Vermutlich hier eher ein alter Hut - hab dennoch die mMn wichtigsten Punkte zusammengetragen.
Warum die Schuldenbremse zum Risiko für Wachstum und Sicherheit werden kann. Und welche Totschlagargumente nicht zählen.
https://t.co/b6Ds338mPT
🚨 José Mourinho on Argentina vs. Egypt:
“This is daylight robbery. It’s a shame what football is becoming. How do you let the play continue, allow the goal to be scored, and only then decide to go back and cancel it? If there was a foul, stop the game immediately. Don’t wait until after the goal.
Then I ask another question—why wasn’t Argentina’s first goal reviewed with the same attention when it looked very close to offside? Why was every incident involving Argentina checked, while Egypt didn’t seem to get the same treatment?
VAR is supposed to bring fairness, not confusion. Today, it looked like every important decision went in Argentina’s favour. Football deserves better.”
Incredible WSJ reporting on how European leaders deal with Trump
-European leaders workshopped tweets to send Trump, debating which words to capitalize. They had to sound extra stupid to win over his trust.
-Trump didn't like the idea of sanctioning Russia, so they started calling sanctions "tariffs."
-When a tablet to call Trudeau didn't work, Trump threw it down like a baby.
-Trump took German leader Merz into the Oval Office, which he called the "Lewinsky room", and told him he could take away MAGA swag that he could sell for thousands of dollars.
You couldn't make this into a comedy. The straight reporting is funny enough. But really it's disgraceful and if you have any pride in your nation you should be ashamed of this.
Deutschland importiert nicht viel mehr Strom als es exportiert. Es sind Fake News dass wir massenhaft netto Strom aus Kernkraft von Frankreich oder aus Kohle von Polen importieren würden.
Präsident Selenskyj auf dem NATO-Gipfel in Ankara:
Wir schalten mittlerweile jeden Monat rund 30.000 russische Soldaten aus. Man muss sich dieses Ausmaß einmal vor Augen führen.
Allein im Juni wurden fast 28.000 russische Soldaten ausgeschaltet, und für jeden Einzelnen davon liegen uns Videobeweise vor. Die überwiegende Mehrheit wurde durch Drohnen getroffen.
Und offen gesagt: Wir sind nicht stolz darauf. Wir sagen das, um zu zeigen, wie moderner Krieg aussieht – ein Krieg, den wir nicht begonnen haben, zu dessen Führung wir jedoch gezwungen sind.🇺🇦
Um die „deutsche Ethnie“ - früher hätten sie „arische Rasse“ gesagt - zu schützen, müsse man an die „legale Migration“ … „ran“.
➡️Die - und nicht etwa kriminelle Ausländer und illegale Grenzübertretungen - sei „das größte Problem“.
🚨Wer immer noch nicht kapiert hat, wohin es mit einer AfD-Regierung in Deutschland ginge, hat den Schuss nicht gehört.
➡️Die Frau ist AfD-Abgeordnete im Brandenburger Landtag … ihr Ehemann sitzt für die AfD im Bundestag und hat gerade in Sankt Petersburg für Putin die Werbetrommel gedreht.
Good example of strategy in life. 90% positioning, 10% explosive execution when the timing is right. Activity without achievement is a false god of the modern world.
Falls wir die deutsche Debatte (Spieler zu weiß oder zu wenig weiß, Spieler zu christlich oder zu muslimisch oder beides) durchgespielt haben, könnten wir Anleihen bei den Brasilianern nehmen: Weil die Evangelikalen die Katholiken verdrängt haben, hat die Seleção Abstand genommen von Wein, Weib und Gesang und seitdem geht es den Bach runter ... 👇
Two things about ultra-processed food
1) It's not a scientific category. UPF refer to category 4 foods, under the NOVA classification system, which was proposed by some food researchers at the University of Sao Paulo almost 20 years ago, and it's wild that nobody has come up with anything better. Category 1 is raw stuff (olives), Category 2 is minimally processed (olive oil), Cat 3 is stuff you can easily make at home (say, basic olive oil cake), and Cat 4 is stuff made by food industry (a smoothie w/ whey protein ... or Lay's potato chips).
