@derspiegel 50 Jahre später, in einer völlig anderen Zeit, wird eine durchgedrehte Debatte gestartet. Zu starten versucht. Ich finde es lächerlich. Aber sucht noch eine Weile weiter, liebe Redakteure. Ihr werdet noch vieles finden, quer durch den musikalischen Kanon der Jahrhunderte.
Wer in den vergangenen zweieinhalb Jahren zum Antisemitismus in Deutschland geschwiegen hat – oder ihn durch Verharmlosung, Relativierung und falsche Deutungen indirekt begünstigt hat , wer beim Schutz jüdischen Lebens erkennbar versagt hat, sollte sich mit Belehrungen gegenüber dem Zentralrat der Juden zurückhalten.
Für die Wahlen in Berlin im Herbst mögen sich bitte alle vor Augen halten, dass Linken-Politikerin Heidi Reichineck am vergangenen Wochenende kein Wort sagte, als ihr niedersächsischer Landesverband einen Beschluss gegen den „real existierenden Zionismus“ gefasst hat.
Von der Berlinale sollte nicht das Bild des Eklats bei der Preisverleihung bleiben, sondern dieses: David und Ariel Cunio, die 738 Tage Geiseln der Hamas waren, Eitan Cunio, der den 7. Oktober nur knapp überlebte, ihre Eltern und der Regisseur Tom Shoval auf der Bühne in Berlin.
„Berlin Tower, over! Lufthansa Flug 2342, wir verlieren Treibstoff, Triebwerk Alliance GP7200 rechts brennt! Erbitten Landeerlaubnis auf Runway 114 in 30 Sekunden, Alpha and over!“
„Hallo Lufthansa Flug 2342, hier ist Tilo Jung. Wie ist Ihr Standpunkt zum Genozid in Gaza, over!“
@NurderK@ConstSchreiber Ganz bestimmt nicht, Herr @NurderK . Richtig übel, wie ausfallend Sie sind. Und gar nicht merken, wie auch Sie jegliche Gesprächskultur vergiften. Einen Menschen verachten? Weil er für ein „falsches“ Medium schreibt? Nicht auf der „richtigen“ Seite steht, nämlich Ihrer?
@KaterHofmann Ganz toll. So toll. Unfassbar toll, Bundesverdienstkreuz, Orden, alles soll man euch verleihen, euch Garanten der Menschen- und Frauenrechte. Ganz gewaltfreie, weichgespülte Supertyp*innen seid ihr, randvoll mit Güte. Love it. Shalömchen und gute Nacht.
Konzerte des Israel Philharmonic sowohl in Köln als auch in Paris wurden von „pro-palästinensischen Aktivist:innen“ gestört, und ich bin es wirklich leid, dass dieses unkultivierte, radikale Pack meint, so mit Menschen umgehen zu müssen, die mit den politischen und militärischen Ereignissen in Israel und in den palästinensischen Gebieten nichts, aber auch gar nichts zu tun haben. Ich bin es leid, dass wohlstandsverwahrloste kids, denen viel zu selten Erziehung zugute kam und die offensichtlich nie gelernt haben, vernünftig zu streiten, Randale betreiben und gewalttätig werden und nicht wenige das auch noch gutheißen. Mit den nächsten dieser Typen, denen ich begegne, werde ich eine komplette Symphonie spielen, aber so richtig.
Wo war eure Empörung damals?
Wo waren all die, die sich heute lautstark über das „Stadtbild“-Debatte empören – als in den Straßen von Berlin ein Mob „Tod den Juden“ brüllte?
Wo waren sie, als jüdische Familien in Deutschland ihre Namen von Klingelschildern entfernten, weil sie Angst hatten, erkannt zu werden?
Wo waren sie, als junge Männer mitten in Europa Jagd auf Juden machten, während die Zivilgesellschaft schwieg?
Wo war die Empörung, als Feuerwehrleute und Polizisten von Jugendlichen attackiert wurden, die längst jeden Respekt vor diesem Staat verloren haben?
Wo waren sie, als jüdische Studenten sich monatelang nicht mehr an Universitäten trauten, weil der Campus zur Bühne des Hasses geworden war?
