Drei alte Männer zerschlagen die Welt – und wir diskutieren noch über die Geschäftsordnung
Herfried Münkler ist einer der klügsten politischen Köpfe dieses Landes. Emeritierter Professor der Humboldt-Uni, prägende Stimme in jeder Debatte über Geopolitik.
Wenn so jemand in einem Podcast sitzt (hier Table Today mit Stefan Braun) und nüchtern feststellt: „Wir sind von einer regelbasierten in eine machtbasierte Ordnung gewechselt“ – dann ist das keine akademische These. Das ist eine Kriegserklärung an unsere Selbstberuhigungslügen.
Viele von uns spüren das längst. Persönlich läuft es irgendwie noch. Aber der Blick auf die Welt da draußen? Gefährlicher war es seit Jahrzehnten nicht.
Und trotzdem tun wir so, als müssten wir nur noch ein bisschen aussitzen, ein bisschen verhandeln, ein bisschen hoffen – dann wird schon alles wieder.
Hand aufs Herz: Ertappt ihr euch nicht auch immer wieder dabei, selbst auszuweichen? Wie ihr die Nachrichten lest, nickt, weiterscrollt – und so tut, als ginge uns das alles nur indirekt etwas an? Als wäre wir BeobachterInnen, nicht Teil dieser Lage. Als könne man sich aus einer Zeitenwende irgendwie herausmogeln.
Können wir nicht.
Blitzschach mit Atomwaffen
Münkler beschreibt die neue Weltordnung mit einem brutalen Vergleich: Schach mit Zeitlimit. Wer nicht rechtzeitig zieht, ist raus. Während wir noch debattieren, ob der Zug regelkonform ist, haben andere längst drei Züge gemacht und uns matt gesetzt.
Demokratien mit ihren Aushandlungsprozessen, ihren Checks and Balances, ihren endlosen Diskussionsrunden – sind die überhaupt noch schnell genug für diese Welt?
Die Antwort lautet: Nein. Nicht, solange wir weitermachen wie bisher.
Vielleicht ist das das eigentlich Beunruhigende: Nicht, dass sich die Welt verändert – sondern dass wir merken, wie sehr wir uns wünschen, sie möge sich bitte langsamer verändern. Dass sie uns Zeit lässt, uns innerlich zu sortieren. Und dass genau dieser Wunsch längst Teil des Problems ist.
Denn drei Männer treiben diesen Wandel längst voran. Drei Imperien. Drei sehr unterschiedliche Motive – aber alle drei spielen auf Macht, nicht auf Regeln.
Putin: Getrieben von Ressentiment. Von der Kränkung, dass Russland nicht mehr in der ersten Reihe steht. Der Ukraine-Krieg ist kein Ausrutscher eines senilen Diktators. Es ist Baustein Nummer vier in einem 20-Jahres-Plan: Tschetschenien (1999), Georgien (2008), Krim (2014), Ukraine (2022). Und gerade jetzt: Hybrid warfare gegen Bulgarien, Rumänien, Moldau – Wahlen manipulieren, Kommunikationssysteme angreifen. Putin hat vom deutschen Generalstab zwischen 1936 und 1939 gelernt, sagt Münkler. Und er hat Zeit.
Xi Jinping: Kein Ressentiment, sondern Restauration. China war jahrhundertelang die Nummer eins. Dann kamen Opiumkrieg, Boxeraufstand, das „Jahrhundert der Demütigung“. Jetzt holt sich China zurück, was ihm – so die Lesart – der Westen geraubt hat. Bis 2050 soll China wieder an der Spitze stehen. Mit einer Marine, die von der Tonnage her bereits jetzt größer ist als die der USA. Mit einer Luftwaffe mit offensiven Fähigkeiten. Mit einem 17+1-Format, das 17 mittel- und osteuropäische Länder direkt an Brüssel vorbei an China bindet. Xi ist längst in Europa drin.