The evidence is weak to non-existent that UPFs are universally and intrinsically bad for you. Whole bread with one preservative, or thickened greek yogurt is "ultra-processed." A lot of UPFs are just fine.
2) There is one dominant reason why UPFs are bad for you. They get you to eat more calories. That's like 90% of the problem. Foods w/ higher caloric density are over-consumed bc eaters don't feel full. It's the "holy shit I can't believe I ate all those potato chips without thinking" effect. People tend to not mindlessly over-eat raw olives.
Nutrition is complicated, and there's a lot we don't know, but practically everything we know with a high degree of certainty points toward one conclusion: People in chronic caloric surplus gain weight. Eat fewer calories.
Im Elite-Fußball findet die eigentliche Arbeit oft abseits des Balls statt. Ein aktuelles Training-Video von Manchester City mit Erling Haaland bietet eine Meisterklasse darin, was Weltklasse-Stürmer auszeichnet – und zeigt Lücken in vielen traditionellen Jugendsystemen auf.
Das Training zeigt Haaland bei explosiven kurzen Sprints und schnellen Richtungswechseln, intensiven physischen Zweikämpfen, gewonnenen Schulterduellen sowie klinischen Abstaubern oder Direktschüssen. Es mag wie „nur ein einfacher Abstauber“ wirken, doch die Intensität dahinter ist bemerkenswert. Diese Übungen konzentrieren sich auf den entscheidenden Prozess vor dem Abschluss: Bewegung ohne Ball, Timing, Explosivität und schnelle Entscheidungsfindung unter Druck
Solche Qualitäten lassen sich nur schwer allein durch Rondo-Übungen, Passspiele, 1-gegen-1-Dribblings oder Spiele auf kleinen Feldern entwickeln. Während diese Technikkomfort und Ballbesitz fördern – Stärken des deutschen Akademie-Modells –, fehlt es oft an wiederholten hochintensiven Zweikämpfen und chaotischen Abschlussszenarien, die moderne Mittelstürmer benötigen
Die deutsche Jugendentwicklung hat technisch hervorragende Spieler hervorgebracht, doch wiederkehrende Kritik zeigt Angreifer, die im Strafraum zögern oder physische Duelle verlieren. Formate wie Funino und ein starker Fokus auf Ballbesitz sind wertvoll, unterschätzen jedoch manchmal die rohe Athletik und die „Erster-Kontakt“-Mentalität, die Haaland so gezielt trainiert
Haalands Ansatz zeigt die Kraft gezielten Trainings. Für deutsche Jugendwege könnte die Kombination aus technischen Grundlagen mit mehr explosiven, zweikampfbetonten und abschlussorientierten Übungen die nächste Generation dominanter Stürmer hervorbringen. Die Einfachheit am Spieltag entsteht durch Komplexität in der Vorbereitung
“Big oil understood decades ago that the unchecked burning of fossil fuels would, in the words of their own senior employees’ internal communications, be ‘globally catastrophic,’ do ‘great irreversible harm to our planet,’…” https://t.co/mXJsgw87uF
Mir fehlt in der aktuellen deutschen Fußballkultur vor allem eines: die echte Kampfmentalität, die Zähigkeit, die Durchsetzungsfähigkeit und die kompromisslose Bereitschaft zu Zweikämpfen und Balleroberungen.
Joshua Kimmich ist sicher zäh und mental stark, aber seine physische Präsenz und athletischen Defizite limitieren ihn manchmal. Er wirkt phasenweise einfach etwas zu langsam.
Abgesehen von ihm fällt es schwer, im aktuellen A-Kader einen weiteren echten harten Hund zu finden. Das wurde nach Schlotterbecks Verletzung und dem damit verbundenen Ausfall bei der WM noch deutlicher. Havertz hat in den letzten Monaten Fortschritte in seiner Physis und Zweikampfführung gemacht, und sein Kopfballspiel ist sowieso stark – trotzdem muss er aggressiver werden und lernen, den Strafraum wirklich zu dominieren und zu besetzen.
Dann schaut man sich Spieler wie Tah, Pavlovic oder Woltemade an: Alle groß und körperlich imposant, aber erstaunlich schwach in den Zweikämpfen. Goretzka geht inzwischen vielen Duellen komplett aus dem Weg – egal ob am Boden oder in der Luft. Groß sein und physisch spielen sind eben zwei völlig unterschiedliche Dinge.
