Ich bin gerade vollkommen fassungslos. Für wie dumm hält uns eigentlich die Union?
Da taucht dieses Foto auf, auf dem Guido Heuer kumpelhaft mit dem Kopf der rechtsextremen AfD in Sachsen-Anhalt tuschelt. Und was macht die #Union? Anstatt den Kopf einzuziehen, tischt sie uns eine Räuberpistole auf: Heuer habe dem Verfassungsfeind todesmutig das Mikro weggerissen, um ihm mal so richtig die Meinung zu geigen!
Und dann kommt das Video. Klappe zu, Affe tot.
Da ist kein Widerstand, da ist kein Streit. Da sieht man einen CDU-Landeschef, der bestens gelaunt mit Rechtsaußen abfeiert. Die beiden sitzen da wie zwei Kumpels an der Bar und feixen gemeinsam über die bösen „Altparteien“ – während Heuer selbst der Prototyp eines Altpartei-Politikers ist. Das ist so dumm, das tut beim Zuschauen weh.
Mit diesem unfassbar dreisten Vertuschungsversuch hat die CDU bewiesen, dass sie nicht nur auf die Brandmauer scheißt, sondern die Bürger für komplett bescheuert hält. Glauben die ernsthaft, wir merken nicht, wie sie uns ins Gesicht lügen?
Kolumne: Man könnte die Energiepolitik von Merz und Reiche so zusammenfassen: »Fossile Retrotechnik erhalten, Veränderung verhindern«. In der Union scheint sich derzeit die Lesart »wenn alle etwas für falsch halten, muss es richtig sein« festzusetzen - so bizarr wie gefährlich.
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Ein Herausgeber, der die Arbeit seiner menschlichen Journalistinnen und Journalisten auf diese Weise mal eben für völlig entbehrlich erklärt, sollte allen zu denken geben, die für Springer arbeiten. Und den Leuten, die für die Produkte dieses Verlages Geld bezahlen, ebenso.
Es ist wirklich beeindruckend, wie Jens Spahn es schafft, mit einer solchen Selbstverständlichkeit über „Umverteilung“ zu reden, als wäre das irgendein exotisches Hobby von Linken und Grünen.
Dabei könnte man meinen, er hätte selbst genug Erfahrung mit Umverteilung gesammelt — nur eben in einer ganz eigenen, exklusiven Premium‑Version:
Umverteilung von Steuergeld in ein Maskenchaos, das uns bis heute täglich rund eine Million Euro Zinsen kostet.
Aber nein, Spahn steht lieber wieder auf einer Bühne, sonnenklar ausgeleuchtet, als wäre er der Keynote‑Speaker einer politischen Selbstreinigungsmesse.
Und während er dort erklärt, wie gefährlich „Umverteilung“ sei, läuft im Hintergrund der Zähler weiter:
90 Millionen Euro Anwaltskosten, die sich fröhlich auftürmen wie Bonuspunkte in einem schlechten Videospiel.
Und ein möglicher Gesamtschaden von circa 14 Milliarden Euro, der so groß ist, dass man ihn eigentlich nur noch mit einem eigenen Bundeshaushalt vergleichen kann.
Doch anstatt sich mit diesen Zahlen auseinanderzusetzen, philosophiert Spahn lieber darüber, wie andere Parteien angeblich die Welt ruinieren wollen.
Vielleicht, weil es einfacher ist, über „linke Ideen“ zu reden, als über die eigene Bilanz, die geradewegs in den Untersuchungsausschuss führt.
Apropos Untersuchungsausschuss:
Das ist ja die Bühne, auf der Spahn wirklich etwas beitragen könnte.
Nicht mit großen Worten, sondern mit Antworten.
Aber dort taucht er erstaunlich selten auf.
Vielleicht, weil man dort nicht einfach Schlagworte wie „Umverteilung“ in den Raum werfen kann, sondern erklären müsste, warum Deutschland noch Jahre später für Maskendeals zahlt, die schneller abgeschlossen wurden als manche Leute morgens ihren Kaffee trinken.
Und so steht er wieder da, auf einer Bühne, redet über alles Mögliche —
nur nicht über das, was wirklich zählt.
Vielleicht ist das ja auch eine Form von Umverteilung:
Die Umverteilung von Verantwortung.😌
Reformen, die keine sind
Es ist wirklich beeindruckend, wie harmonisch politische Vorschläge sein können, wenn sie aus völlig unterschiedlichen Richtungen kommen — und trotzdem alle zielsicher in dieselbe Richtung treten: nach unten.
