Immer wieder Geheimtreffen mit Russen, immer wieder Baku, immer wieder fliegt es auf. Heute mit Karacho vor den Kameras der ganzen Welt.
Denn ausgerechnet bei der heutigen Pressekonferenz mit Bundeskanzler Friedrich Merz wird Aserbaidschans Präsident Ilham Aliyev nach dem gefragt, was „Kontraste“ und die ZEIT in Baku aufgedeckt haben: Gab es dort ein Geheimtreffen zwischen ehemaligen deutschen Spitzenpolitikern und hochrangigen Vertretern aus Putins Umfeld?
Merz erklärte heute:
„Mir ist von einem solchen Treffen nichts bekannt.“
Aliyev hingegen hatte seine Hausaufgaben gemacht. Anhand der Daten seines Grenzschutzes bestätigt er die Anreise der Beteiligten: Matthias Platzeck und Ronald Pofalla kamen am 12. Juli aus Berlin. Anschließend reisten Putins Vertraute Viktor Subkow und Waleri Fadejew an.
Tage vor der heutigen Pressekonferenz hatte der RBB beim Kanzleramt nachgefragt, welche Kenntnis es von diesem Treffen habe. Die Antwort:
„Es handelt sich nicht um eine Initiative des Bundeskanzleramtes. Darüber hinaus können wir Ihnen nichts mitteilen.“
Aber wer trifft sich dort eigentlich mit wem?
Matthias Platzeck war SPD-Vorsitzender und Ministerpräsident Brandenburgs, bis März 2022 außerdem Vorsitzender des Deutsch-Russischen Forums. Er galt über Jahre als einer der prominentesten deutschen „Putin-Versteher“ und wurde von Russland mit dem „Orden der Freundschaft“ ausgezeichnet. Nach Beginn des Großangriffs auf die Ukraine räumte er „Fehleinschätzungen“ ein. Seine Kontakte nach Russland setzte er fort.
Ronald Pofalla war von 2009 bis 2013 Kanzleramtschef unter Angela Merkel und damit auch für die Koordination der deutschen Nachrichtendienste zuständig. Zugleich war er lange Co-Vorsitzender des Petersburger Dialogs. Er trifft Putins Leute nicht als politischer Neuling, sondern als alter Bekannter.
Begleitet wurden beide von Tim Guldimann, dem früheren Schweizer Botschafter in Berlin und ehemaligen OSZE-Sondergesandten für die Ukraine.
Und auf russischer Seite?
Viktor Subkow war russischer Ministerpräsident, ist seit 2008 Aufsichtsratsvorsitzender von Gazprom, gilt als enger Vertrauter Putins und führte jahrelang die russische Seite des Petersburger Dialogs.
Alexej Gromyko leitet das Europa-Institut der Russischen Akademie der Wissenschaften. Sein Institut verfasste ein vertrauliches Papier für den Kreml, das „Kontraste“ und die ZEIT enthüllten.
Darin wird empfohlen, über bestehende Kanäle „die Angst der deutschen Bevölkerung vor einem möglichen Konflikt zwischen der NATO und Russland zu verstärken.“
Die Baku-Runde passt erschreckend genau in dieses Konzept: alte politische Netzwerke, vertrauliche Gespräche und keinerlei öffentliche Rechenschaft darüber, was dort verhandelt wird.
Mit am Tisch saß außerdem Waleri Fadejew, Putins sogenannter Menschenrechtsberater. Wegen Kriegspropaganda und Desinformation steht er auf der EU-Sanktionsliste und darf nicht in die Europäische Union einreisen.
Das sind keine gemäßigten russischen Oppositionellen und keine unabhängigen Brückenbauer. Es sind Vertreter und Funktionäre des Putin-Systems.
Am 12. Juli entdeckten RBB- und ZEIT-Reporter Platzeck, Pofalla und Guldimann offenbar zufällig auf dem Flug nach Baku. In Aserbaidschan blieben sie ihnen auf den Fersen. Sie filmten die deutsche Delegation am Flughafen, fanden am Abend die russischen Teilnehmer in einem Restaurant und dokumentierten am nächsten Morgen, wie beide Seiten im „Four Seasons“ zu einem rund vierstündigen Gespräch zusammenkamen.
Als Platzeck und Pofalla das Hotel verließen und gefragt wurden, worüber sie mit den Russen gesprochen hatten, antworteten sie nicht. Sie teilten lediglich mit, dass sie preiswerter als im „Four Seasons“ untergebracht seien und ihre Reise selbst bezahlten.
Zur Sache: Schweigen. Zur Hotelrechnung: Alles privat. Na, dann ist ja gut. Nicht!