Dieses Fehlen von zähen Kämpfertypen ist neben den allgemeinen Physisproblemen eines der größten Baustellen. Warum nehmen wir Spieler wie Pascal Groß oder Nick Woltemade mit zu diesem Turnier? Sie spielen zwar auf unterschiedlichen Positionen, sind technisch gut, aber ihnen fehlt genau die Athletik, die Physis und die Zweikampfintensität, die wir im Mittelfeld und im Sturmzentrum dringend brauchen, um Spiele zu entscheiden.
Ich habe mir in letzter Zeit einige Spiele der DFB-U19 angeschaut und war besonders von Mirza Catovic angetan. Der Junge mit bosnisch-serbischen Wurzeln ist groß, spielt körperbetont, geht in jeden Zweikampf, versteckt sich nicht vor harten Duellen, ist assertiv und hat ein gutes Ballgefühl bei der Ballmitnahme. Alexander Pavlovic könnte sich an ihm ein Beispiel nehmen. Ich sehe bei Catovic definitiv eine Zukunft im DFB-Team.
Und wo wir gerade dabei sind: Wir sollten uns nichts vormachen – der alte DFB-Spruch „die Jungs sollen ihrem Herzen folgen“ funktioniert in der heutigen Zeit nicht mehr. Andere Verbände werben unsere Doppelstaatsbürger aggressiv ab, teilweise mit grenzwertigen oder sogar fragwürdigen Methoden hinter den Kulissen. Ich bin mir nicht sicher, ob der DFB das Ausmaß wirklich mitbekommt. Wir brauchen deutlich engere Betreuung und ein viel proaktiveres Vorgehen.
Der Verband sollte ernsthaft überlegen, eine eigene Stelle oder sogar eine kleine Taskforce einzurichten, die sich ausschließlich um Spieler mit doppelter Staatsbürgerschaft kümmert und dieser Abwerbung aktiv entgegenwirkt.
Aktuell liegt einfach zu viel Verantwortung bei Hannes Wolf und Kai Krüger. Ich hoffe sehr, dass der DFB schnell Per Mertesacker mit ins Boot holt. Wir brauchen eine grundlegende Neuausrichtung der Nachwuchsarbeit, eine Aktualisierung der geforderten Fähigkeitsprofile und müssen die reine Ballbesitz- und Tiki-Taka-Doktrin etwas zurückfahren. Es braucht neue Impulse. Die hohe Zahl an Talenten, die sich für Kroatien, Serbien, Bosnien, die USA, die Türkei, Österreich, Algerien und Co. entscheiden, muss endlich als strategisches Problem ernst genommen werden.
Wer kommt eigentlich sonst noch aus dem Jugendbereich mit diesem Kämpfer-Profil? Der hoch gehandelte Kennet Eichhorn scheint mir eher nicht dieser Typ zu sein. Bestimmte Charaktere und Profile müssen einfach im Kader vertreten sein – unabhängig von der Position.
Ich bin immer der Meinung gewesen, dass wir einige Spieler mit genau dieser harten Mentalität haben, die diesmal nicht nominiert wurden: Anton Stach, Remberg, Said El Mala und Tom Bischof (nach dem, was ich von ihm in Hoffenheim gesehen habe). Stattdessen setzt man offenbar lieber auf bequeme, harmonische und leicht zu führende Charaktere.
Neben der Vernachlässigung des physischen Spiels und der Kopfballduelle fehlt es insgesamt an Spielern mit echter Zähigkeit und Kämpfernatur. Manche von ihnen spielen wahrscheinlich in den Jugendmannschaften, kommen aber kaum ins Gespräch – genau wie Stach, Remberg oder Said El Mala –, weil sie nicht perfekt ins bevorzugte „ballbesitzorientierte“ DFB-Profil passen. Diese Denke muss sich ändern. In einem Kader von 26 Spielern braucht man echte Vielfalt an Charakteren und Profilen.