Wo waren sie, als Tausende Islamisten in Hamburg und Berlin nach einem Kalifat riefen – mitten im Herzen Europas?
Wo war das Entsetzen, als antisemitische Parolen und islamistische Symbole offen auf Demonstrationen gezeigt wurden – Schulter an Schulter mit linksradikalen Aktivisten, die sich für „antirassistisch“ hielten?
Wo waren sie, als am 7. Oktober Frauen gefoltert, vergewaltigt und ermordet wurden – und die Opfer im Westen um Solidarität schrien, die nicht kam?
Wo war das große moralische Entsetzen, als in der Kölner Silvesternacht Frauen systematisch erniedrigt und missbraucht wurden?
Wer jetzt plötzlich sein moralisches Gewissen entdeckt, weil Friedrich Merz über das #Stadtbild deutscher Städte spricht, sollte sich fragen:
Wo war dieses Gewissen, als der Staat, die Gesellschaft und die Freiheit längst angegriffen wurden – nicht von Worten, sondern von Taten?
Danke, ihr Standhaften🙏
Heute steht die Hoffnung im Mittelpunkt. Nach zwei Jahren Angst, Schock und Sorge sage ich: Danke. Danke an alle, die ihren moralischen Kompass bewahrt haben. Danke an alle, die Ursache und Reaktion unterscheiden konnten, die ihre Stimme für die Geiseln erhoben und Antisemitismus bekämpft haben. Danke an alle, die den Unterschied kennen zwischen legitimer, manchmal notwendiger Kritik an der israelischen Regierung und der Dämonisierung mit doppelten Standards. Danke an alle, die die unermessliche, traumatische Dimension des 7. Oktober verstanden haben. Danke an alle, die keinen Trends hinterherliefen, nur weil es „in“ war, und die den Unterschied zwischen pro Palästina und pro Hamas begreifen. Und danke an alle, die mir persönlich in diesen zwei Jahren täglich Kraft und Hoffnung gegeben haben.
Der Krieg ist hoffentlich zu Ende; die Nachwirkungen werden uns in Europa noch lange beschäftigen. Die letzten zwei Jahre haben gezeigt, welche Dimension der Hass bei uns hat. Ihn abzubauen ist eine gewaltige Aufgabe – beginnen wir heute: mit Mut, Klarheit und Ausdauer.
Danke an einen der Menschen in Deutschland, der für die Juden einstand. Viele waren es nicht. Ich werde mich für immer in Grund und Boden schämen für das, was Juden weltweit und hier in Deutschland erleben mussten. Ich hätte da nie für möglich gehalten und werde das nie vergessen
Dieser Tag wird in die Geschichte eingehen.
Er zeigt, dass Diplomatie gelingen kann.
Ich freue mich mit allen Geretteten, mit den Geiselfamilien und der freien Welt über die Freilassung unserer Geschwister.
Und ich weine um die, die wir nicht retten konnten.
Nach der Trauer und der Genesung werden wir alle uns die Frage stellen müssen, warum wir so erschütternd versagten. Warum aus #NieWieder ein „Schon wieder“ wurde. 📸 Niels Starnick
The world watched in horrors as Evyatar David was trapped beneath Hamas tunnels, forced to dig his own grave.
Today we see him free at last, back home where he belongs. 💛🇮🇱
@KeremSchamberg Absolut, verstehe auch nicht, wie man diese durchgehenden friedliebenden Menschen, die doch wirklich niemanden etwas tun, (außer Juden in Todesangst zu versetzen, gewalttätige Proteste auf die Straße zu tragen und tote Geiseln zu feiern), so behandeln kann.
Als Reporter in Kriegs- und Krisenregionen sieht man automatisch viel Schrecken, viel Leid. Es tut so gut, auch einmal wieder Glück zu sehen. Es gibt keinen schöneren Ort für Reporter als heute in Israel zu sein und über die Freude und die Hoffnung zu berichten, dass die Geiseln freikommen und das Leid der Zivilisten in Gaza ein Ende haben. Und gleichzeitig nichts spannendes, als vor Ort zu recherchieren, wie diese Verhandlungen wirklich liefen. Hier könnte gerade Geschichte geschrieben werden.