#Netikette auf #Twitter? Ich treibe mich seit 1989 im Internet herum, zunächst im Z-Netz, später in Newsgroups. Es wurde immer geduzt, siezen galt als Beleidigung. Jemanden durch #duzen oder #siezen zu beleidigen liegt mir fern. Was ist denn nun richtig auf Twitter?
#deardusie
@MarcoBuschmann hab ich 2021 auch so gesehen und dann habt ihr dem IfSG und der einrichtungsbezogenen Impfpflicht zugestimmt. Ich sag’s mal so: Das Vertrauen ist weg
Correctiv– Chronik einer Entzauberung
Ein Essay zum Jahrestag des Correctiv-Berichts:
Ein Jahr nach der Veröffentlichung des aufsehenerregenden #Correctiv-Berichts ist von den reißerischen Thesen wenig übriggeblieben. Zahlreiche Gerichtsentscheidungen haben falsche Inhalte, die Ängste schürten, verboten. Und es kommt noch schlimmer für Correctiv - gegen die Hauptaussagen im Bericht sind nun Klagen eingereicht, und zwar gegen die Correctiv gGmbH selbst, wie auch gegen die fünf Correctiv-Mitarbeiter Marcus Bensmann, Justus von Daniels, Anette Dowideit, Jean Peters, Gabriela Keller.
Kalkulierte Empörung – wie alles begann
Am 25. November 2023 findet in der Villa Adlon am Lehnitzsee in Potsdam ein Treffen statt. Es nehmen Politiker der AfD daran teil, auch CDU-Politiker und Mitglieder der CDU sind vertreten, Unternehmer und der österreichische Aktivist und Autor Martin Sellner hält einen Vortrag. Angeblich mit dabei und immer noch unbekannt ein Informant. Diese Person soll das Treffen für das spendenfinanzierte Medienunternehmen Correctiv ausgespäht haben.
Am 10. Januar 2024 veröffentlicht Correctiv einen Bericht über das Treffen mit dem Titel „Geheimplan gegen Deutschland“. Im Lead - der Einführung des Artikels - fasst Correctiv die zu erwartenden Inhalte für den Leser so zusammen: „Von diesem Treffen sollte niemand erfahren: Hochrangige AfD-Politiker, Neonazis und finanzstarke Unternehmer kamen im November in einem Hotel bei Potsdam zusammen. Sie planten nichts Geringeres als die Vertreibung von Millionen von Menschen aus Deutschland.“
Auf insgesamt 25 DIN A4 Seiten tragen die Autoren zusammen, was sich vermeintlich auf dem Treffen ereignet haben soll. Dabei greifen sie auf eine ungewöhnliche Form der Berichterstattung zurück, die eher an eine Märchenerzählung erinnert als an ein journalistisches Erzeugnis. Ein Ausschnitt aus dem
Prolog:
Prolog – Hinter den Kulissen
Es ist der Morgen des 25. November, kurz vor neun Uhr, ein trüber Samstag. Auf den geparkten Autos im Hof sammelt sich Schnee. Was sich an dem Tag im Landhaus Adlon abspielt, wirkt wie ein Kammerspiel – doch es ist Realität.
Die Methode Correctiv
Erster Akt im Kammerspiel von Correctiv – Das Märchen beginnt
Und schon sind wir beim Thema, denn die Realität von Correctiv hat nichts mit der gängigen Definition von Realität zu tun: Als Realität wird im allgemeinen Sprachgebrauch die Gesamtheit des Realen bezeichnet. Als real gilt zum einen etwas, das keine Illusion ist und nicht von den Wünschen oder Überzeugungen einer einzelnen Person abhängig ist. Realität unterscheidet sich damit klar von Wunschdenken und Interpretationen, also einfach sagen, was ist.
Um zu überprüfen, wie viel Realität im Correctiv-Bericht steckt, braucht es nur drei Textmarker in verschiedenen Farben, ein bisschen Zeit und einen gesunden Menschenverstand. Im Bericht von Correctiv über das Potsdam-Treffen finden sich nämlich Wertungen, Interpretationen und Tatsachen. Die Tatsachen sind dabei stark unterrepräsentiert und das belegt, dass Correctiv so gut wie keine Fakten in dem Beitrag liefert. Stattdessen arbeitet Correctiv mit irreführenden Wertungen und Interpretationen, die selbst versierte Journalisten und ganze Redaktionen in der deutschen Medienlandschaft in die Irre geführt haben. Zur „Methode Correctiv“ gehört auch, dass eine Vorankündigung für ihren Bericht einen Tag vor der Veröffentlichung an einen großen Presseverteiler ging. Als Teaser wiesen sie daraufhin, dass sich etwas Großes in Potsdam ereignet hat. Die Redaktionen waren also alarmiert und mit den reißerischsten Informationen bereits gefüttert. Als am kommenden Tag, den 10. Januar 2024, dann der gesamte Artikel veröffentlicht wurde, wollte jede Publikation mit dabei sein. Es regnete Berichte, es wurde verurteilt, es wurde sich empört und die Teilnehmer standen am Pranger. Dank Schnelligkeit vor Sorgfalt brannten in den Redaktionen die Sicherungen durch. Keine Zeit und/oder Interesse, die Teilnehmer anzurufen oder anzuschreiben, um sie zu befragen, was sich denn in Potsdam zugetragen hat, ob sie das alles bestätigen können oder ob es alles ganz anders war.