Spieler, die mir in diesem Bereich auffallen und Potenzial haben, sind unter anderem:
Noahkai Banks (IV, 2006, Augsburg)
Finn Jeltsch (IV, 2006, VfB Stuttgart)
Assan Ouedraogo (ZM, 2006, RB Leipzig)
Mirza Catovic (DM, 2007, VfB Stuttgart)
Jykese Fields (MS, 2007, Hoffenheim)
Montrell Culbreath (RA, 2007, Leverkusen)
Wisdom Mike (LA, 2008, Bayern) – klein, aber aggressiv, zweikampfstark und schnell
Mussa Kaba (DM/ZM, 2008, Dortmund)
Louis Lemke (LV, 2009, HSV)
Marwin-Omir Mirza (RA, 2009, Dortmund)
Bastian Assomo (MS, 2010, Bayern München)
Vedad Turbic (MS, 2010, Bayern München)
Der Fußball hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. Ich sage nicht, dass wir zurück zum reinen Kick-and-Rush mit vielen Flanken und Kopfballduellen müssen. Aber wenn wir keinen Mbappé, Dembélé, Messi oder Yamal im Kader haben, sollten wir realistisch sein und einen ganzheitlicheren Ansatz wählen.
Es ist nicht schwarz-weiß. Es braucht eine gute Mischung aus Kurzpasskombinationen, langen Bällen, Flanken, Direktheit und physischem Spiel. Ideal sind natürlich Spieler, die Physis, Athletik und Technik vereinen. Aber wenn jemand nicht alle drei Kriterien erfüllt, nehme ich lieber jemanden, der zwei davon stark mitbringt, statt mich nur auf kurze Passgenauigkeit und saubere Ballannahmen zu verlassen. Das ist inzwischen einfach zu eindimensional.
Wer behauptet, Flanken und Kopfballspiel seien nicht mehr effektiv, verkennt das eigentliche Problem: Es liegt oft an der schlechten Ausbildung unserer Flankengeber, der Qualität unserer Kopfbälle und an falschen Auswahlkriterien. Richtig trainiert und mit den passenden Spielern kann diese Herangehensweise deutlich effektiver sein, als wir es aktuell zeigen. Leon Goretzka als „Kopfballungeheuer“ falsch einzuschätzen, war übrigens auch ein großer taktischer Fehler von Nagelsmann.
https://t.co/xXlKiejxCt
Philipp Lahm:
Ein kurzer Blick auf viele Jugendkader zeigt eine auffällige Anzahl nicht-deutscher Spieler, die bereits feste Bestandteile der Mannschaften sind – und zwar nicht Spieler, die in Deutschland aufgewachsen sind, sondern solche, die bereits im U15- oder U16-Alter aus dem Ausland verpflichtet wurden. Meiner Meinung nach braucht diese Praxis bereits in diesem frühen Stadium deutlich strengere Regulierungen.
Wir beobachten in den U17- und U19-Nachwuchsligen immer mehr ausländische Spieler. Ich persönlich halte das für keine gesunde Entwicklung. Wenn Vereine ihren eigenen heimischen Talenten nicht vertrauen und nicht in sie investieren, sondern stattdessen 15- und 16-Jährige aus anderen Ländern kaufen, sendet das die falsche Botschaft hinsichtlich der Jugendarbeit.
Dieser Trend fällt besonders bei Spielern aus der Ukraine, Serbien, Rumänien, Südkorea, Japan, Bosnien, Slowenien und verschiedenen afrikanischen Ländern auf. Für EU-/EWR-Spieler kann ich die Situation bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen, bin aber grundsätzlich dagegen. Im Alter von 15 oder 16 Jahren sollte der Fokus klar auf der Entwicklung heimischer Talente liegen und nicht auf dem Import bereits fertiger Spieler.
Ich hatte verstanden, dass DFL und DFB früher strengere Beschränkungen für Nicht-EU-Spieler auf U17-Ebene durchgesetzt haben. Laut den FIFA-Regularien zum Status und Transfer von Spielern (Artikel 19 – Schutz Minderjähriger), der wichtigsten internationalen Regelung, die für alle Länder – einschließlich Deutschland – gilt, sind die Vorgaben eindeutig:
Grundsatz: Internationale Transfers von Spielern unter 18 Jahren sind verboten.
