Eine neue Studie zeigt: Wie BILDs „Heizungshammer" eine erfolgreiche Manipulationskampagne werden konnte – und fast alle Medien darauf reinfielen. Volksverpetzer wurde als seltene Ausnahme genannt. https://t.co/Y160gXzmHO
WOW -- Danish reporter *goes there* with Mark Rutte
"You sit next to Donald Trump at moments when he talks about conquering Greenland, talks about lashing out at allies like Spain -- things it doesn't seem like the old Mark Rutte would approve of. Does this have any affect on your self-respect when you sit there and say nothing?"
Wie albern ist das denn?
Habeck hatte ein Gesetz eingeführt, dass eine solche Gasreserve vorsah.
Reiche hat es abgeschafft, weil es von Habeck kam.
Nun führt man es wieder ein?
Die Bevölkerung wird wirklich für blöd gehalten, oder?
Bravo! 👍 EU-Parlament stimmt für Prüfverfahren gegen #AfD -Parteienfamilie -
Die rechtspopulistische Allianz ESN steht künftig unter besonderer Beobachtung. Das #EU-Parlament hat ein Prüfverfahren wegen möglicher Verstöße gegen EU-Grundwerte beschlossen.
https://t.co/jR1DodnphA
From @TheAthleticFC: Belgium knocked out the Americans in the World Cup round of 16, leaving no co-hosts left in the tournament. https://t.co/gMdOPVDwd8
Medikamente, die auf die Haut aufgetragen werden, werden häufig verwendet,
z.B. als Schmerzsalbe (Diclofenac), Kortisoncreme, Hormongel gegen Wechseljahrsbeschwerden oder Tinktur gegen Haarausfall (Minoxidil).
Allerdings können sie für Haustiere sehr gefährlich sein.
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Chinese people are trolling Europeans by posting videos on social media showing that even their pigs have air conditioning, while many Europeans can’t because of government rules.
200 Quadratmeilen Wüste. 15.000 Arbeiter. Eine eigene Entsalzungsanlage, ein eigenes Glasfasernetz, Roboter, die zweimal am Tag staubfrei wischen. Und Solarmodule, so weit das Auge reicht.
Willkommen im Khavda Renewable Energy Park in Indien. Dem größten Kraftwerk, das die Menschheit je gebaut hat.
30 Gigawatt. Solar und Wind kombiniert, auf einer Salzwüste in Gujarat, betrieben vom Adani-Konzern. 13 Gigawatt sind bereits am Netz. Das allein wäre schon mehr als die gesamte installierte Solarleistung mancher europäischer Länder.
Aber es wird noch verrückter. Weil tagsüber mehr Strom produziert wurde als verkauft werden konnte, hat Adani in neun Monaten die vermutlich größte Netzbatterie der Welt gebaut. 1,1 Gigawatt Leistung, 3,5 Gigawattstunden Kapazität. Offiziell in Betrieb seit diesem Monat. Bis April 2027 sollen weitere 10 Gigawattstunden dazukommen. 13,5 Gigawattstunden Batteriespeicher an einem einzigen Standort.
Der Grund für die Batterie: Tagsüber ist der Strom billig, weil die Sonne scheint und alle Solaranlagen gleichzeitig liefern. Abends wird der Strom teuer, weil die Nachfrage steigt und Solar wegfällt. Adani speichert jetzt den billigen Tagesstrom und verkauft ihn abends zu Marktpreisen. Das ist kein Subventionsmodell. Das ist ein Geschäftsmodell.
Adani-Nachhaltigkeitschef Arun Sharma sagt es so: "Wir machen nichts auf Megawatt-Ebene. Auch nicht auf Hunderte-Megawatt-Ebene. Wenn es nicht Gigawatt ist, haben unsere CEOs nicht die Aufmerksamkeitsspanne dafür."
Und Khavda ist nicht allein. In der chinesischen Provinz Qinghai, auf dem Tibetischen Plateau in 3.000 Metern Höhe, steht der Talatan-Solarpark. Über 17 Gigawatt, auf einer Fläche von sieben Manhattan. Die Höhe ist kein Nachteil, sondern ein Vorteil: Die Sonne strahlt intensiver als auf Meereshöhe, und die kalte Luft macht die Solarmodule effizienter. Unter den Modulen grasen Schafe.