Trump: Abstiegsangst plus trotziger Rückzug. „Make America Great Again“ heißt: Wir wurden ausgenutzt, haben für andere die Kastanien aus dem Feuer geholt, und jetzt ist Schluss. Trump will die USA vom globalen Hegemon zum territorial konsolidierten Imperium umbauen. Kanada als 51. Bundesstaat, Grönland kaufen, Panama-Kanal zurück. Ein imperiales Projekt mit Portfolio: Handel, Zölle, Militär. Und die neue US-Sicherheitsstrategie dokumentiert es schwarz auf weiß: Der transatlantische Westen ist tot. Trump hat ihn 2025 liquidiert.
Europa: Gespalten, gelähmt, gerne auch naiv
Und wir? Wir sind gespalten. Nicht nur politisch. Mental.
Die einen sind in höchster Sorge. Die anderen – Grüße an die AfD – sagen: „Mir hat Putin nichts getan.“ Solange Deutschland nicht angegriffen wird, ist alles okay.
Noch schlimmer: Es gibt eine Zentrifugalkraft. Viktor Orban – von Münkler als „Einflussagent Russlands“ bezeichnet – will Ostanlehnung. Fico, Babiš haben ähnliche Tendenzen. Sie blockieren die EU. Drei Zwerge, die 27 Staaten lahmlegen.
Und dann die anderen: die Westanlehnungs-Fraktion. Aber – und das ist der Schock – den transatlantischen Westen gibt es nicht mehr. Es war Obama, der 2011 „Pivot to Asia“ verkündete. Der Atlantik ist nicht mehr Priorität für die USA.
Was machen die, die das nicht wahrhaben wollen? Sie erzählen sich Märchen: „So schlimm ist es nicht. Trump ist alt, dann kommt ein anderer.“ Wer denn? Vance? Und dann?
Münkler nennt sie „Traumtänzer“. Die anderen sind „Unterwerfungspazifisten“. Beide argumentieren mit einem „Dispens auf Anstrengung“ – wir müssen uns nicht anstrengen, es wird schon wieder. Die Russen liefern Gas, die Amerikaner halten den Atomschirm über uns.
Diese „bräsige Bequemlichkeit“ sitzt tief. Besonders in Deutschland. Wir waren von 1945 bis 1989 der höchst militarisierte Raum weltweit. Eine Mentalität des Überangestrengtseins ist geblieben. Und jetzt? Jetzt wollen wir unsere Ruhe.
Die einzige Lösung: E3/E5 – oder das Ende
27 EU-Staaten, die nach Einstimmigkeit funktionieren müssen? Blockiert von Orban, Fico, Babiš? Italien, das nach Süden schaut auf Migrantenboote vor der tunesischen Küste? Frankreich, das die Ukraine als „ganz weit weg“ betrachtet, weil die Prioritäten traditionell im Mittelmeerraum, in Afrika, in den ehemaligen Kolonien liegen?
Das funktioniert nicht. Nicht in einer Welt, die auf Blitzschach umgestellt hat.
Die Lösung: E3 (Deutschland, Frankreich, Großbritannien), erweitert zu E5 (plus Polen und Italien). Diese fünf müssen handlungsfähig sein – per Telefon, face-to-face, ohne Einstimmigkeitszwang. Ein hierarchisches Zentrum der EU in Außen- und Sicherheitspolitik.
Klingt undemokratisch? Mag sein. Aber die Alternative ist der Zerfall.
Trump arbeitet dran. Putin arbeitet dran. Xi hat sein 17+1-Format schon installiert. Die Beschleunigung ist da. Und Europa? Diskutiert noch über die Geschäftsordnung.
Hegel gegen Schopenhauer – oder: Warum wir nichts gelernt haben
Am Ende wird Münkler philosophisch. Und düster.
Hegel glaubte, wir lernen aus der Geschichte. Dialektischer Prozess, Fortschritt, Vernunft.
