Beneath Majdal Zoun, a hilltop village kilometers from the Israeli border, the IDF uncovered a subterranean Hezbollah drone facility built over the past decade with direct Iranian assistance - including planning and funding. Protected by massive steel blast doors, the tunnel extends several hundred meters into the mountain at depths of 29 meters (95 feet), running beneath a mosque. The passage was wide enough for a standard vehicle. Inside, Hezbollah assembled Iranian-made UAVs using parts smuggled into Lebanon and launched them at Israel. Israeli military officials disclosed the site during an organized media tour last week.
Gestern habe ich kurz angedeutet, dass #Musk mehr ist als ein Provokateur, der aus Langeweile Institutionen zerlegt. Mehrere haben nachgefragt. Also hier, etwas ausführlicher: Musk verfolgt eine kohärente Ideologie — und die erklärt sein Verhalten besser als jede Charakterdiagnose.
Sie heißt #Longtermismus. Und sie ist gefährlicher als sein Verhalten selbst. 👇
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Der Kern: Zukünftige Menschen haben denselben moralischen Wert wie gegenwärtige. Da über Jahrmillionen potenziell Billionen von Menschen leben könnten, überwiegt die Verpflichtung gegenüber der fernen Zukunft jede Gegenwartspflicht astronomisch. Gegenwärtiges Leid wird nicht ignoriert — es wird eingepreist und für vernachlässigbar befunden.
Musk hat das 2022 selbst bestätigt. Als William MacAskill, der führende Longtermismus-Philosoph aus Oxford, sein Buch "What We Owe the Future" veröffentlichte, twitterte Musk: "This is a close match for my philosophy." Das ist keine reine Buchempfehlung, sondern ein Bekenntnis.
Was folgt daraus für sein Verhalten?
SpaceX ist kein Unternehmen im engeren Sinne. Es ist, in Musks Selbstbild, die Lebensversicherung der Menschheit — der einzige Plan B, falls die Erde ausfällt. Und wer das ernsthaft glaubt, kalkuliert völlig anders. Regulierung, Kritik, institutionelle Gegenwehr: alles sind dann plötzlich Hindernisse für das Überleben der Spezies.
DOGE ist dann auch keine Effizienzinitiative. Es ist angewandter Longtermismus: Der gegenwärtige Verwaltungsstaat gilt als Bremse für die große Zukunft. Musk selbst nennt es "die größte Revolution seit der ursprünglichen Revolution." Das ist keine Rhetorik, sondern seine Selbstverortung in einem existenziellen Koordinatensystem.
Die 42 Millionen Menschen, denen 2021 Hungersnothilfe verweigert wurde, weil Musk 6 Milliarden Dollar lieber in Weltraumforschung lenkte ist dann auch folgerichtig kein Skandal im longtermistischen Kalkül. Gegenwärtiges Leiden ist endlich. Zukünftiger Nutzen ist astronomisch.
Sein eigener Vermögensverlust von 122 Milliarden Dollar durch DOGE, der Einbruch von Tesla um 71 Prozent: von ihm öffentlich als Tribut bezeichnet, den das "patriotische, existenzielle Projekt" fordert. Wer sich als Retter der Menschheit versteht, rechnet das anders.
Die Ideologie funktioniert als moralische Immunisierung.
Longtermismus positioniert seine Anhänger nicht als Mitverursacher wirtschaftlicher Ungerechtigkeit, sondern als durch ihren Erfolg auserwählte Weltretter. Die Arena, der sie ihren Reichtum verdanken, wird zur sakrosankten Grundlage des Rettungsplans. Systemkritik ist damit strukturell ausgeschlossen, weil sie das Fundament gefährden wüdre.
Der Philosophiekritiker Émile Torres, selbst ehemaliger EA-Anhänger, hat das mal auf den Punkt gebracht: "Jedes Mal, wenn du eine utopische Vision der Zukunft mit nahezu unendlichen Wertmengen hast und das mit einer Moral kombinierst, in der der Zweck die Mittel heiligt, wird es gefährlich."
Das Argument hat allerdings eine Grenze, die man benennen muss.
Longtermismus erklärt nicht alles. Es erklärt nicht Musks Drift in rechtsextreme Narrative, seinen persönlichen Groll gegen Institutionen, die ihn blockiert haben, seinen Narzissmus. Ideologie kann echte Überzeugung sein und gleichzeitig eben auch bequeme Selbstbegünstigung. Beides schließt sich nicht aus.
Aber es gibt eine Kombination, die unabhängig von der Aufrichtigkeit der Überzeugung gefährlich ist: eine Weltanschauung, die Selbstermächtigung als moralische Pflicht definiert, in den Händen eines Mannes, der die Ressourcen hat, sie global auszuprobieren.
Deshalb nochmal mein Argument von gestern: Musk zerstört nicht trotz seiner Überzeugungen. Er zerstört wegen ihnen. Und das ist das eigentliche Problem — nicht der Mensch, sondern die Grammatik, in der er denkt. Diese Grammatik wird von anderen geteilt, finanziert und institutionell verfestigt. Musk ist die sichtbarste Instanz einer Ideologie, die längst aufgehört hat, akademisch zu sein.
Und das #Elitenbuckelbürgertum sind seine nützlichen Idioten.
@_michaelmerten@experimus@MikhaElTzaDiK Dann verstehe ich ihre "schwammige" Haltung nicht.
Wenn Sie die Opfer im Gazastreifen auch benannt haben wollen (und das werden sie andauernd), dann erst recht die Opfer des 07.10..
Dank des Videos kann sich jetzt glücklicherweise jeder selbst ein Bild davon machen, ob das politische Konfrontation war – oder doch eher Kumpelei.
„Das Foto ist entstanden, weil es nur zwei Mikrofone gab und ich bei einer Falschaussage von Herrn Siegmund intervenieren musste. [...] Das war allerdings keine Kumpelei, sondern politische Konfrontation.“