Ja. Gewalt geht nicht nur von plärrenden Aktivisten (m/w/d) aus, sondern es gibt auch eine strukturelle Gewalt aus Vorurteilen - gestützt auf Aussagen und Gedankensplitter, die man gern offiziösen psychologischen Theorien entnimmt.
Am Ende muss man auch sehen: Solche Aussagen werden von transfeindlichen Akteuren, darunter auch TERF-Positionen, dankbar aufgegriffen und für ihre eigenen Narrative genutzt. -20
Und die Synthese aus beidem ist sogar noch schlimmer: Dann verbinden sich aktivistischer Voluntarismus und szientistischer Psychologismus zu einem Gebräu militant ausgelebter Vorurteile. Leider kommt das gar nicht so selten vor - gerade im Uni-Bereich.
Die deutsche Universität gibt den Geist auf:
Es ist wieder so weit: Studenten gegen Wissenschaft. Ein Angriff auf die Wissenschaftsfreiheit in Düsseldorf. Transideologen fordern Entlassung & Campusverbot (!) für Prof. Ute Johanna Bayen.
Das (Un)recht liegt hier auf beiden Seiten. Es ist schade, wenn man nur die Wahl hat zwischen einem aktivistisch aufgedrehten Voluntarismus und einem angeblich wertfreien Szientismus, der sich gegen Randgruppen richtet.
Die deutsche Universität gibt den Geist auf:
Es ist wieder so weit: Studenten gegen Wissenschaft. Ein Angriff auf die Wissenschaftsfreiheit in Düsseldorf. Transideologen fordern Entlassung & Campusverbot (!) für Prof. Ute Johanna Bayen.
@NetzwerkW Sicherlich schießen die Aktionen der Studierenden übers Ziel hinaus und müssen in dieser Form zurückgewiesen werden. Doch auch die Fragwürdigkeiten und Übergriffigkeiten einer Psychologie, die sich als Naturwissenschaft (miss)versteht, sollte man stärker als Problem wahrnehmen.
@FalkTG Die FDP hat bei einem einzigen Thema Recht behalten: der Einführung des D.-Tickets. Solche Flatrate-Tarife gehören - neben dem kostenlosen Internet - zu den Errungenschaften, die die neoliberale Phase hervorgebracht hat. Sie könnten als Brücke in eine sozialliberale dienen.
@L_Bednarz Eine Entschuldigung finde ich in diesem Fall unnötig, zumal sie doch genauso selbstwidersprüchlich wäre wie sein Verhalten - der Rücktritt reicht. Und so sehr ich Spahn ablehne, halte ich Forderungen nach seinem Komplett-Rückzug letzten Endes für überzogen.
@ronzheimer Gerade in heutigen Zeiten sucht sich Homophobie ihre Ventile, Feigenblätter und Explosionsvorwände, und es ist gut, wenn Sie das offensiv in den Blick nehmen. Der Rücktritt und viele der Forderungen danach waren in diesem Fall aber trotzdem angemessen.
@Kranke_Medizin Gerade bei diesem Thema ist die Gefahr groß, dass sich die inhumanen Aspekte beider Seiten - bzw. ihre Propagandisten (m/w/d) - gegenseitig die Bälle zuspielen und damit einer abgewogenen, nicht-krankenfeindlichen Lösung im Wege stehen.
@ArndPollmann Vielleicht hat der Run aufs Fahrrad ja auch etwas mit Verkörperlichungs- und Biologisierungstendenzen "urbaner" Milieus zu tun, die das alles dann auch noch weltanschaulich aufladen, statt ganz einfach zu Fuß zu gehen.
@ArndPollmann Gerade in den urbanen Gegenden, in denen das Fahrrad laut Artikel häufiger genutzt wird als anderswo, dürfte seine noch weitere Verbreitung den Straßenraum überfordern. Leidtragende sind schon heute vor allem Fußgänger (m/w/d).
@hochbahn Ich behalte mir vor, den Unmut über solche Aufkleber in den politischen Umgang mit denjenigen Leuten "einzupreisen", die mir anderweitig schon durch Ökofaschismus, Ableismus usw. aufgefallen sind. Aufkleber zu drucken, steht heutzutage ja jedem (m/w/d) offen.
@hochbahn In Harburg haben mal wieder die Öko-Nazis zugeschlagen: Aktuell prangen sowohl an der Mensingstr. als auch am Küstersweg die üblichen grellen Terror-Aufkleber.
@peterunfried Dann frage ich mich, wie weit der Weg zum (vermeintlich) "gesunden Volksempfinden" wohl sein mag. Letzten Endes kommt es aber auf Kontext und Inhalt an, denn die - als solche berechtigte - Distanz zu diesem Begriff kann durchaus auch postmodern-irrational missbraucht werden.
@Smeik_@Gemuesehund Ist wohl oft auch so; hätte man vielleicht auch erwartet. Pauschalurteile helfen auch hier nicht weiter. Dennoch sind die beschriebenen Probleme klar spürbar und müssen offener, breiter und tiefer thematisiert werden - zumal sie auch einiges über die Gesellschaft aussagen.
@Gemuesehund Verkettung unglücklicher Umstände: Erst verdichtet sich der Umgang mit Kritischer Theorie zu einem politisch aufgeladenen Vulgärpsychiatrismus, dann nutzt man ihn zur Vermonsterung der eigenen Opfer, am Ende geht's in den Staatsdienst - fertig ist der "antidt." Gewaltapparat.
@Gemuesehund Das sind ja in zwei tweets drei Pädagogik-Probleme auf einmal: Außenseiterfeindlichkeit (in jungen Jahren offen, später unterschwellig), halbherzig-scheinheiliger Umgang mit "kritischen" Ideen aller Art, fachliches Desinteresse.
@Gemuesehund Soziale Kompetenz wird leider oft mit gruppendynamischer Dominanz gleichgesetzt, Schuldidaktik oft mit Entfachlichung - zwei wirkmächtige Irrtümer, die als Waffen in einem Klassenkampf bestimmter Menschentypen dienen, der keineswegs von links ausgeht.
@wolflotter Wo der Autoritätsanspruch des Beamten(m/w/d)tums mit neoliberalen Haltungen aus der Privatwirtschaft verschmilzt, kann ein autoritärer Liberalismus entstehen, der staatliche Ziele in den Sand setzt und Ideale verfehlt, ohne dabei "wirtschaftlich" zu sein.
@wolflotter Ein Problem sehe ich da, wo innerhalb des Staatsdiensts eine Mentalität das Zepter führt, wie sie eher für Angestellte typisch ist - allerdings ohne dass dort eine Abstrafung durch Marktmechanismen möglich wäre. Da fehlt es dann schnell an Korrektiven und Maßstäben.