wir nie gesagt haben – nur weil wir Frauen sind.
Es zeigt wieder einmal, weshalb Kristina Lunz und mir es so auf den Nägeln brannte, unser Buch „Wer hat euch erlaubt, Frauen so zu hassen?” zu verfassen. Weil wir es so satt haben! Und wir sind immer noch nicht wütend genug – dabei bleibe ich! Lasst uns weiter wütend bleiben, auch für die nächsten Generationen.
Friedrich Merz spricht heute von „Hitze und Dürre der letzten Wochen“ und davon, nun „langfristige Lehren“ ziehen zu wollen. Der Mann tut so, als hätte Deutschland gerade überraschend ein paar heiße Wochen erlebt. Seit Jahren verlieren unsere Böden & Grundwasserspeicher enorme Mengen Wasser. Ende 2025 lag das Defizit bei rund 25 Milliarden Tonnen. Gletscher verschwinden, Landwirtschaft kämpft mit Dürre und Ernteausfällen, Hochwasser und Extremhitze gehören längst zur deutschen Realität. Und 2026 entdeckt der Bundeskanzler nach einem Waldbrand plötzlich „konkreten Handlungsbedarf“. Das ist keine neue Erkenntnis. Das ist politisches Versagen, das sich als Erkenntnisgewinn verkleidet.
Wer nach Jahren wissenschaftlicher Warnungen immer noch spricht, als beginne die Klimakrise gerade erst, hält die Bevölkerung entweder für vergesslich, oder für dumm.
Unsere vielleicht längste und tiefgreifendste Recherche bisher zur kommenden Wahl als Video. Wir haben das Wahlprogramm der #AfD#SachsenAnhalt komplett gelesen und seziert. Und erklären, wie du jetzt direkt ihre Machtergreifung verhindern kannst: https://t.co/EvG6PRGHmz
36 Milliarden Euro Schaden. In einem einzigen Hitzesommer. Ernteausfälle, Waldbrände, Gesundheitskosten, Produktionsverluste. Seit Jahren erzählt man uns, Klimaschutz sei „zu teuer“.
Vielleicht sollte man langsam einmal ausrechnen, was es kostet, ihn nicht zu machen.
Das neue Heizungsgesetz von Schwarz-Rot ist ein Desaster. Der Wissenschaftliche Dienst nimmt auch die Nachbesserungen auseinander: Die Pläne widersprechen sich selbst, zentrale Änderungen laufen rechtlich ins Leere und die verfassungs- und europarechtlichen Bedenken bleiben bestehen. Scheitern mit Ansage.
1824: Treibhauseffekt entdeckt
1896: Klimawandel entdeckt
1957: CO2-Anstieg bewiesen
1988: IPCC gegründet
2015: 195 Staaten unterzeichnen Pariser Klimaabkommen
2021: IPCC: Klimawandel „zweifelsfrei“ menschengemacht
2023: Neuer globaler Hitzerekord
2024: Neuer globaler Hitzerekord
2026: Afd Chef Tino Chrupalla im Sommerinterview:
„Wir halten den Anteil des menschengemachten Klimawandels für sehr gering“
Diese Dummheit und abgrundtiefe Ignoranz gegenüber der Realität ist so unfassbar. Und fast jeder 3. Deutsche wählt sowas. Das sie sich nicht in Grund & Boden schämen🤦♂️
Schöner Werbeblock für die AfD im ZDF. Alice Weidel bekommt fast 20 Minuten, um „alles kaputt“, „Grenzen zu“, „Schengen raus“, „Syrier zurück“, „Flachzangen da oben“ und den ganzen Rest ihres Narrativs herunterzubeten. Und Thomas Schmieße? Stellt zwischendurch mal eine Frage, lässt sie dann aber wieder minutenlang senden. Wer eine rechtsextreme Partei „entzaubern“ will, müsste ihre Behauptungen zerlegen. Nicht ihr zur besten Sendezeit eine Bühne für den kompletten Wahlkampfspot bauen.
Der ÖRR ist Teil des Problems.
Falls sich jemand fragt, warum von Klaus Müller von der @bnetza keine öffentliche Kritik an Katherina Reiche zu hören ist; das hier könnte der Grund sein:
Katherina Reiche möchte nicht, dass Privatpersonen ihre EAutos als Batteriespeicher verwenden. Darum wird das Gesetz, auf das die Automobilindustrie positiv mit hohen Investitionen reagiert hat, wieder abgeschafft. Der wirtschaftliche Schaden geht in die Milliarden.
Das Klimaschutzgesetz schreibt Klimaneutralität bis 2045 vor. Doch wenn die Merz-Regierung schon bestehende Vorgaben einfach ignoriert, helfen auch neue Gesetze wenig.
„Da wird weder das Gesetz ernst genommen, noch das Bundesverfassungsgericht als Institution.“ – Miriam Schröder
Reiche muss weg. Wer erst wirtschaftspolitische Fehler produziert und dann so tut, als ließe sich das mit ein paar flotten Sätzen wegmoderieren, hat den Ernst der Lage nicht verstanden. „Merz muss weg“ ist eine andere Baustelle. Aber bei Reiche ist die Geduld längst aufgebraucht.
Wohlhabende Menschen wählen seit Jahrzehnten Parteien, die ihre Vermögen, Erbschaften und Eigentumsinteressen schützen und niemand fragt, wie „geschichtsvergessen“ das ist. Aber wenn Mieter eine Partei wählen, die ihre Miete senken und große Wohnungskonzerne vergesellschaften will, ist plötzlich die SED das Thema. Reiche wählen nach ihren materiellen Interessen. Arme und Mieter sollen offenbar aus historischen Gründen dagegen wählen.🤦🏻♂️
Kanzler Merz will "den Klimawandel zurückdrängen".
Das kann er gar nicht.
Man kann versuchen, den Klimawandel zu stoppen, indem die Menschheit auf fossile Brennstoffe verzichtet: ab 2030 Null-CO2.
Oder man versucht sich an die Folgen des Klimawandels anzupassen: Hitze, Dürre. 1/3
Katherina Reiche wollte das Lieferkettengesetz politisch abschaffen. Dafür gab es im Bundestag keine Mehrheit. Also passiert offenbar etwas anderes: Der Vollzug wird ausgehöhlt.
Von 101 vorgesehenen Stellen arbeiten nur noch 38 tatsächlich an der Kontrolle. 2026 wurden weder neue Bußgeldverfahren aufgrund von Hinweisen noch eigenständige Prüfungen begonnen. Zuvor waren es Hunderte.
Und laut Frontal-Recherche hat Reiches Ministerium die Behörde sogar angewiesen, Berichte nicht mehr zu prüfen und Bußgelder nur noch in „schweren“ Fällen zu verhängen. Ein geltendes Gesetz durch ministerielle Weisung faktisch leer laufen zu lassen, weil man es parlamentarisch nicht abschaffen kann, ist kein Bürokratieabbau. Das ist ein rechtsstaatlicher Skandal.