Es war bereits das fünfte Treffen dieser Art, von dem wir wisssen. Seit April 2024 kommt die Runde regelmäßig in Baku zusammen. Die russische Seite führt sie unter dem Namen „Petersburger Dialog“. Dieses Gesprächsformat wurde 2001 von Gerhard Schröder und Wladimir Putin gegründet. Die deutsche Seite hatte es nach dem russischen Großangriff auf die Ukraine offiziell eigentlich aufgelöst.
Roderich Kiesewetter nennt diese Treffen bei „Kontraste“ eine Schattendiplomatie, welche die Isolierung Russlands und Deutschlands klare Position an der Seite der Ukraine unterlaufe.
Sein Verdacht: Es gehe auch um Energiepolitik und die Wiederbelebung alter Wirtschaftsbeziehungen.
Ausgerechnet Platzeck und Pofalla, die zu den politischen Netzwerken jener Zeit gehörten, in der Deutschland sich vom russischen Gas abhängig machte.
Sarah Pagung von der Körber-Stiftung sieht im selben Kontraste-Beitrag ebenfalls jene alten Netzwerke am Werk, die Deutschlands Russlandpolitik über Jahrzehnte fehlgeleitet hätten. Sie hält es für wenig ratsam, ausgerechnet ihnen diese Kontakte erneut zu überlassen.
Deutsche Sicherheitsbehörden, so der TV-Beitrag weiter, bewerten die Treffen als russische Einflussoperation, als Versuch, gezielt auf die deutsche Politik einzuwirken.
Und nun also die heutige Pressekonferenz.
Der Präsident Aserbaidschans weiß anhand der Daten seines Grenzschutzes mehr über die deutsch-russische Schattendiplomatie in seinem Land als der deutsche Bundeskanzler angeblich über ehemalige deutsche Spitzenpolitiker, die sich dorthin aufgemacht haben.
Entweder wurde Merz trotz der konkreten RBB-Anfrage nicht informiert. Oder er wählt eine Formulierung, die ihm politisch Luft verschaffen soll.
Beides verlangt dringend nach Aufklärung.
Schon im Mai 2025 wurde eines dieser Geheimtreffen öffentlich. Damals war mit Ralf Stegner sogar ein amtierender SPD-Bundestagsabgeordneter dabei. Echte Aufklärung gab es nicht. Stegner erklärte lediglich, wie wichtig es sei, im Gespräch zu bleiben.
Statt der Sache auf den Grund zu gehen, gingen die Treffen einfach weiter.
Und nun erfährt der Bundeskanzler davon angeblich erst neben Aliyev vor laufenden Kameras.
Deutschland, wir haben ein Problem.
Dieser unverschämte und vor allem ungerechtfertigte Vorwurf von @_FriedrichMerz wird ihm noch richtig teuer zu stehen kommen und ihm heftig auf die Füße fallen! Das werden Sie noch bereuen Herr @Bundeskanzler .
🔴 So sieht Bachmut heute aus - nur noch Ruinen. Alle Putin-Fans und alle pro-russischen Parteien sind für jedes einzelne Kriegsverbrechen mitverantwortlich.
Karl Graf Staffenberg, der Enkel von Claus Graf von Stauffenberg mit einer klaren Botschaft an die AfD:
"Wer den Widerstand [von Staffenberg] zur Gewalt-Pointe erniedrigt, verharmlost die NS-Dikatur & wer dabei schweigt & lacht disqualifiziert sich für jegliches Regierungsamt."
Der Ball lag direkt vor dem Loch. Ein kleiner Stupser hätte genügt, um sich endlich bei uns zu entschuldigen. Aber nein, Herr Merz holt den Laubbläser raus. Und zwar das lauteste, grausamste Modell - und bläst uns den Staub erst recht mitten ins Gesicht.
Natürlich wird es Leute geben, die ihm auf die Schulter klopfen und betonen, wie „stark“ das wieder gesagt war.
Aber kennen wir nicht alle diese Onkel am Stammtisch, die sich gegenseitig aufpeitschen? Man schämt sich fremd und wendet sich einfach nur noch mitleidig ab.
Gaaaaanz blöd aber auch!
Erst lässt Jens Spahn zu, dass seine Fraktion Frauke Brosius-Gersdorf zur Feindfigur aufbläst und ihre Wahl versenkt. Ein Jahr später stürzt er selbst über genau das Thema, bei dem ausgerechnet sie ganz auf seiner Seite gewesen wäre.
Nichts zeigt schöner, welche Spielchen die Union treibt: Wer die eigene Moral am lautesten verteidigt, wird als Erster von ihr gefressen.