In Kalifornien plant der Westlands Water District einen 21-Gigawatt-Solarpark auf brachliegenden Agrarflächen im Central Valley, deren Wasser versiegt ist. Aus einem Wasserproblem wird ein Energieprojekt.
Stellt euch das vor: 30 Gigawatt Erzeugung plus 13,5 Gigawattstunden Speicher an einem einzigen Standort in Indien. 17 Gigawatt auf dem Dach der Welt in China. 21 Gigawatt auf ehemaligem Farmland in Kalifornien. Vor fünf Jahren galten Projekte mit einigen hundert Megawatt als Rekorde.
Die Solarenergie hat die Gigawatt-Schwelle durchbrochen. Und sie kommt nicht wieder zurück.
Quellen: Canary Media / New York Times / Adani Green Energy / https://t.co/kMQChukfVD
Niederlande: „alle sollten zu Hause bleiben, vermeiden sie körperlich Aktivitäten“
Frankreich: „ Absage von Festivals und Großkonzerten“
Frankfurt so: „Na gut wir verkürzen den Iron Man etwas“
Einer der Geburtshelfer der künstlichen Intelligenz warnt vor ihren existenziellen Folgen: Stuart Russell fürchtet, dass Computer zur Propagandamaschinerie werden und die Menschheit auslöschen. https://t.co/2Qus7ZUUK2
Gute kurze Erklärung: Was ist der Grund für die Abkühlung des Atlantiks vor Europas Küsten, und was bedeutet das für unsere Zukunft? https://t.co/FNMWWI539S
YOU WANTED A WALL, TRUMP? YOU’LL HAVE ONE.
Mexico’s president, Claudia Sheinbaum, responded to Trump’s threats:
“So you voted to build a wall.
Well then, dear Americans — even if geography isn’t your strong suit, and you see America as a country rather than a continent — you should know that on the other side of that wall stand 7 billion people.
And if the word ‘people’ doesn’t resonate with you, let’s call them ‘consumers.’
Those 7 billion consumers can switch from iPhone to Samsung or Huawei in less than two days.
They can trade Levi’s for Zara or Massimo Dutti, and within six months replace Ford and Chevrolet with Toyota, KIA, Mazda, Honda, Hyundai, Volvo, Subaru, Renault, or BMW — brands that are already more popular in many places.
They can cancel DirecTV.
And even if they choose not to, they can stop watching Hollywood films and turn instead to higher-quality productions from Latin America or Europe — with richer storytelling and better filmmaking.
Believe it or not, people can skip Disney and visit the Xcaret resort in Cancún instead — or explore destinations across Mexico, Canada, or South America.
Even in Mexico, you can find better burgers than McDonald’s — with higher nutritional value.
Have you ever seen pyramids in the United States?
Egypt, Mexico, Peru, Guatemala, and Sudan have ancient wonders — none of them in the U.S.
If they were, Trump would probably have bought and resold them by now.
We know Nike isn’t the only sneaker brand. There’s Adidas — and even Mexican brands like Panama.
We understand economics better than you think.
And we also know that when those 7 billion consumers stop buying American products, unemployment will rise, and your economy — trapped behind its own self-imposed wall — will begin to collapse to the point where you’ll be begging for help.
We didn’t want to do this.
But you wanted a wall?
Well.
You’ve got one.”
Her approval rating has reached a historic level — according to a recent poll, it stands at 85%.
Yet another study shows a 24% reduced risk of dementia after the Shingles vaccine. This one in over 500,000 participants with a recent skilled nursing facility stay, adding to 4 huge natural experiments in 4 countries (US, Canada, Wales, and Australia)
https://t.co/TmYqwTB7IT @AnnalsofIM
🧵 Kleine Geschichtsstunde für alle, die heute noch behaupten, die Grünen hätten Deutschland das Gas abgedreht und Putin sei verläßlich. 👇
April/Mai 2022: Russland kappte zuerst Polen, Bulgarien, Finnland, die Niederlande und Dänemark das Gas – weil die sich weigerten, in Rubel zu zahlen. Böse Grüne auch dort?
Mai 2022: Kompletter Lieferstopp über die Jamal-Europa-Pipeline. Auch das Scholz-Regierung?
13. Juni 2022: Nord Stream 1 – Gazprom dreht runter auf 60%, dann auf 40%. Offizielle Begründung: Eine Turbine sei in Kanada zur Reparatur. 😄 Eine einzelne Turbine. Für eine komplette Pipeline. Man glaubt es kaum.
