Zwei Interviews, die klarmachen, was den Unterschied zwischen kritischem Journalismus und unkritischer Abspielfläche ausmacht:
1: Paul Ronzheimer & Johann Wadephul
Ein Journalist, der persönlich eindeutig pro-ukrainisch positioniert, hinterfragt die (pro-ukrainischen) Positionen des deutschen Außenministers in zwei zentralen Punkten: Weshalb veröffentlicht die Bundesregierung keine Beweise für die russische Verantwortung am Drohnenanschlag in Leipzig? Weshalb hat die Bundesregierung sich nie zur Sprengung von Nord Stream durch ukrainische Täter positioniert?
Das Resultat ist eine nicht nur spannende, sondern durch den Widerspruch argumentativ geschärfte Debatte. Wadephul verteidigt hart seine Position, äußert aber auch erstmals deutliche Kritik an der ukrainischen Regierung. Das Interview wird international zitiert.
2: Ben Berndt & Sergei Netschajew
Ein Podcaster, der sich gegenüber der Ukraine eher kritisch positionierte, stellt dem russischen Botschafter keine einzige kritische Frage und hinterfragt auch keine einzige Aussage des russischen Botschafters. Seine Funktion ist die eines zustimmenden Stichwortgebers oder eines ratlos Fragenden („Warum?“).
Das Resultat ist ein als Tabubruch inszeniertes Gespräch, das eher einem Monolog des russischen Botschafters gleicht. Aufgrund der Irrelevanz der Fragen wird der Botschafter auch nicht dazu gebracht, von der Sprachregelung der russischen Regierung abzuweichen, so dass alle Aussagen der bekannten 24/7-Propaganda des Kreml entsprechen. Das Interview wird wegen des fehlenden Nachrichtenwerts medial ignoriert, was den Podcaster darin bestärkt, wegen seines vermeintlichen Tabubruchs von den Medien abgestraft zu werden.
(Ja, gut aufgepasst, ich bin befangen!)
@ARDener17 Das Problem liegt in der Grundannahme: die Grundgesamtheiten sind offensichtlich unterschiedlich. Das lässt auch leicht überprüfen: Bspw. tendieren ältere Menschen, die im Schnitt weniger AFD wählen, eher zur Briefwahl. Das muss in einer guten Statistik berücksichtigt werden.
Sie werden immer dreister: Jahrelang mit Begriffen wie „Klimahysterie“ oder „Grüner Panikmache“ die Menschen gegen jede noch so kleine Maßnahme für mehr Klimaschutz aufhetzen, um dann, wenn die Klimakrise in Form von Waldbränden direkt vor der Haustür steht, erneut den Grünen die Schuld daran geben, weil man zu wenig vorbereitet sei und noch ganz verschwörerisch die „Qui Bono“ Frage zu stellen. Diese Niedertracht ist wirklich grenzenlos!
Leider ist diese Kolumne von 2020 weiterhin aktuell. Von einem Unternehmen Aktienoptionen anzunehmen,um der Anzeigepflicht zu entgehen,und diesem Unternehmen dann von Amts wegen gefällig zu sein, das ist in der Union kein Makel, der einem dauerhaft schadet. Die AfD dankt. #Amthor
I’ll explain this like you’re five:
People who spend decades researching complicated problems sometimes change their minds based on evidence.
That’s called learning.
If most experts in a field reach similar conclusions, your first question shouldn’t be, “Why are they all left-wing?” It should be, “What do they know that I don’t?”
This really isn’t the flex you think it is.
Ein 23-Jähriger wird nach einer politischen Demonstration mit einem Messerstich in die Brust lebensgefährlich verletzt. Der Tatverdächtige soll laut Staatsanwaltschaft dem rechten Spektrum zuzuordnen sein. Der Staatsschutz ermittelt. Und trotzdem bleibt die bundesweite Empörung erstaunlich überschaubar.
Wo sind die Sondersendungen?
Wo sind die Brennpunkte?
Wo sind die tagelangen Debatten über die Gefahr rechter Gewalt?
Man stelle sich nur für einen Moment vor, die politischen Vorzeichen wären umgekehrt. Ein mutmaßlich linker Täter hätte einen rechten Demonstranten niedergestochen. Oder ein Täter mit Migrationshintergrund einen Deutschen. Die Schlagzeilen würden vermutlich anders aussehen. Mir geht es um eine einfache Frage: Warum gelten in Deutschland offenbar unterschiedliche Maßstäbe, je nachdem, aus welcher politischen Richtung Gewalt kommt? Rechte Gewalt ist kein Randthema. Sie ist seit Jahren eine der größten Bedrohungen für Menschen in diesem Land.
Genau deshalb sollte man auch darüber sprechen und nicht solche bescheuerten Headlines kreieren.
@Invictus1577019 Hmm.. weiß ich nicht. Ich sehe da nur einen Zusammenschnitt von ad-hominems ohne auch nur ein inhaltliches Argument gegen Tilos Kritik.