Man kann beim Thema Leihmutterschaft sehr unterschiedlicher Meinung sein. Wer aber als Minister die Leihmutterschaft in Deutschland stets abgelehnt hat, sich dann aber dank Status und Vermögen über den Umweg USA selbst über dieses Verbot hinwegsetzt, ist schlicht ein Heuchler. Jens Spahn ist als Politiker und CDU/CSU-Fraktionsvorsitzender untragbar.
Danke @EichholtzAlex, gerade weil du „Ossi“ bist.
Als „Wessi“ frage ich mich da angesichts der aktuellen Entwicklungen ganz unweigerlich: Wäre die DDR nach Meinung der momentan führenden Wählerschaft in Deutschland tatsächlich das bessere Deutschland nach dem Mauerfall gewesen? Ich befürchte, die meinen das ernst.
Ich jedenfalls wollte nie in dieser Diktatur leben. Und wenn die AfD diesen Unrechtsstaat jetzt klammheimlich durch die Hintertür für ganz Deutschland zurückhaben möchte, wenn das gemeinsame Absingen der Hymne eine Sehnsucht weckt, die in einer DDR 2.0 mündet, dann müssen wir aufwachen.
Wer die Vorzüge der Freiheit und des westlichen Wohlstands zwar gerne mitnimmt, aber dabei aus dem Zähneknirschen nicht rauskann, während er gleichzeitig von einer autoritären Kuschelecke unter Putins Gnaden träumt, betreibt eine unerträgliche Doppelmoral.
Wenn diese gefährliche Nostalgie nun im Jahr 2026 von einer gesamtdeutschen Partei mit einem Parteivorsitzenden, der willig die DDR-Hymne mitträllert, salonfähig gemacht wird, dürfen wir nicht länger schweigend zusehen.
Es ist höchste Eisenbahn, sich einen Plan B zu überlegen oder zumindest endlich die Straßen zu bevölkern, um eine verfassungsrechtliche Prüfung dieser Verräterpartei zu erzwingen!
Alle, die da drüben noch klar denken können, sind herzlich willkommen. Verschwindet dort, bevor es zu spät ist. Alle anderen können die Mauer wieder aufbauen und ihr ethnisch reines Dystopia durchziehen, aber kommt uns bitte nie wieder mit "Freiheit".
Liebe Frau Beil, liebe Frau Ruland, liebe Frau Thomalla,
dass Kai Wegner absolut keine Glanzleistung abgeliefert hat, darüber sind wir uns einig. Aber „an allem sind einzig und allein die Altparteien schuld“? Das ist kein Klartext, das ist das Wörterbuch der AfD, präsentiert auf dem roten Teppich.
Ich verstehe ja: Seit Manta Manta hat sich die Weltlage etwas verändert. Sie ist leider komplizierter geworden. Es gibt Krieg in Europa, hybride Angriffe auch auf Deutschland, eine Wirtschaft im Umbau. Wer darauf mit tiefergelegten Parolen antwortet, kommt zwar in Rekordzeit von null auf Empörung. Nur eben keinen Meter voran.
Deshalb mein herzliches Angebot, ganz ohne Drehbuch: eine Woche Praktikum im Europäischen Parlaments. Sitzungen ab 8 Uhr, Aktenberge statt Scheinwerfer, Verhandlungen bis in die Nacht und am Ende Kompromisse, die Europa sicherer machen. Dazu dürfen Sie uns sogar noch beim Kampf gegen Bürokratie unterstützen. Demokratie ist kein Film, der nach 90 Minuten ein Happy End liefert. Sie ist harte Arbeit und das jeden Tag.
Die Einladung steht. Danach reden wir gerne wieder über „Pfeifen“. Kaffee gibt’s auch, wenn auch nur aus dem Automaten.
Herzlichst
Marie-Agnes Strack-Zimmermann
@welt
Deutschland, wo bist du?
Wollen wir wieder diplomatische Hintertüren offen halten? Angst vor Eskalation? Das kann doch nicht so schwer sein, klar zu sage: Russland hat bei Olympischen Spielen nichts zu suchen.
@Sunnymica Von deutscher Seite ist nicht nur zum Thema Russisches Haus nichts zu erwarten.
Was auch nicht zu erwarten ist:
• dass Taurus 🚀 geliefert werden
• sich an der Kampagne gegen 🇷🇺 beim IOC zu beteiligen
• sich bei der FIFA gegen 🇷🇺 zu engagieren
• keine 🇪🇺 Visa für 🇷🇺 mehr
Ulrike Guérot, Johannes Varwick und Alexander Rahr – drei Akademiker, die jahrelang als Russland- und NATO-Experten galten und das Außenministerium berieten. Rahr war von 2015 bis 2022 bezahlter Berater von Gazprom in Brüssel.