11.–21. Juli 2022: Kompletter Lieferstopp wegen "Wartung". Danach Wiederaufnahme auf Sparflamme.
2. September 2022: Gazprom stellt alle Lieferungen über Nord Stream 1 unbefristet ein.
7. September 2022: Putin erklärt die Pipeline offiziell für stillgelegt.
Aber ja – die Grünen haben das Gas abgedreht. Klar.
Und das Beste kommt zum Schluss: Ausgerechnet die deutsprachige russische #AfD, die diesen geopolitischen Erpressungsautomaten als "zuverlässigen Partner" verkauft, will uns wieder in diese Abhängigkeit treiben.
Von einem Staat, der Energie systematisch als Kriegswaffe einsetzt.
Tolle Idee und die leichtgläubigen AfD-Schafe fallen wie immer darauf rein. 👏😎
Quellen:
https://t.co/zQfQeoa4It
https://t.co/KElr0h1mwG
https://t.co/5YlSzvOHYv
I was shocked when I first saw these results from standard climate models used in IPCC reports:
for high emissions, the Atlantic overturning circulation #AMOC shuts down in all 9 models that ran
past 2100, and is well on the way to shutdown by 2100.
Our paper is out today. 🧵
Für die Apokalypse reicht ein Vorrat nicht. Für Stromausfälle, Hochwasser oder andere Krisen aber schon. Warum jeder etwas Wasser und ein paar Dosen lagern sollte. https://t.co/ccSnS4rQB7
Reformen. Echt jetzt.
Merz hat uns gestern um Wohlwollen gebeten.
Ich habe eine Weile auf dieses Wort gestarrt. Wohlwollen. Als hätte er uns spontan zum Kaffee eingeladen und wäre einfach ein bisschen unvorbereitet gewesen.
Was er in Wahrheit meint, ist folgendes: Das Bürgergeld heißt jetzt „neue Grundsicherung“ – moderner klingt's, weniger bedeutet's.
Die Krankenkassen sollen weniger leisten und mehr kosten.
Wer seinen Partner mitversichert hat, zahlt künftig selbst.
Wer in der Pflege landet, zahlt mehr aus der eigenen Tasche.
Die Rente wird zur „Basisabsicherung“ geschrumpft.
Und wer sein Leben lang eingezahlt hat und jetzt Witwe ist – die darf sich warm anziehen.
Das alles nennt er Reformen. Und er bittet uns, mitzumachen. Mit Wohlwollen.
Ja, es gibt echte Probleme. Die Demografie ist real. Weniger Beitragszahler, mehr Empfänger – das ist keine Erfindung. Und ja, es gibt Menschen, die das System anders nutzen, als es gedacht war. Auch das ist keine Erfindung.
Aber dann käme die Frage, die nie gestellt wird: Warum landet die Antwort auf all das immer bei denselben? Bei der Witwe. Beim Bürgergeldempfänger. Beim Krankgeschriebenen. Beim Teilzeitarbeiter – der meistens eine Frau ist, die Kinder oder Eltern pflegt, aber das ist eine andere Geschichte.
Bei uns.
Gleichzeitig heißt der überall beklatschte „Bürokratieabbau“ in der Praxis: das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz weg. Umweltauflagen vereinfachen.
Arbeitszeitdokumentation lockern.
Also genau die Regeln, die verhindern, dass Konzerne ihre Kosten auslagern – an die Umwelt, an Zulieferer anderswo, an die Allgemeinheit hier.
Bürokratie ist lästig, wenn sie den Schwachen schützt. Sie ist Standortvorteil, wenn sie den Starken nützt.
Ich schaue mich um und frage mich: Wessen Wohlwollen wird eigentlich gar nicht gebraucht?
Das der Konzerne, die legale Steuervermeidung zur Kernkompetenz gemacht haben.
Das der Milliardenerben, die Vermögen in Milliardenhöhe nahezu steuerfrei weiterreichen können, während normale Familien bei einem geerbten Elternhaus sehr schnell erfahren, wie gründlich der Staat rechnen kann.
Das der Energiewirtschaft, die eine der ihren direkt ins Wirtschaftsministerium entsandt hat.
Und das der Beamten, deren Gesundheitskosten aus Steuermitteln bezuschusst werden, während wir über Streichungen bei der gesetzlichen Krankenversicherung reden.
