Früher war Homosexualität für mich Privatsache. Sie war nie der Mittelpunkt meines Lebens, nie meine Identität im Ganzen, sondern ein Merkmal unter vielen.
Die größte Errungenschaft der Emanzipation bestand für mich darin, dass andere Orientierungen für Millionen Menschen zur Nebensache werden konnte. Nicht besondere Aufmerksamkeit war das Ziel, sondern Normalität. Nicht permanente „Sichtbarkeit“, sondern die Freiheit, nicht ständig über die eigene Besonderheit definiert zu werden.
Jede Regenbogenflagge, die ein Konzern, eine Behörde oder ein gar nicht betroffener Aktivist hisst, signalisiert heute dieselbe ungebetene Botschaft, verpackt als Solidarität:„Du bist anders. Du bist besonders. Du brauchst unsere grandiose Sichtbarkeit. Wir verschaffen sie dir endlich und fühlen uns dabei wie Erich Schmidt-Leichner!“
„Dankeschön. Fast hätte ich vergessen, homosexuell zu sein“, denke ich jedes Mal. Bloß: warum müsst ihr mir das ständig mitteilen? Ich weiß bereits, dass ich schwul bin.
Aus einem Symbol der Emanzipation ist vielerorts ein Moral-Accessoire der Nichtbetroffenen geworden. Diese erinnern mich täglich daran, dass ich doch bitte als kollektiviertes Gruppenmitglied für ihren Distinktionsgewinn zur Verfügung zu stehen habe. Das Problem ist nicht einmal, dass dies bewusst geschieht, sondern dass diese Form der Symbolpolitik Unterschiede voraussetzt und sie deshalb ständig reproduziert.
Je erfolgreicher die gesellschaftliche Normalisierung war, desto stärker scheint heute das Bedürfnis gar nicht betroffener Heterosexueller mit stellvertretender Diskriminierungserfahrung zu werden, die Unterschiede erneut hervorzuheben.
Stellen Sie sich vor, Sie sitzen im Rollstuhl. Nichtbehinderte beginnen, Rollstuhl-Flaggen zu hissen und rufen Ihnen „Empowerment!“ zu. Oder sie schieben Sie, tief bewegt und tränengerührt von der eigenen Großzügigkeit, ungefragt über die Straße und erwarten dafür Applaus, den sie dann auch noch von den Passanten bekommen.
Die meisten Betroffenen haben vermutlich einen deutlich pragmatischeren Wunsch:
- Repariert den Aufzug.
- Baut reale Barrieren ab.
- Behandelt mich nicht ständig als Sonderfall.
Genau darum geht es. Viele „Betroffene“ wollen keine neopaternalistische Fürsorge. Sie wollen Indifferenz gegenüber Merkmalen, die für die Beurteilung ihres Menschseins keine Rolle spielt.
Mittlerweile geht diese permanente, peinliche und inflationäre Hervorhebung an die Psyche. Denn sie macht aus „Betroffenen“, die einfach ihr Leben leben wollen, Betroffene.
Das Absurde an diesem System ist seine Aggressivität gegenüber Abweichlern. Wer die gekaperte Regenbogensymbolik kritisiert, erntet selten Reflexion. Die Maske der Toleranz fällt oft erstaunlich schnell. An ihre Stelle treten Pathologisierungen wie die angeblich „internalisierte Homophobie“ oder sogar absurde historische Ernst-Röhm-Vergleiche. Es scheint für einige Regenbogenbeflaggte außerhalb der Vorstellungskraft zu liegen, dass diese ständige Signalisierung eines Machtgefälles zwischen Markierenden und gegen seinen Willen Markiertem paternalistisch und peinlich wirkt.
Leider ducken sich meinungsführende Medien vor dieser Debatte weg oder fördern sie aktiv durch die Konstruktion einer angeblich gemeinsamen „LGBTQIA+-Community.“ Eine solche Gemeinschaft kollektiver „Opfer“ existiert nicht, hat nie existiert und wird nie existieren. Wir sind Individuen und keine Marketing-Cluster für das eigene gute Gewissen.
@isaacrrr7 Es gibt ca 24% Muslime und 0,2% Prozent Juden auf der Welt. Wer also ist hier die unterdrückte Minderheit? Sie hassen die Juden und wollen das einzig sichere Land für sie von der Weltkarte tilgen. Deshalb halte ich zu Israel.
Davor warnen wir Iraner seit Jahren — und werden dafür von Linksextremen und ihren islamistischen Freunden als „islamophob“ diffamiert.
Diese Unterwanderung gibt es aber auch innerhalb linker Medien. Dort werden iranische Frauen wie ich, die den Islamismus und Antisemitismus kritisieren, als „Hasspredigerinnen“ bezeichnet.
Einige dieser LARPs geben sich als Journalisten aus, sind aber zugleich Islamismus-Lobbyisten im NGO-Umfeld. Erkennbar wird das an ihrem Judenhass, den sie als „Israelkritik“ tarnen und über BDS-Relativierungen salonfähig machen wollen.
"Bush Flying" in der Wildnis von Kanada oder Alaska... Das ist eine der Sachen, von denen ich schon seit vielen Jahren träume, zu denen es aber vermutlich nie kommen wird.
https://t.co/IHEjlgIt0B
"Studien zeigen, dass sich narzisstisch geprägte Personen, die nach Anerkennung, Kontrolle und moralischer Überlegenheit streben, überdurchschnittlich stark engagieren."
Das Verhalten mancher sogenannter „Allys“ wird in der Studie zum Dark-Ego-Vehicle-Principle (DEVP) treffend beschrieben (Krispenz, A., & Bertrams, A. (2024). The dark-ego-vehicle principle in the context of LGBQ and gender identity activism. Archives of Sexual Behavior, 53(9), 3357–3380. https://t.co/kezKQttR3n).