Ausnahmen (das sind die einzigen Möglichkeiten, wie ein nicht-EU-Minderjähriger zu einem deutschen Verein wechseln darf):Eltern ziehen aus nicht-fußballbezogenen Gründen um – Die Familie des Spielers zieht nach Deutschland wegen Arbeit, Studium o. Ä., nicht wegen des Fußballs. Dies ist die häufigste und anerkannteste Ausnahme.
Grenzregel – Der Spieler lebt innerhalb von 50 km zu einer Landesgrenze und der deutsche Verein liegt ebenfalls innerhalb von 50 km dieser Grenze (maximal 100 km zwischen Wohnort und Verein). Der Spieler muss weiterhin zu Hause wohnen.
Humanitäre/Flüchtlingsfälle – Der Spieler gilt als schutzbedürftig und erhält in Deutschland Schutz.
Sonstige begrenzte Fälle – Wie z. B. temporäre akademische Austauschprogramme (meist jedoch nur für Amateureinrichtungen, nicht für professionelle Akademien von Bundesliga-Vereinen).
Wichtiger Hinweis zu EU/EWR: Es gibt eine spezielle Ausnahme für Spieler im Alter von 16–18 Jahren, die sich innerhalb der EU oder des EWR bewegen. Diese gilt jedoch nicht für Nicht-EU-Spieler, die aus anderen Teilen der Welt kommen (z. B. aus Südamerika, Afrika, Asien oder den USA).
Sollte ein Transfer eine dieser Ausnahmen nicht erfüllen, gilt er nach FIFA als illegal. Der Verein kann mit schweren Sanktionen rechnen – darunter Geldstrafen und Transfersperren –, wie es im früheren Fall von Köln mit dem slowenischen Spieler zu sehen war (dort ging es um unerlaubte Verleitung und Vertragsbruch).
Ich bin daher der festen Überzeugung, dass Nicht-EU-Spieler unter 18 Jahren nicht zu professionellen Akademien wechseln dürfen sollten – und zwar im Einklang mit dem Geist und dem Buchstaben der FIFA-Regeln. DFL und DFB sollten einen deutlich strengeren Überwachungs- und Durchsetzungsansatz verfolgen und Vereine, bei denen dieses Muster verdächtig häufig auftritt, gründlich überprüfen.
Der eigentliche Zweck von Jugendakademien (NLZs) ist es, Talente zu entwickeln und nicht zu kaufen. Der Import junger Spieler widerspricht der eigenen Philosophie von DFB und Bundesliga, die Ergebnistabellen und Abstiegsdruck auf Jugendebene bewusst abgeschafft haben, um sich ausschließlich auf die individuelle Entwicklung zu konzentrieren. Wenn Vereine weiterhin auf den Kauf von Spielern setzen, muss man sich ernsthaft fragen, ob sie die langfristige Spielerentwicklung wirklich priorisieren.
Ich glaube nicht, dass deutsche Talente von Natur aus schlechter sind als die anderer Nationen. Im Gegenteil: Viele doppelstaatliche Spieler mit deutscher Ausbildung werden regelmäßig von anderen Ländern (z. B. Türkei, Bosnien, Kroatien, Albanien, Kosovo und sogar den USA) umworben – gerade weil die deutsche Jugendarbeit so hochwertig ist.
DFL und DFB sollten diese Entwicklung dringend zur Kenntnis nehmen und entschieden handeln, um die Integrität des deutschen Nachwuchssystems zu schützen.
Der Rückgang heimischer Talente im deutschen Fußball – Drei dringend notwendige Reformen
Der deutsche Fußball blickt auf eine große Tradition in der Ausbildung von Weltklasse-Talenten zurück.
Dennoch ist in den letzten Jahren ein besorgniserregender Rückgang zu beobachten: Immer weniger heimische Spieler schaffen den Sprung in die erste Mannschaft der Profivereine. Dieser Trend gefährdet langfristig die Leistungsfähigkeit der Nationalmannschaft und die Identität der Bundesliga.
Um diesen negativen Trend umzukehren und die Zukunft von DFB-Team und Bundesliga nachhaltig zu sichern, sind drei konkrete Reformen dringend erforderlich. Sie greifen praktische Ideen von Philipp Lahm auf und schließen klare Lücken in der aktuellen Ausbildungsphilosophie sowie in den Meldebestimmungen.