Katherina Reiche war bis April 2025 Vorstandsvorsitzende der Westenergie AG, einer E.ON-Tochter und einer der größten Gasnetzbetreiber des Landes. Einen Monat später ist sie Bundesministerin für Wirtschaft und Energie. Ein Monat Abstand.
Ihr Programm: weniger Erneuerbare, mehr Gas.
Deren Wohlwollen braucht Merz nicht. Die sind schon dabei.
Einer meiner Bauchladenberufe, um mich über Wasser zu halten, ist der BAMF-Unterricht. Ich unterrichte Deutsch als Fremdsprache. Meine Schülerinnen kommen aus der Ukraine, aus dem Iran – aus Ländern, in denen Dinge wirklich kaputtgehen können und in denen man gelernt hat, das nicht für selbstverständlich zu nehmen.
Eine von ihnen, Anastasiia, hatte neulich eine Frage. Sie hatte eine Dokumentation über den Transrapid gesehen. Deutschland habe diese Technologie entwickelt, sagte sie, und der Zug fahre jetzt in Shanghai. Nicht in Deutschland. Warum eigentlich nicht?
Ich habe ihr zuerst gesagt, ich kenne mich da nicht so genau aus.
Das stimmte. Und stimmte nicht. Denn direkt danach referierte ich ohne Punkt und Komma eine halbe Stunde lang. Ich konnte kaum mehr aufhören zu erklären.
Anastasiias Frage war keine bloße Technikfrage. Es ist die fundamentale deutsche Frage, die man genauso über die Solarindustrie stellen müsste – großgemacht in Deutschland, heute gebaut in China. Über die Windkraft. Über die industrielle Automatisierung, bei der wir jahrzehntelang Weltspitze waren. Über den Elektromotor, der in deutschen Labors perfektioniert wurde und nun in chinesischen Fabriken vom Band läuft. Nicht weil die anderen klüger gewesen wären. Sondern weil wir uns entschieden haben, es nicht mehr selbst zu tun.
Die Ideologie dahinter heißt: Der Markt regelt das. Der Staat forscht, fördert und subventioniert – aber das Produzieren ist Privatsache. Und die Privaten haben sehr rational entschieden, dort zu produzieren, wo es am billigsten ist. Die Patente blieben hier, die Arbeitsplätze gingen. Das Wissen wanderte mit.
BASF hat sich jahrzehntelang auf billigem russischen Gas eingerichtet. Die Politik hat mitgespielt – weil BASF es wollte, weil die Quartalszahlen stimmten, weil die Aktionäre glücklich waren und weil die Politik im Austausch gerne das Narrativ der „Arbeitsplatzsicherung“ bediente, um wiedergewählt zu werden.
Bis zum 24. Februar 2022. Danach haben wir alle die Rechnung bezahlt – mit explodierenden Energiepreisen, mit Inflation, mit Kurzarbeit. BASF selbst hatte inzwischen flugs Teile der Produktion nach China verlagert und baut in Deutschland Stellen ab. Weil in China die Energie eben billiger ist.
Dabei hatte uns BASF das Problem zu einem großen Teil erst eingebrockt, indem es die deutschen Gasspeicher an Gazprom verscherbelte, um sie dann politisch leerlaufen zu lassen.
VW hat uns Jahre vorher mit seinen angeblich so sauberen Dieselmotoren betrogen. In Amerika wurde das aufgedeckt und drakonisch bestraft. In Deutschland verließ der damalige Vorstandschef den Konzern mit einer goldenen Abfindung, während die Politik in Brüssel ein „Weiter-so“ für die deutsche Automobilindustrie erstritt, damit die Verbrenner möglichst lange weitergebaut werden durften. Arbeitsplatzsicherung! Natürlich!
Was das mit den jetzigen Reformen zu tun hat?
Deutschland gibt heute mehr Geld aus als je zuvor. Der Bundeshaushalt ist größer denn je.
Die Bahn bekommt seit Jahren Milliarden.
Das Bildungssystem bekommt Absichtserklärungen – und wenn es konkret wird, wird gestrichen: BAföG-Erhöhung weg, Kindergrundsicherung beerdigt, Elterngeld gekürzt.
Die Bundeswehr bekommt inzwischen Sondervermögen in historischer Größenordnung – zu Recht, denn Putin wartet nicht.
Und trotzdem: Die Bahn fährt schlechter als vor zwanzig Jahren. Stuttgart 21 soll frühestens 2031 fertig sein – vorausgesetzt, auf Wunsch von Bahn-Chefin Evelyn Palla werden noch einmal Milliarden nachgeschossen.