Das klingt unglaublich? Ist leider wahr und gerichtsfest: Keine Zeit für Recherche, da tagesaktuell – so lautete nämlich die Erklärung des ZDF vor Gericht, als sich das heute journal für seine falsche Correctiv-Berichterstattung rechtfertigen musste. Aber dazu später mehr, jetzt erstmal weiter in der Dramaturgie.
Zweiter Akt im Kammerspiel von Correctiv – Empörung und Ängste schüren
Ein Kammerspiel erzählt eine Geschichte. Geschichten benötigen einen Spannungsbogen. Zu Beginn steht immer ein Problem oder eine Herausforderung. Auf dem Weg zum Höhepunkt spitzt sich diese Situation zu und die Geschichte erfährt eine Wende. Wie diese ausfällt, entscheidet, ob am Ende ein Happy End oder eine Misere steht.
Correctiv hat mit seinem Beitrag die Medien in Deutschland ab dem 10. Januar 2024 so instrumentalisiert, dass selbst renommierte Nachrichtensendungen wie Tagesschau, heute-journal und zahlreiche Verlagshäuser unbewiesene falsche Behauptungen wie „auf dem Potsdam-Treffen wurde die millionenfache Ausweisung deutscher Staatsbürger geplant“ veröffentlichten.
Wie ein Lauffeuer breitete sich die Geschichte aus, die ähnlich wie bei einer Stillen-Post-Übung von Mal zu Mal immer fantastischer wurde. Hunderttausende Menschen kamen in Deutschland im Winter 2024 auf die Straßen. Darunter waren Prominente, Politiker, Bürger mit ihren Kindern. Sie trieb an, dass angeblich eine Ausweisung von Millionen Menschen aus Deutschland, darunter auch deutsche Staatsbürger, bevorstehe. Bundesweit gehen an einem Wochenende fast eine Million Menschen gegen Rechtsextremismus und für Demokratie auf die Straße. Alle hatten Angst und äußerten diese auch, wie ein junges Mädchen in der WDR-Sendung „aktuelle Stunde“ vom 21.01.2024 auf einer Demonstration in Köln:
„50% meiner Freunde sagen wir jetzt mal, bestehen aus welchen, die von der AfD hier nicht geduldet würden und ich möchte halt meine Freunde behalten.“
Dem Mädchen ist nicht vorzuwerfen, dass es den Bericht nicht gelesen oder verstanden hat. Correctiv hingegen ist vorzuwerfen, dass sie Ängste mit einem vagen Bericht schüren und damit andere Medienhäuser mit in den Glaubwürdigkeitsabgrund reißen. Nicht alle Medien ließen sich von der märchenhaften Darstellung des Correctiv-Berichts einlullen. Doch die Echokammern waren schnell etabliert, existierten unabhängig voneinander und spalteten die Gesellschaft.
...Fortsetzung hier:
https://t.co/aXOZKhrHsD
"Scholz, Faeser und „Tagesschau“ wollen sich für Verbreitung von Correctiv-Falschaussagen nicht entschuldigen", meldet die Berliner Zeitung:
Auch die Berliner Zeitung zerlegt den Correctiv-Bericht:
"Massendemonstrationen gegen rechts bestimmten vor einem Jahr die Schlagzeilen, während Politiker scharf gegen vermeintlich von Rechten geplante Massendeportationen und Ausbürgerungen Deutscher Stellung bezogen. Das sogenannte Geheimtreffen in Potsdam schlug hohe Wellen. Viele Medien übernahmen die Vorwürfe von Correctiv mehr oder weniger ungeprüft, die „Tagesschau“ und andere ÖRR-Formate ebenfalls. Doch schon bald gab es Zweifel an der Stichhaltigkeit der schweren Vorwürfe."
"Laut Zeugen können die von Correctiv veröffentlichten Darstellungen beispielsweise über einen rechtsextremen „Masterplan zur Ausweisung deutscher Staatsbürger“ nicht bestätigt werden."
Die @berlinerzeitung hat zudem recherchiert, wie wenig einsichtsfähig #Scholz, #Steinmeier, #Faeser sind, die eisern an der widerlegten #Correctiv-Legende festhalten möchten:
"Bundeskanzler Olaf Scholz, Innenministerin Nancy Faeser, aber auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier stützten im vergangenen Jahr ihre Kampagnen gegen rechts damit auf unzutreffende Informationen. Monatelang diskutierten Politiker und Medien über den „Geheimplan gegen Deutschland“ (Titel des Berichts), über die angeblich geplante „Vertreibung von Millionen von Menschen aus Deutschland“ (Aussage Correctiv) – auch von deutschen Staatsbürgern mit Migrationshintergrund."
