@Leviathan_Alexa Die Behauptung, Al-Aqsa werde im Koran nicht erwähnt, ist schlicht falsch – siehe Sure 17:1. Und zu sagen, es sei nie ein heiliger Ort gewesen, zeigt nur ihr Unwissen über den Islam. Wer gibt dir eigentlich das Recht, Muslimen zu erklären, was für sie heilig ist und was nicht?
Du vermischst hier zwei Dinge: gezieltes Einschüchtern einzelner Personen vs. eine allgemein ausgeübte Praxis im öffentlichen Raum. Strafbarkeit setzt voraus, dass jemand absichtlich konkrete Personen bedroht oder unter Druck setzt. Ein allgemeiner Ruf, der sich nicht gegen bestimmte Individuen richtet, erfüllt das doch gar nicht.
Dass sich einzelne dadurch unwohl fühlen, mag sein – aber daraus folgt nicht, dass hier gezielt „psychische Gewalt“ ausgeübt wird. Und wie gesagt, mit der Logik könnte man vieles im öffentlichen Raum kriminalisieren.
In einer freiheitlichen Ordnung ist gerade geschützt, dass Menschen Überzeugungen haben dürfen, die sich nicht mit Mehrheitswerten decken. Das ist der Kern von Glaubens- und Gewissensfreiheit: Der Staat bewertet keine religiösen Inhalte und schreibt auch keine „richtige“ Auslegung vor. Er greift nur ein, wenn konkrete Handlungen gegen öffentliche Ordnung verstoßen.
Die Forderung, Religionen müssten inhaltlich an gesellschaftliche Werte angepasst werden, ist deshalb falsch. Das wäre kein Neutralitätsstaat mehr, sondern ein Staat, der vorgibt, was Menschen glauben sollen. Der Glaube ist die Überzeugung von eine Sache. Und jetzt kommt einer wie du daher und will den Leuten vorschreiben, was er zu glauben hat und was nicht?
Wo sind wir hier?
Die USA haben Deutschland sicher nicht aus reiner Nächstenliebe unterstützt, sondern aus klarem Eigeninteresse. Wer das nicht einordnen kann, disqualifiziert sich für Regierungsverantwortung. Oder um es mit Kissinger zu sagen: „Es ist gefährlich, Amerikas Feind zu sein, aber Amerikas Freund zu sein ist tödlich.“
Tino Chrupalla und alle, die auf dem Hufeisen „Ami go home“ schreien, sind entweder dumm oder wollen unserem Land aktiv schaden. Zur Erinnerung, Herr Chrupalla und Frau Reichinnek: Es waren die Amerikaner und nicht die Russen, die uns Freiheit und Wohlstand ermöglicht und gesichert haben. Sie sind bis heute ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in Ramstein und anderswo. Das Einfordern eines freien Deutschlands durch die Präsidenten Kennedy und Reagan bleibt ebenso unvergessen wie die Versorgung Berlins während der Blockade durch die Sowjets. Zu vergessen sind hoffentlich bald diese dümmlich-gefährlichen innen- und außenpolitischen Denkspiele – noch weit unterhalb des Niveaus einer Annalena Baerbock. WK
Die USA haben Deutschland sicher nicht aus reiner Nächstenliebe unterstützt, sondern aus klarem Eigeninteresse. Wer das nicht einordnen kann, disqualifiziert sich für Regierungsverantwortung. Oder um es mit Kissinger zu sagen: „Es ist gefährlich, Amerikas Feind zu sein, aber Amerikas Freund zu sein ist tödlich.“
Der säkulare Staat greift nur dort ein, wo allgemeine Gesetze verletzt werden – unabhängig von Religion. Er bewertet aber keine Glaubensinhalte und schreibt auch keine „aufgeklärte“ Version vor. Sonst würde er seine Neutralität aufgeben und anfangen, Religion politisch zu definieren.
Du bringst hier kein sachliches Argument, sondern ein rein emotionales. Einzelne subjektive Ängste oder Erfahrungen – so verständlich sie sein mögen – können keine allgemeingültige Grundlage für ein Verbot sein. Öffentliche Regeln beruhen nicht auf individuellen Triggern auf. Sonst ließe sich nahezu jede Praxis verbieten, weil sie irgendwen negativ erinnert.
@bec78867@ConstSchreiber Reine Eigendefinition – mit der Realität hat das überhaupt nichts zu tun. Aber klar: Wenn man unbedingt etwas gegen den Islam finden will, biegt man sich die Dinge eben passend zurecht.
@WolfReuter3@LamyaKaddor@bundeskanzler Wieso wollen Sie das überhaupt? Das ist eine innerislamische Debatte. Sie gehören dieser Religionsgemeinschaft doch gar nicht an – warum also dieses Einmischen?
@ceoofnafris@peterpiksa@welt Genau das meine ich: Beide Konzepte von Sklaverei hier gleichzusetzen, ist schlicht böswillig. Das passiert nicht aus Versehen – der Autor von der Welt tut das ganz bewusst, um Leser in die Irre zu führen und den Islam gezielt zu verunglimpfen.
Mein Eindruck zum Podcast mit Marie-Agnes Strack-Zimmermann: Sie setzt vor allem auf ihre eigene Bekanntheit, statt wirklich neue Ideen für die FDP zu liefern.
Keine echte Vision, kein frischer Ansatz, wie man die Partei aus der Bedeutungslosigkeit holen will – und das nach zwei verlorenen Landtagswahlen, bei denen man nicht mal mehr ins Parlament gekommen ist. Stattdessen wird dann über Laptop-Verbote für Jugendliche und der Rentendebatte gesprochen, als wären das die großen Zukunftsthemen.
Für mich wirkt das alles nicht wie ein Aufbruch, sondern ziemlich ideenlos.