Schopenhauer wusste es besser: „Wir lernen aus der Geschichte, dass wir nichts gelernt haben.“
Und genau das ist passiert.
Wir haben geglaubt, über die „Friedensdividende“ das Richtige gelernt zu haben. Deutsche lassen die Finger von Waffen. Frieden schaffen mit immer weniger Waffen. Schöne, hochattraktive Vorstellungen.
Aber wir haben nicht begriffen: Es gibt Leute, die unser Lernen beobachten. Und die legen es als Schwäche aus.
Münkler vergleicht es mit Mannschaftssport: Jede Mannschaft beobachtet, was der Gegner trainiert – und hebelt genau das aus. Wenn der Gegner auf Ballbesitz setzt, spielt man lange Bälle und schnelle Stürmer.
Politik funktioniert genauso. Aber wir haben uns eingebildet, man könne ein für allemal das Richtige wissen. Und auf seiner Seite haben.
Das war nicht aufmerksames Beobachten von Geschichte. Das war Sehnsucht nach Ruhe. Verwechselt mit Weisheit.
Der ungelöste Widerspruch: „Nie wieder Krieg“ vs. „Nie wieder Auschwitz“
Wir hatten nach 1945 zwei große Überschriften:
· „Nie wieder Krieg“
· „Nie wieder Auschwitz“
Und wir haben verdrängt, dass das ein Widerspruch sein kann.
Joschka Fischer hat das aufgemacht, im Eindruck der jugoslawischen Zerfallskriege. Aber davor? Pazifismus des Beschweigens. Wir wollten gar nicht wissen, wo du warst, was du gemacht hast. Wir mussten damals halt irgendwie zusammenleben.
Die Bundesrepublik hat sich über Jahrzehnte durch Lebenslügen schön gemacht. Geschichtspolitik nennt man das, wenn Professionelle es machen: Die Geschichte so erzählen, dass sie die Legitimation der gegenwärtigen Zustände liefert.
Aber oft ist es auch etwas anderes: Sich selbst das eigene Leben schön erzählen.
Und so haben wir uns erzählt: Wir haben das Richtige gelernt. Wir sind die Guten. Wir brauchen keine Waffen mehr.
Währenddessen haben andere beobachtet. Und gelernt. Das Falsche für uns. Das Richtige für sie.
Werden die Enkel in Frieden leben?
Die Frage im Podcast: Werden wir, werden unsere Kinder, unsere Enkel in 20 Jahren wieder in einer friedlicheren Welt leben?
Münklers Antwort: „Ich glaube das nicht unbedingt.“
Er sieht keine umfassende Befriedung der Welt. Die strukturellen Probleme – Nord-Süd, Ost-West – sind zu groß. Es kann sein, dass man auf einem hohen Level der Abschreckung verhindern kann, dass sich Ukraine-Kriege wiederholen. Aber die Frage ist: Wer lernt von Putin, wenn Putin als Gewinner vom Platz geht?
Erdoğan würde gerne ein bisschen Osmanisches Reich wiederherstellen. Vučić hat Kosovo und Bosnien im Blick. Und dann der globale Süden: furchtbare Kriege im Ostkongo, im Sudan – die wir nicht auf dem Schirm haben, weil sie so weit weg sind.
Münkler sieht nicht, dass wir die Fähigkeiten haben, diese Welt verlässlich zu "verfriedlichen".
Zerstört die Menschheit ihr Zuhause?
Und dann, ganz am Schluss, die große Frage: Zerstört die Menschheit ihr Zuhause?
Münklers Antwort: Ja.
Erderhitzung. Kriege als gewaltige Erderhitzer. Flüchtlingsbewegungen als ökologische Katastrophen. Zehn Millionen Menschen, die nicht mehr dort wohnen, wo sie ihre Subsistenz vorfanden.