1. Weg vom reinen Allrounder-Training – gezielte Förderung von Positions-Spezialisten
Die moderne Nachwuchsarbeit in Deutschland hat sich stark auf allgemeines Mannschaftstraining konzentriert – vor allem auf Ballbesitz-Übungen und Rondos. Diese Trainingsformen sind wichtig, um eine gute technische Basis und taktisches Verständnis zu schaffen. Allein reichen sie jedoch nicht mehr aus, um Spieler auf höchstem internationalem Niveau wettbewerbsfähig zu machen.
Kernforderung:
Jeder Profiverein muss verpflichtend individuelles und positionspezifisches Training neben dem Mannschaftstraining einführen. Viele Jugendtrainer betrachten bestimmte Fähigkeiten inzwischen als „veraltet“. Dabei sind sie auf Profi-Niveau weiterhin unverzichtbar und müssen gezielt, wiederholt und mit hoher Intensität trainiert werden:
-Kopfballspiel (Angriff und Verteidigung)
- Rücken-zum-Tor-Spiel und Ball halten unter Druck
- Zweikampfverhalten, Physis und Durchsetzungsvermögen
- Weitschüsse und Abschlüsse aus der zweiten Reihe
- Lange Bälle und lange Pässe (Präzision und Timing)
- Flanken und Hereingaben aus unterschiedlichen Winkeln
- Beidfüßigkeit (sichere Beherrschung beider Füße)
Begründung:
Jede Position hat heute deutlich höhere und spezifischere Anforderungen als noch vor 15–20 Jahren.
Ein Sechser braucht andere Qualitäten als ein Außenverteidiger, ein Mittelstürmer oder ein offensiver Achter. Reines Allrounder-Training produziert technisch saubere, aber taktisch und physisch unvollständige Spieler, die auf höchstem Niveau oft scheitern.
Das Ziel muss eine neue Generation echter Positions-Spezialisten sein – Spieler, die in ihrem Bereich dominant sind und der Nationalmannschaft genau die fehlenden Profile liefern, die Philipp Lahm in seinem Athletic-Artikel kritisiert hat: zu wenige echte Spezialisten im Angriff, im Mittelfeld und in der Defensive.
Diese Reform würde eine häufig diskutierte Schwäche der aktuellen deutschen Ausbildungsphilosophie beheben: die Überbetonung von Vielseitigkeit auf Kosten der Meisterschaft in entscheidenden Einzelfähigkeiten.
2. Philipp Lahms Kader-Modell umsetzen: Maximal 23 Profispieler + verpflichtende Förderung von Eigengewächsen
Philipp Lahm hat einen einfachen, aber sehr wirkungsvollen Vorschlag gemacht: Die Profikader sollen auf maximal 23 Spieler begrenzt werden. Zusätzliche Spieler dürfen nur aus der eigenen Jugend oder dem regionalen deutschen Talentpool kommen.
Zusätzlich sollten Vereine verpflichtet werden, mindestens drei Plätze explizit für Eigengewächse (club-trained) zu reservieren und klare Zielvorgaben für deren Einsatzzeiten festzulegen.
Vorteile:
Alle Vereine stehen unter denselben Bedingungen – es entsteht kein Wettbewerbsnachteil.
Auch Champions-League- und Europa-League-Teilnehmer werden gezwungen, ernsthaft in die eigene Jugendarbeit zu investieren.
Das Modell passt perfekt zu den bestehenden UEFA-Regeln (in der 25er-Liste A müssen mindestens 8 lokal ausgebildete Spieler gemeldet werden, davon mindestens 4 vereinseigene).
Es würde die Einsatzzeiten junger deutscher Talente in der Bundesliga und in den europäischen Wettbewerben deutlich erhöhen.
Die großen Vereine würden dadurch nicht geschwächt, sondern lediglich dazu gebracht, ihre eigenen Talente konsequenter auszubilden und einzusetzen – statt ständig fertige Ausländer einzukaufen.
Ziel:
Deutlich mehr deutsche Eigengewächse in den Bundesliga-Kadern und in den europäischen Pokalspielen. Dadurch würden sowohl die Vereine als auch die Nationalmannschaft langfristig gestärkt.