@Techaktien1 *Familienleistung* ist schon ein sehr interessanter Begriff um sich die aktuelle Akkumulierung von Vermögen, die das individuelle Leistungsprinzip immer mehr torpediert schönzureden. Aber ja, Linke verstehen das einfach nur nicht...
@mafi_77@NurderK@nymoen_ole Ich finde diese Geldzentriertheit wirklich faszinierend. Real verbrauchen diese Leute große Mengen an Ressourcen und tragen nichts dazu bei, dass sie erwirtschaftet werden. Aber weil sie eine Zahl unter Kontrolle haben, ist das für viele Leute gar kein Problem.
@WeckWorschdWoi@notrele92820933@42tw1tter1sd3ad Das mag für Einzelstudien so sein, sobald wir aber auf die Metaebene gehen und uns mit so Dingen wie Reproduzierbarkeit und Publication Bias rumschlagen müssen ist, ist es nicht mehr ganz so einfach. Wie wir das Ergebnis, der großen Mehrheit der Studien dann nennen ist doch egal.
@Urmot91058@KinskiSein25058@Fellingshaeuser Das ist ja richtig, aber wo wird das hier in Frage gestellt? Es geht um ein real existierendes Land, wo eine *geringere* Lohndifferenz gesellschaftliche Vorteile bringt. Sie reden von einer Situation, in der unterschiedliche Leistung gleich bezahlt wird, was hier niemand vertritt
@Urmot91058@KinskiSein25058@Fellingshaeuser Naja geboren in der DDR, aber hier geht's doch um Dänemark. Soweit ich weiß ist das Land kein "realer Sozialismus", dafür hier ein reales Beispiel wie es funktionieren kann. Ich verstehe den Zusammenhang nicht.
@Lisa_Maria0815@KinskiSein25058@Fellingshaeuser Naja im Ausgangstweet steht, dass die beiden näher aneinanderliegen als in allen anderen Ländern. Dass der Ingenieur dadurch nicht trotzdem deutlich mehr verdient interpretieren sie da rein.
@KinskiSein25058@Fellingshaeuser Weil es immernoch der für viele interessantere und angenehmere Beruf ist. Weil der Ingenieur trotzdem noch deutlich mehr verdient als der Müllwerker. Weil in einem System in dem Bildung und Intellekt gewertschätzt werden der soziale Status höher ist, etc.
@DStahlfeder@StephieBrix Sozialpädagogen arbeiten unter anderem daran abgehängte Kindern und Jugendlichen eine Perspektive zu geben. Das entscheidet sich dann, ob eine Harz4 Karriere oder ein produktiver Job in der Zukunft liegt. Das hat signifikante Auswirkungen auf die Entwicklung unserer Wirtschaft.
I’m a chemist. I need to say this - because it’s getting dangerous out there. The biggest health myth in the world isn’t about vaccines.
Or GMOs. Or fluoride.
It’s the root of all of them.
It’s called chemophobia - and it’s killing science.
Fear of “chemicals” now drives vaccine rejection, GMO bans, food hysteria, and entire political movements.
From tampons to tap water, people have been taught to fear chemistry - the very thing that keeps us alive.
Chemophobia tells us:
“Natural is good.”
“Synthetic is bad.”
That’s a lie.
Botulinum toxin is 100% natural and one of the deadliest molecules known.
Aspirin is synthetic and life-saving.
We’ve gone from banning harmful substances for good reason…to banning safe, well-tested molecules for emotional reasons.
You’ve seen the slogans:
“If you can’t pronounce it, don’t eat it.”
“Paraben-free.”
“Clean beauty.”
They sound empowering. But they’re not science - they’re marketing.
And they’re making the world dumber, poorer, and sicker.
Your body doesn’t care if a molecule comes from a plant or a lab.
Vitamin C is vitamin C.
Formaldehyde is formaldehyde and your body makes more of it every day than any vaccine ever could.
Dose matters. Source doesn’t.
This fear isn’t harmless.
It shapes public policy.
It blocks innovation.
It raises food prices.
It slows down cancer treatments.
Chemophobia is now mainstream and it’s costing lives.
Scientists aren’t losing because we’re wrong. We’re losing because fear spreads faster than facts.
Because influencers sell fear for clicks. Because lawyers monetize doubt.
And because scientists are too tired to fight back. So here’s my message, as a chemist and as a citizen:
Learn how toxicology works.
Call out chemical fear-mongering.
Support policies based on evidence, not emotion.
Chemistry isn’t the enemy.
It’s the reason you have clean water, safe food, and modern medicine.
If we let fear win, we lose all of it.
„Deutschland entscheidet sich allmählich für das japanische Modell: früher sterben, als von den Vietnamesen gepflegt werden.“
@friiyo im #Presseclub
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@Leo_nie_Bruder@DasFiesel@LiviaClauss Natürlich sterben Leute nicht wie die Fliegen an Hautkrebs, dennoch ist das Risiko deutlich erhöht und das wird aufgrund des SB nicht ohne weiteres sichtbar in der öffentlichen Debatte. Man kann das Risiko vertretbar finden oder nicht. Absurdität ist kein rationales Argument.