„Wir arbeiten kräftig daran, die Grundlagen unseres Fortlebens zu verschlechtern. Ich würde nicht sagen, völlig zu zerstören, aber zu verschlechtern. Was heißt, dass die Anstrengungen, irgendwie zu überleben, größer werden.“
Das ist keine gute Nachricht.
Schopenhauer hatte recht
Am Ende bleibt Schopenhauer. Nicht Hegel.
Wir lernen aus der Geschichte, dass wir nichts gelernt haben.
Putin hat 20 Jahre lang seine Strategie verfolgt. Xi baut sein Imperium auf. Trump zertrümmert die alte Ordnung.
Und wir? Wir erzählen uns weiter, dass es schon nicht so schlimm wird. Dass irgendwer schon eingreift. Dass die Regeln am Ende doch gelten.
Tun sie nicht.
Die Enkel werden nicht in einer friedlicheren Welt leben. Die Anstrengungen zu überleben werden größer. Die Zeit der schönen Geschichten ist vorbei.
Münkler gibt keine falschen Hoffnungen. Aber er zeigt auch: Resignation ist keine Option. Es gibt Handlungsräume – wenn man bereit ist, die Realität zu sehen. Mit all ihrer Härte. Mit all ihrer Unbequemlichkeit.
E3/E5 – oder das Ende. Das ist kein Slogan. Das ist die Wahl.
Wir können weiter diskutieren, verhandeln, aussitzen. Können weiter auf Regeln pochen, während andere Fakten schaffen. Können weiter hoffen, dass irgendwer uns rettet.
Oder wir können aufwachen. Handeln. Entscheiden.
Die Uhr tickt. Blitzschach, erinnert ihr euch?
Vielleicht besteht unsere eigentliche Aufgabe nicht darin, die richtige Geschichte zu erzählen. Sondern darin, aufzuhören, uns mit Geschichten zu beruhigen.
Nur stehen wir immer noch am Brett und überlegen, ob wir die Eröffnung kennen.
Hier der von Frau #Reiche in Auftrag gegebene #Monitoringbericht des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität Köln (EWI) zum Stand und zu den Handlungsoptionen bei der #Energiewende im Wortlaut: ...
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https://t.co/s7ttapmM7k
#Energiewende: Atomkraftwerke zu Batteriespeichern:
1. Das ehemalige Atomkraftwerk Philippsburg in Baden-Württemberg wurde von EnBW in ein Batteriespeicherprojekt umgewandelt und ist derzeit das bekannteste Beispiel dieser Transformation in Deutschland[1][2][3][4][5].
Geplant ist eine Kapazität von 800 MWh, genug für den täglichen Strombedarf von rund 100.000 Haushalten[4]. Das Projekt nutzt bestehende Infrastruktur wie Netzanschlüsse und symbolisiert den Wandel von Atomkraft zu erneuerbarer Energiespeicherung[1][2][3][5].
Die Realisierung erfolgt ohne staatliche Förderung und befindet sich noch im Planungs- und Genehmigungsprozess[1][2].
2. Am Kernkraftwerk Isar ist ebenfalls ein Großbatteriespeicher mit vorerst 100 MWh in Planung[6][7][8].
3. Am stillgelegten AKW Würgassen entsteht ein Batteriespeicher mit 280 MWh Kapazität[9][10].
4. Am AKW Brokdorf plant PreussenElektra einen der größten Batteriespeicher Europas, mit bis zu 1.600 MWh Kapazität in der Endausbaustufe[11][12][13].
Bedeutung für die Energiewende:
- Die Umwandlung von AKW-Standorten zu Batteriespeichern wird als wichtiger Baustein für den Ausgleich erneuerbarer Energien angesehen[1][2][4].
- Bestehende Kraftwerksinfrastruktur erleichtert die Umsetzung[6][7].
Philippsburg, sowie Isar, Brokdorf und Würgassen stehen beispielhaft für den Wandel von Kernkraftwerken zu Speicherzentren für erneuerbare Energie und markieren einen bedeutenden Schritt für die langfristige Transformation des deutschen Energiesystems[1][2][3][4][5][6][11][10].