Doch gibt es Einsicht und Selbstkritik in der Bundesregierung und beim Bundespräsidenten? Fehlanzeige:
"Obwohl der Kern des Correctiv-Berichts nun auch von der Zeit widerlegt wurde, beharren die Staatsspitzen auf ihren Aussagen von vor einem Jahr."
https://t.co/hiEMklPq1F
Es gibt auch kritische Medien wie die ZEIT, die Correctiv hinterfragt und nun entlarvt haben und denen gebührt Dank und Anerkennung:
Man kann den Redakteuren der #Zeit, die den Correktivbericht in einer aufwendigen Gegenrecherche zerlegt haben, nicht genug Respekt zollen! Gegen den Mainstream haben Anne Hähning (@anne_haehnig) und Marc Widmann (@mawidmann), unterstützt von Astrid Geisler (@AstridGeisler) und Martin Steinhagen (@mstnhgnhaben) von @zeitonline unbeirrt das gemacht, was die Aufgabe von Journalisten ist: Recherchieren und kritisch hinterfragen.
Die Journalistenpreise dieses Jahres sollten an die Zeit-Recherche gehen, nachdem so viele Journalistenpreise im Jahr 2024 dem #Correctiv-Hoax mit dessen irreführenden und falschen Darstellungen aufgesessen sind.
Man darf dabei aber nicht vergessen, dass auch die #Welt (u.a. Benjamin Stibi @aufmerken) die #NZZ, der #Cicero (u.a. Mathias Brodkorb @MathiasBrodkorb), die @lto_de mit Felix Zimmermann (@fewizi), Übermedien (@uebermedien) mit Stefan Niggemeier (@niggi), die Berliner Zeitung (@berlinerzeitung), dort z.B. Nathan Giwerzew (@nathan_giwerzew), aber auch das Team von @niusde_, der @jungefreiheit und von @TichysEinblick, sowie der Journalist Peter Welchering (@welchering) von Anfang an den richtigen kritischen Riecher hatten. Auch diese Medien haben sich um den Ruf des Journalismus verdient gemacht, den @correctiv_org so schwerwiegend ramponiert hat.
Neben Correctiv sollten sich das @ZDF, der @ndr und der @SWR dafür hinterfragen, dass sie nicht nur auf die irreführende Darstellung Correctivs hereingefallen sind, weil man dort schlicht zu faul für eine Gegenrecherche war, so dass u.a. die @tagesschau und das @heutejournal gerichtlich verboten falsch berichtet haben. Das Verhalten dieser Medien des #OERR ist besonders fragwürdig, da sie bis heute keine Klarstellung ihrer Falschberichterstattung gesendet haben. Damit ist die Krise von Correctiv gleichzeitg auch eine Krise von weiten Teilen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.
@jensspahn und hilft Schwarz-Grün 🤷🏻♀️
Ich bin mir relativ sicher, wenn ihr eine Koalition mit den Grünen kategorische ausschließt würden viele der potentiellen AfD-Wähler die CDU präferieren
@1900HO es geht nicht darum, ob man sein Handeln versteht- wer tut das nicht?Es geht darum, ob man es billigt, wenn jemand seine Stellung ausnutzt um sich einen persönlichen Vorteil zu verschaffen und - ich billige es nicht, ich empfinde es als ebenso schändlich wie sich zu bereichern zB
Das Internet ist kein rechtsfreier Raum! Diese Lektion musste nun auch ein Rentner machen: Sein Kommentar über Wirtschaftsminister Habeck führte zu einer Hausdurchsuchung. Was hat er geschrieben und war die Maßnahme gerechtfertigt? Mehr dazu im Video: https://t.co/P41Jc1Qj2A
@DrPuerner@Bundeskanzler Mehr als drüber ist es auch. sich als Kanzler hinzustellen und zu verkünden, es gäbe keine roten Linien mehr oder Ungeimpfte auszugrenzen, was so iü kaum ein Staat getan hat
@bundeskanzler
@ARD_BaB Keine roten Linien werde es für ihn geben im Kampf gegen die Pandemie. Das hatte der designierte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) schon vor der Ministerpräsidentenkonferenz mit der Noch-Kanzlerin als Signal unbedingter Entschlossenheit angekündigt.
https://t.co/7n2egEd562
@welt Einfach nur nein. Zumindest die Männer haben mit Bundeswehr und Zivildienst schon ihren Dienst an der Gesellschaft geleistet von ca 40 Jahren Berufstätigkeit aller Rentner mal ganz abgesehen
@MAStrackZi Sie fliehen wegen des Bürgerkriegs. Aber ua wegen des Bürgergeldes fliehen sie nach D. Nachvollziehbar aus Sicht der Flüchtlinge und man kann ihnen da keinen Vorwurf machen. Wohl aber der Legislative