Oder wie es Ralf Neukirch gestern im Spiegel formulierte: „Es würde mich nicht wundern, wenn Frau Palla in zwei Jahren sagt: Noch mal fünf Milliarden, dann klappt's wirklich mit der Pünktlichkeit. Und noch zehn Milliarden, dann wird es auch was mit Stuttgart 41.“
Und die Bundeswehr? Helm-Skandal, Gewehr-Skandal, jahrelang fehlende Munition, marode Fahrzeuge. Milliarden rein, Einsatzbereitschaft fraglich.
Mehr Geld, schlechtere Ergebnisse. Wie geht das?
Ganz einfach: Der Staat hat in den letzten dreißig Jahren nicht nur Vermögen privatisiert. Er hat sein Wissen verkauft. Seine Planungskapazität. Seine Kompetenz.
Die Menschen, die Brücken bauen, Bahnstrecken planen, Rüstungsprojekte steuern und Energienetze ausbauen können, sitzen heute in Beratungsfirmen und Ingenieurbüros – und werden vom Staat teuer eingekauft, damit sie ihm erklären, was er tun soll.
In China baut der Staat – mit allen Verschwendungen, die dazugehören.
In Deutschland verwaltet der Staat Ausschreibungen, die sich in endlosen juristischen Schleifen verfangen.
Das ist das eigentliche Problem. Nicht zu wenig Geld. Sondern die zunehmende Unfähigkeit, aus Geld funktionierende Realität zu machen.
Und statt dieses Problem anzugehen, kürzen wir, überspitzt formuliert, lieber die Witwenrente.
Ich verstehe, warum die Leute wütend sind. Ich bin selbst wütend. Aber ich verstehe auch, warum diese Wut so leicht eingefangen wird – von denen, die rufen: Seht ihr, das Establishment! Die da oben! Die EU! Die Eliten!
Und da haben sie nicht völlig unrecht. Das System bedient sich selbst. Wenn Kanzler Merz eine ehemalige Gaskonzernchefin zur Energieministerin macht, dann ist das keine Verschwörung, sondern der gelebte Normalzustand.
Das System hat viele Gesichter. Jens Spahn hat als Gesundheitsminister während der Pandemie Maskendeals per SMS eingefädelt – an Firmen mit Parteinähe, ohne reguläre Ausschreibung, zu überhöhten Preisen, mit einem Schaden von mehreren hundert Millionen Euro. Strafrechtliche Konsequenz: keine. Er ist heute Fraktionsvorsitzender. In Großbritannien hat David Cameron als Ex-Premier seinen Einfluss für eine Finanzfirma eingesetzt, bei der er als Berater stand – per SMS, wie es sich für moderne Staatskunst gehört. Und in Frankreich nennt man das Ganze pantouflage – man schlüpft vom Ministerium in den Konzern und zurück, als ginge es um einen gemütlichen Feierabend vor dem Kamin bei einem gut gelüfteten Rotwein. Das Muster ist überall identisch.
Die Populisten müssen das nicht erfinden. Sie müssen es nur aufheben. Und das tun sie nicht nur bei uns. Nicht nur Merz hat historische Ablehnungsraten – auch Starmer und Macron werden von ihren Wählern regelrecht abgestraft.
Doch diejenigen, die vorgeben, die Rettung zu sein, verfügen letztlich nur über die besseren Lieder auf ihren Rattenfängerflöten. Ihre Lösung heißt nationaler Alleingang, raus aus allem, der starke Mann richtet das schon.
Dabei hätte ein einzelner Staat gegenüber globalen Konzernen noch viel weniger Verhandlungsmacht als im Verbund. Orbán in Ungarn ist das Lehrstück: maximale Souveränitätsrhetorik nach außen, maximale Abhängigkeit von russischem Gas und chinesischen Investitionen nach innen. Die nationale Freiheit war bloß Kulisse.
Die Rechten wollen die Drehtür nicht abschaffen. Sie wollen nur selbst durchgehen.
Was bräuchte es also wirklich? Eigentlich nichts Geheimnisvolles:
Wenn eine Brücke einstürzt, baut man eine neue. Man gründet keinen Arbeitskreis „Brückenzukunft 2040“.
Wenn die Bahn unpünktlich ist, baut man Gleise, Weichen und Stellwerke. Man erfindet keine neue PowerPoint-Präsentation mit dem Titel „Mobilitätswende“.