3. Die Melde-Lücke in der DFL-Richtlinie schließen
Die aktuelle Meldepraxis der DFL erlaubt es den Vereinen, praktisch unbegrenzt viele Spieler für den Profikader zu melden. Dadurch entsteht eine klare Umgehung der UEFA-Heimspielregelung: Vereine können weit mehr als die erlaubten 17 nicht-lokal-ausgebildeten Spieler registrieren.
UEFA-Regelung (Artikel 31, Spielerliste A):Von 25 Spielern dürfen höchstens 17 nicht-lokal-ausgebildet sein. Es müssen mindestens 8 lokal ausgebildete Spieler gemeldet werden, davon mindestens 4 vereinseigene (club-trained).
Da die DFL jedoch keine Obergrenze für den Gesamtkader vorgibt, überschreiten viele Bundesligisten diese Quote in der Praxis deutlich.
Beispiele aus der Saison 2025/26:
Bayer 04 Leverkusen: 27 Spieler im Kader, davon 21 Ausländer (77,8 % nicht lokal ausgebildet!).
FC St. Pauli: Kadergröße ca. 31 Spieler mit zahlreichen aus dem Ausland ausgebildeten Spielern (u. a. aus Kroatien, Österreich, Kanada und England).
Auch Hamburger SV und RB Leipzig folgen ähnlichen Mustern.
Forderung:
Die DFL muss ihre Meldebestimmungen an die UEFA-Regeln angleichen. Es braucht eine klare Obergrenze für nicht-lokal-ausgebildete Spieler (maximal 17) und eine verpflichtende Mindestanzahl von 8 lokal ausgebildeten Spielern für den gesamten registrierten Profikader – nicht nur für den Spieltags- oder Europakader. Diese eine Änderung würde die Jugendarbeit sofort massiv ankurbeln.
Fazit und Handlungsaufforderung
Die Zukunft des deutschen Fußballs hängt entscheidend davon ab, dass wir wieder mehr hochwertige, positionspezifisch ausgebildete Eigengewächse hervorbringen – statt uns auf importierte Allrounder zu verlassen. Die Umsetzung dieser drei Maßnahmen – positionspezifisches Training, Lahms 23-Spieler-Kaderregel mit verpflichtender Eigengewächse-Quote und die Schließung der DFL-Meldelücke – würde einen klaren, fairen und nachhaltigen Weg für junge deutsche Talente schaffen.
Die Reformen sind gerecht, praktisch umsetzbar und vollständig vereinbar mit den bestehenden UEFA-Vorgaben. Sie würden sowohl die sportliche Wettbewerbsfähigkeit der Bundesliga als auch die Perspektiven der Nationalmannschaft nachhaltig stärken.
Ich schlage vor, dass DFL und DFB umgehend eine Arbeitsgruppe einsetzen, um diese Maßnahmen bereits ab der Saison 2026/27 zu pilotieren. Gerne liefere ich weitere Daten, detaillierte Umsetzungsvorschläge oder Vergleiche mit erfolgreichen Modellen anderer europäischer Ligen.
Der deutsche Fußball verfügt über die Infrastruktur und die Tradition, um in der Talententwicklung wieder die Führung in Europa zu übernehmen. Nutzen wir diese Chance.
https://t.co/OTEndzd7zh
It absolutely killed me when Nagelsmann came into the interview on MagentaTV after the defeat yesterday and immediately started going into a tactical analysis and explaining specific situations from the game, as if Germany had just lost a Bundesliga match.
That tells me everything about his lack of awareness and feel for the situation.
None of the World Cup winners from 2006 (Italy), 2010 (Spain) and 2014 (Germany) have won a knockout match since winning the competition. A combined 11 World Cups since for them.
Batterien mit Salz statt Lithium haben kaum Energieverlust bei Kälte, brennen fast nie nach Unfällen, sind billiger und sind nicht durch Lithium Mangel begrenzt. Sie werden der Turbumotor der Energiewende sein. In diese Technologie müssen wir investieren https://t.co/17EG4EEpdm
In Pakistan gelingt die Energiewende, weil in Masse Solarzellen aus China gekauft werden und auf Dächer kommen. Es ist schade, dass wir diesen Markt nicht haben, obgleich wir einen großen Vorsprung in dieser Technologie hatten. Fossile Ideologie hat uns das Geschäft gekostet.