Die Studien zeigen, dass sich narzisstisch geprägte Personen, die nach Anerkennung, Kontrolle und moralischer Überlegenheit streben, überdurchschnittlich stark engagieren.
Zwar kann altruistische Motivation ebenfalls eine Rolle spielen, doch warnen die Autoren, dass narzisstische „Ego-Hijacker“ die Glaubwürdigkeit sozialer Bewegungen gefährden, da sie nicht für die Sache kämpfen, sondern Minderheiten als Opfer betrachten, die sie für den eigenen Distinktionsgewinn instrumentalisieren.
Die langfristige Folge ist ein Erosionsphänomen: Menschen, die sich früher bescheiden und ohne Verlangen nach Applaus für Schwule wie mich eingesetzt haben, wenden sich heute angewidert ab. Sie befürchten, mit jenen gleichgesetzt zu werden, die Minderheiten nur als Bühne benutzen. Wenn Hilfe nicht mehr als Mitmenschlichkeit wahrgenommen wird, sondern als Instrument moralischer Selbsterhöhung, wird echtes Engagement verdächtig. Die allgemeine Empathie erkaltet nicht aus Feindseligkeit, sondern weil niemand mehr riskieren will, als Teil einer ideologischen Selbstinszenierung zu gelten.
Die Verursacher dieser Entwicklung schmücken sich derweil weiter mit den von unserer Bewegung gekaperten Symbolen und treiben eine längst liberale Gesellschaft - über achtzig Prozent haben laut Umfragen kein Problem mit gleichgeschlechtlichen Beziehungen - in die Reaktanz.
Als Betroffener werde ich den Mund aufmachen, damit erkennbar wird, wer uns angeblich retten will und dabei vor allem sich selbst meint.
@oidonhagouda The situation is similar here in Germany. Hairdressing is a profession that requires three years of training. There are now countless so-called “barber shops” where immigrants without formal training work in order to circumvent government regulations.
Was in Flensburg geschehen sein soll, wäre kein „Missverständnis“, sondern ein rechtsstaatlicher Offenbarungseid:
In einem Verfahren über einen Aushang „Juden haben hier Hausverbot“ in einem Geschäft soll eine Jüdin vor Betreten des Gerichtssaals gezwungen worden sein, ihren Davidstern abzulegen - nicht einmal verdeckt durfte sie ihn tragen.
Falls dieser Bericht zutrifft, wäre das skandalös.
Ein Davidstern ist kein Transparent. Kein Störmittel. Keine Provokation. Er ist Ausdruck jüdischer Identität.
Wer ausgerechnet bei einem Volksverhetzungsprozess wegen Judenhasses jüdische Sichtbarkeit aus dem Gerichtssaal entfernt, sendet ein verheerendes Signal: Nicht der Antisemitismus stört - sondern das sichtbare Jüdischsein.
Das wäre untragbar.
Wir apellieren an die Justizministerin Prof. Dr. Kerstin von der Decken und der Justiz Schleswig-Holstein:
1. Klären Sie den Vorgang öffentlich auf
2. Es braucht dann ggf. eine Entschuldigung gegenüber der betroffenen Jüdin
3. Erteilen Sie die klare dienstliche Anweisung: Davidstern, Kippa und andere religiöse Symbole dürfen ohne konkrete Störungslage nicht verboten werden
4. Veranlassen Sie eine antisemitismussensible Schulung des Sicherheitspersonals
Der Rechtsstaat muss Judenhass bekämpfen - nicht jüdische Identität aus seinen Sälen entfernen.
https://t.co/nDdIiZiAhF
@MJG_SH@Land_SH
#Antisemitismus #Flensburg #SchleswigHolstein
Europa, dümmer als die Polizei erlaubt.
Russische Frachter wie die „Arne“ pendeln munter zwischen St. Petersburg und Irland, versorgen die Waffenfabriken – und „zufällig“ lassen sie Anker genau über transatlantischen Datenkabeln schleifen.
Europa registriert, notiert, eskotiert und macht weiter Business as usual.
Fazit: Dieses Europa ist nicht nur naiv, es ist selbstmörderisch.
Seit heute weiß ich: Die Berufungsverhandlung im Verfahren, das Frau Maur gegen mich führt, findet am 9. Juli vor dem Kammergericht Berlin statt. Es ist noch nicht klar, ob die Richter einer Videoverhandlung zustimmen – wie im ersten Termin zum Eilverfahren. Wir haben in diesem Rahmen Anschlussberufung zum von mir verlorenen 1/4 eingelegt. Wer mich in diesem Verfahren weiterhin unterstützen will, kann bei den @FrauenHeldinnen eine steuerabzugsfähige Spende tätigen. Link im Kommentar.
Ein Gesetz, das die Lüge erzwingt vernichtet den Rechtsfrieden.
Es gibt kein Menschenrecht auf die Lüge und auf die Anerkennung als ein anderes Geschlecht als das Tatsächliche.
Jedes Konstrukt, das um Trans gewoben wurde diente immer nur der Verschleierung. Ein System, dass mit Lügen beginnt und mit Lügen endet, kann und darf in einer Demokratie keinen Bestand haben.
🕯️ Am 1. Juni 2019 wurde Walter Lübcke von einem Anhänger der „Alternative für Deutschland“ ermordet. Lübckes Mut, seine Menschlichkeit und sein Einsatz für die Demokratie bleiben unvergessen und stehen für den besten Teil des deutschen Konservatismus.
@monimcclane Hahaha... Ob die wissen, das die UV Strahlung der Sonne auch gegen Bakterien hilft? Wohl eher nicht. Ich hänge Wäsche am liebsten zum trocknen auf den Balkon... Wind und Sonne sind einfach das beste.