Wenn Deutschland die nächste Generation von Batterietechnologie entwickelt, sorgt man dafür, dass die Fabrik hier steht – mit Energie, mit Netzen, mit Planungsgeschwindigkeit. Nicht dass das Geld versickert und die Fabrik drei Jahre später in China steht.
Wenn ein Ministerium ein Stromnetz planen soll, beschäftigt man Ingenieure. Keine Berater, die dem Ministerium erklären, welche Ingenieure es beschäftigen sollte.
Und wenn jemand jahrzehntelang einen Gaskonzern geführt hat, macht man sie nicht vier Wochen später zur Energieministerin.
So einfach wäre der Anfang. Der Staat müsste wieder lernen, Dinge zu können. Nicht Programme aufzulegen. Nicht Gipfel zu veranstalten. Nicht Strategiepapiere zu schreiben. Sondern können: Brücken bauen, Bahnstrecken bauen, Stromnetze bauen, Wohnungen bauen. Und ja – eine Armee aufstellen, die diesen Namen verdient.
Damit das überhaupt möglich wird, bräuchte es allerdings einige sehr konkrete Veränderungen.
Es braucht harte Sperrfristen für den Wechsel zwischen Ministerium und regulierter Industrie – fünf Jahre, nicht zwei, und mit spürbaren Konsequenzen.
Es braucht eine buchhalterische Unterscheidung zwischen Investition und Konsum im Haushalt. Jedes private Unternehmen weiß, dass eine neue Werkshalle ein Sachwert ist und kein reiner Kostenfaktor. Nur der Staat tut in seiner Buchhaltung so, als wäre der Bau einer Schule dasselbe wie eine laufende Verwaltungsausgabe.
Und wir müssen aufhören, die Zeche immer bei denen zu suchen, die sie am wenigsten tragen können – während Konzernsteuergestaltung und fossile Subventionen unangetastet bleiben.
Das alles ist nicht utopisch. Es gibt Länder, die das annähernd umsetzen. Es scheitert nicht am Wissen. Es scheitert daran, dass die, die diese Reformen beschließen müssten, exakt dieselben sind, die vom Status quo profitieren.
Die Deutschen haben einmal geglaubt, Fortschritt bedeute, etwas Neues zu erschaffen. Heute nennen wir es eine Reform, wenn wir einer Witwe erklären, warum sie künftig weniger zum Leben hat. Das ist keine Reform. Das ist die Kapitulation vor den eigentlichen Aufgaben.
Anastasiia hat mich gefragt, warum der Transrapid in Shanghai fährt und nicht in Deutschland.
Ich habe ihr gesagt, ich kenne mich da nicht so genau aus.
Das war gelogen. Wir kennen uns alle aus. Wir haben nur gelernt, das für normal zu halten.
Und jetzt bittet uns der Bundeskanzler um Wohlwollen. Ich hätte da ein besseres Wort für. Aber ich schreibe es lieber nicht hin.
If you have a Gmail account, you need to read this.
Google's AI now scans your emails and attachments, bank statements, tax files, medical letters, all of it. It turned on by default, and there's a class-action lawsuit over how.
Here are 5 moves to shut it off, the switch is hidden in two places:
In den kommenden 14 Tagen bekommt Deutschland die Folgen des Klimawandels deutlich zu spüren.
Anstatt, wie in meiner Kindheit, relativ stabile Sommertemperaturen zu haben, die zwischen 20 und 28 Grad schwankten, haben wir jetzt keinen stabilen Polarwirbel mehr und deutlich extremere Schwankungen.
Je nachdem, wo man in Deutschland lebt, wird die Temperatur zwischen 15 und 35 Grad schwanken.
Früher waren Schwankungen um bis zu 10 Grad im Sommer normal.
Inzwischen sind es Schwankungen um 20 Grad innerhalb von 14 Tagen.
Bei der Erderwärmung ging es nie um einfach 1,5 Grad wärmer, sondern schon immer um die Zunahme der Extreme.
Selbst wenn Sie für sich sagen „ach, meine Klimaanlage puffert das weg“, denken Sie bitte an die Menschen, die draußen oder in ungekühlten Räumen arbeiten müssen und leben.
Und denken Sie an die Natur und die Landwirtschaft. Den Pflanzen tuen solche großen schnellen Wechseln überhaupt nicht gut.