Quellen:
[1] Vom AKW zur Batterie: EnBW macht Philippsburg zum Energiehub https://t.co/BhUiQ3bWkM
[2] EnBW plant einen der größten Batteriespeicher in Deutschland https://t.co/jmWMmT42kY
[3] AKW Philippsburg erhält einen der größten Batteriespeicher https://t.co/MS64EQIrhs
[4] Ein altes AKW wird jetzt zum Batteriespeicher der Zukunft https://t.co/AoSxyzsrcs
[5] EnBW ersetzt Atomkraftwerk durch 800 MW ... - Windkraft-Journal https://t.co/4NzYXa5ZpB
[6] Vom AKW zum Batteriespeicher - 50komma2 https://t.co/feDY9SFnIp
[7] Bayernwerk Natur und PreussenElektra planen Batterie ... https://t.co/a2Eexztj92
[8] Eon-Töchter planen Großspeicher an Ex-Kernkraftstandort https://t.co/q4MaHUzO3z
[9] Westfalen Weser errichtet 120-Megawatt-Speicher am alten ... https://t.co/TT9TOWx9W9
[10] Früherer AKW-Standort Würgassen wird zu Batteriespeicher | https://t.co/8xytwIROOB https://t.co/SZakMh0JvI
[11] Größter Batteriespeicher der EU könnte in Brokdorf entstehen https://t.co/9umx3BpmeM
[12] Speicher statt Kernkraft: AKW Brokdorf soll XXL-Akku bekommen https://t.co/LcrmGUuHfM
[13] Batteriespeicher Brokdorf: Neues Leben für AKW-Standort? https://t.co/pARLsbynzw
[14] RWE stellt Batteriespeicher in Hamm und Neurath fertig https://t.co/eAkzH29A1B
[15] [PDF] Kurzstudie: Batteriespeicher an ehemaligen Kraftwerksstandorten https://t.co/19XBw4cOmL
[16] Sogar alte AKWs machen mit: Jetzt kommt die Speicher-Revolution ... https://t.co/QgbOOiMxXN
[17] Wo Deutschland nach einem Jahr ohne Atomkraft steht - Tagesschau https://t.co/AdC0ZOCdAq
[18] Batteriespeicher: Bald gibt es hunderte Gigawatt Speicherleistung https://t.co/895HfXqVJO
2014 stand ich als Energietechnik-Student im Tesla-Werk in Tilburg.
Autos kamen damals in Einzelteilen aus den USA und wurden vor Ort zusammengesetzt, weil auf Einzelteile deutlich weniger Einfuhrabgaben anfielen als auf fertige Autos. In Tilburg gab es eine eigene Indoor-Teststrecke, auf der jedes Fahrzeug nach der Montage Probe gefahren wurde.
Parallel dazu lief die enge Zusammenarbeit zwischen Tesla und Mercedes. Daimler war damals mit knapp 10 Prozent an Tesla beteiligt und verbaute den kompletten Tesla-Antriebsstrang in der elektrischen B-Klasse. Kein klassisches Joint-Venture, aber ein Projekt, das eindrucksvoll zeigt, wie nah beide Konzerne einmal zusammenarbeiteten, bevor Daimler seine Anteile 2014 verkaufte. Angesichts des aktuellen Wertes von Tesla wohl nicht die beste Entscheidung...
Wir waren völlig geflasht von der Technik. Noch Tage später haben wir über die Ladeleistung sowie die Leistung der Motoren, die Lautlosigkeit und die Effizienz diskutiert. 2014 lag die Ladeleistung an Teslas Superchargern bei maximal 120 kW. Heute erreichen Fahrzeuge wie der Porsche Taycan, Smart #5 oder der Kia EV9 400 kW. Mehr als das Dreifache!