Die Reformideen von Frau Warken, Frau Bär, Frau Reiche und Frau Prien wirken wie ein exklusiver Club, in dem nur eine einzige Regel gilt:
„Wer wenig hat, kann ruhig noch ein bisschen weniger haben.“
Der Mittelstand?
Offenbar ein unerschöpflicher Geldbaum, der nur darauf wartet, wieder geschüttelt zu werden.
Die Ärmsten?
Tja, irgendwer muss ja „Verantwortung übernehmen“, und wer eignet sich dafür besser als diejenigen, die ohnehin schon jeden Cent zweimal umdrehen müssen.
Und die Reichsten?
Die sitzen währenddessen entspannt in der VIP‑Lounge der Politik, geschützt durch eine Art unsichtbaren Zaun aus Rücksicht, Lobbyismus und „Das ist jetzt wirklich nicht der richtige Zeitpunkt“.
Und dann fällt einem plötzlich auf: Alle genannten Damen sind bei der Union. Was für ein Zufall — oder?
Ein Schelm, wer dabei an Muster, Traditionen oder Prioritäten denkt.
Wenn man das „Reformen“ nennt, kann man auch ein Pflaster auf ein gebrochenes Bein kleben und behaupten, man habe eine orthopädische Meisterleistung vollbracht.😌
Krankenreform, die ihren Namen nicht verdient :
Und das Ritual läuft wie immer perfekt durchchoreografiert ab: Die Reichsten? Selbstverständlich nicht beteiligt. Beamte? Unberührt. Politiker? Unberührt. Pharmaindustrie? Unantastbar. Aber Mittelstand und sozial Schwächste dürfen wieder den Prügelknaben geben. Schließlich muss irgendwer zahlen, und es wäre ja wirklich zu viel verlangt, einmal diejenigen heranzuziehen, die es problemlos könnten. Und dann wundert man sich ernsthaft, warum die Zustimmungswerte im Keller nicht nur wohnen, sondern sich dort inzwischen Blumenkästen ans Fenster hängen. Vielleicht liegt's daran, dass man Reformen verkauft, die keiner will, keiner braucht und die immer die gleichen treffen. Aber gut — manche Traditionen pflegt man eben mit Hingabe.😌
Der Tankrabatt kostet in zwei Monaten übrigens knapp 25-mal so viel wie die von der Bundesregierung versprochene und jetzt gestoppte Erhöhung der Wohnkostenpauschale beim BAFöG.
Die Pflegereform Frau Warkens enthält aber auch gar nichts Positives. Sie kürzt die Leistungen für die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen, macht ihnen das Leben noch schwerer und schafft Armut. Als Gesundheitsministerin würde ich eher zurücktreten als so etwas vorzulegen.
Soweit sind wir schon wieder
Eine israelische Familie bekommt in Deutschland eine Hotelabsage mit dem Satz: „Keine Juden erlaubt.“
Das ist kein Ausrutscher. Das ist ein Alarm. Ein Satz, der wie ein Echo aus der Vergangenheit klingt – und uns zeigt, wie dünn der Lack der Zivilisation manchmal ist.
Wenn solche Worte wieder geschrieben werden, dann ist etwas aus dem Gleichgewicht geraten. Dann reicht es nicht mehr, betroffen zu sein. Dann müssen wir begreifen, dass Antisemitismus nicht „irgendwo da draußen“ passiert, sondern mitten in unserem Alltag. In unseren Hotels. In unseren Nachrichten. In unserem Land.
Das ist nicht „nur ein Vorfall“.
Das ist ein Warnsignal. Ein grelles, schrilles, unüberhörbares Warnsignal.
Und wer jetzt schweigt, macht den nächsten Satz dieser Art wahrscheinlicher.😔
Sehr guter Kommentar von Philip Kuntschner zum möglichen Stopp der Bafög-Erhöhung.
Das wäre nur ein weiterer Schlag ins Gesicht der nachfolgenden Generation, der man nur Schulden und einen kaputten Planeten hinterlässt.
Union: "Wir leihen uns 1 Billion* Euro von den nachfolgenden Generationen und werfen es Fossilunternehmen & Fluggesellschaften in den Rachen."
Auch Union: "BaFöG? Geht arbeiten, ihr faulen Schweine!"
*1 Billion = 1000 Milliarden
= 1 Million Millionen
Blödsinn. Es war nur eine Frage der Zeit, bis euer Haus aus Lügen zusammenbricht.
Alle, die logisch denken können, haben genau vor dem gewarnt, was jetzt gerade passiert.