Das zeigt vor allem, was für „Experten“ man sich da damals ins Haus geholt hat. Es findet sich immer einer mit Titel, der die Welt so dreht, wie bestellt.
Im Journalismus waren es dann Leute wie Hubert Seipel. Wie bestellt, so geliefert, so kassiert.
Sich dann im Nachhinein nicht zu schämen, sondern auf seinen falschen Positionen zu beharren und seine Dohnanyi-Bubble zu betrauern, ist nicht nur armselig, sondern absolut realitätsfern angesichts der Morde an Zivilisten, die Russland seit Jahren Tag für Tag veranstaltet.
Russland müsste einfach nach Hause gehen - und die Welt wäre von jetzt auf gleich ein friedlicherer Ort. Da braucht man kein Geraune von Leuten, die Putin erst den Weg zu seinem Massaker eröffnet haben, weil sie alles taten, um ihn zu verharmlosen.
11.07.2026
Das poste ich täglich:
Warum ist @jensspahn noch im Amt?
Gerade weil das Verfahren ohne Aufnahme von Ermittlungen strafrechtlich eingestellt wurde, werde ich JEDEN TAG #SpahnRücktritt fordern!
Bis er weg ist.
Die Bomben schlugen ein, noch bevor die Luftalarm-Sirenen überhaupt losgingen.
Sie trafen erneut zivile Infrastruktur: Wohngebäude, Büros und ein theologisches Seminar – mitten in Kyjiw. Elf Menschen, darunter ein Kind, wurden in Kyjiw während des russischen Angriffs in der vergangenen Nacht verletzt.
Das russische Vorgehen ist purer Terror.
Wie Selenskyj mitteilt, starteten im Laufe der Nacht mehr als 120 russische Drohnen und 12 Raketen, davon die Hälfte ballistische. Die ukrainischen Verteidigungskräfte konnten die meisten Ziele abschießen – aber nicht die ballistischen!
Weil es keine Patriots mehr gibt.
Da NIEMAND im Westen mehr bereit ist, aus den Kellern die dort einstaubenden Abfangraketen an den einzigen Ort zu geben, wo sie im Moment Leben retten können, appelliert der ukrainische Präsident an die Verbündeten: „Wir müssen so schnell wie möglich bei den Lizenzvereinbarungen für Patriots und dem gemeinsamen europäischen Projekt zur Abwehr ballistischer Raketen vorankommen. Wir erwarten von unseren Partnern, dass sie ihre Versprechen bezüglich der auf dem NATO-Gipfel vereinbarten Unterstützungspakete einhalten, um unsere Menschen zu schützen.“
Die Bergungsarbeiten laufen derweil auch in den Regionen Odessa, Sumy, Charkiw und Tschernihiw weiter.
Cool. Und das ganz ohne eigene Flotte. Machste nix.
76 russischen Tankern der Schattenflotte haben die Ukrainer in nicht einmal einer Woche den Stöpsel aus der Wanne gezogen.
In dieser Nacht allein haben die ukrainischen Unbemannten Streitkräfte mindestens 28 weitere russische Schiffe im Asowschen Meer getroffen, die Gesamtzahl könnte noch steigen.
Der Gouverneur der Region Rostow bestätigte die Zerstörung von vier Schiffen in der Meerenge bei Taganrog, darunter mindestens ein Tanker.
Russland hat daraufhin den Asow-Don-Kanal gesperrt, der den Don mit dem Asowschen Meer verbindet. Auch der Verkehr durch die Straße von Kertsch könnte vorübergehend eingeschränkt werden.
Die Schattenflotte ist Putins wichtigstes Instrument, um Öleinnahmen trotz westlicher Sanktionen zu sichern – und damit seinen Krieg zu finanzieren. Weniger Tanker, weniger Öl, weniger Geld für Raketen.
Bestechende Logik!
Man muss keine Zivilisten töten, um seine Ziele zu erreichen. Das ist nur einer der fundamentalen Unterschiede zwischen der Ukraine und dem Verbrecherstaat Putins.
🚨🚨🚨 Breaking News 🚨🚨🚨
Unter Orban war alles eine große Lüge!!
Kaum war Putlers Stiefellecker entlassen, kommen die Wahrheiten ans Licht!
Wollt Ihr nsafd-Wähler das hier in Deutschland wirklich haben?
#AfdistKeineAlternative#AfDzerstörtDeutschland
https://t.co/N86JfT9AO2