Auch die Stückzahlen machen den Fortschritt sichtbar: 2014 wurden in Deutschland nur etwa 12.000 Elektroautos zugelassen. 2024 waren es über 500.000 - mehr als das Vierzigfache! Von der heutigen Ladeinfrastruktur hat man damals geträumt.
Für mich war schon damals klar: Das ist die Zukunft!
Schneller als ich gedacht hätte, ist es Realität geworden. Damals hätte ich niemals gedacht, dass ich heute selbst einen Tesla fahren würde. Was 2014 für viele noch wie ein ambitioniertes Nischenprojekt wirkte, ist längst Teil unseres Alltags.
Natürlich gibt es noch Baustellen in der E-Mobilität. Für mich sind vor allem die Themen Ladepreise und Ladekartenwirrwarr aktuell die größten. Aber wer die Technik versteht, weiß: Wir sind auf einem guten Weg. Viele Dinge sind eher eine Frage der Regulation. Bei der Ladeinfrastruktur werden wir eine ähnliche Revolution brauchen wie 2017 beim EU-Roaming in den Mobilfunknetzen. Die EU muss klare Vorgaben machen, dass überall nur per Kreditkarte oder Plug&Charge mit hinterlegter Kreditkarte bezahlt werden darf.
Wenn der Fortschritt der letzten zehn Jahre anhält, dann ist die Debatte um 2035 längst erledigt. Bis dahin hat sich die E-Mobilität vollständig durchgesetzt.
Ich habe die Wahlprogramme von @cducsubt, @spdde, @Die_Gruenen und @AfD zur Energiepolitik und Umwelt durchgelesen. Es ist richtig übel:
1. Fakten: Die AfD ist die EINZIGE Partei, die aktiv Desinformation und Verschwörungstheorien nutzt – und gleichzeitig zentrale Energiethemen ignoriert: Digitalisierung, Flexibilisierung, Akkus, Einspeisevergütungskosten? Alles Fehlanzeige.
2. Beispiel: Im Wahlprogramm der AfD steht ernsthaft: "Mehr CO2 = gut, weil mehr Pflanzenwachstum. Das wollen IPCC und Bundesregierung euch verschweigen." Das steht da WIRKLICH. Im offiziellen Programm.
3. Realität: Die Unterschiede zwischen den Programmen der AfD und aller anderen demokratischen Parteien könnten nicht größer sein. Die AfD bietet keine Lösungen, sondern gefährliche Mythen.
4. Appell: Liebe demokratische Parteien, lasst eure Differenzen beiseite. Arbeitet zusammen und tretet geschlossen gegen diese destruktive Gefahr an. Es geht um unsere Zukunft. Die Menschen müssen verstehen, wie ernst die Lage ist!
Teilt das, wenn ihr auch eine klare Ansage braucht. 🙏
The pro-Trump "free speech enthusiast" owner of this platform decided to just delete the viral anti-Trump ad I posted I few days ago (and replaced it with a "This Post was deleted by the Post author" message).
So here it is again Elon, enjoy!
(📣) The President of Brazil has issued a statement about Twitter:
“The world isn’t obliged to put up with Elon Musk’s far-right free-for-all just because he is rich.”
RETWEET if you agree. https://t.co/0LjrIoTBvi
"Wir sind das einzige Land, das gleichzeitig aus Kernenergie und Kohle aussteigt." schreit @Markus_Soeder seinen Leuten in #Gillamoos entgegen.
2019 feierte (!) sich die CSU dafür, dass wir das einzige Land sind, das gleichzeitig aus der Kohle und aus der Kernenergie aussteigt.
An alle, die sich jetzt überbieten, rechtsextreme Positionen zu übernehmen und in die Mitte zu rücken: wenn der nächste Lübcke ermordet worden ist, der NSU 2.0 und 3.0 Migranten erschießt, Flüchtlingsheime unter Johlen brennen, dann schaut in den Spiegel und seht die Schuldigen