@ndreas_U@Alex__Steffen An dieses Zitat muss ich in letzter Zeit häufig denken.
Wie kann man so dumm sein und denken, dass eine gigantische Staatsverschuldung folgenlos bleibt.
Strack-Zimmermann erklärt Demokratie
Man muss Marie-Agnes Strack-Zimmermann fast bewundern. Nicht wegen der Analyse.
Nicht wegen der Selbstreflexion.
Sondern wegen der Lautstärke.
Drei Schauspielerinnen sagen sinngemäß:
Die Altparteien machen einen schlechten Job.
Solche Pfeifen (gemünzt auf Kai Wegner) braucht keiner.
Ein harter Satz, sicher.
Aber auch nicht völlig aus der Luft gegriffen, wenn man sich Wirtschaft, Migration, Bildung, Energie, Infrastruktur, innere Sicherheit und das allgemeine Vertrauen in Politik anschaut.
Und was macht Frau Strack-Zimmermann?Sie hört nicht hin. Sie reflektiert nicht. Sie fragt nicht: „Warum sagen das immer mehr Menschen?“
Nein.
Sie holt den großen moralischen Zollstock heraus und misst erst einmal den Abstand zur AfD.
Denn in Deutschland funktioniert politische Debatte inzwischen oft so:
Bürger kritisiert Altparteien.
Altpartei sagt: AfD!
Debatte beendet.
Das ist praktisch. Man muss nichts erklären.
Man muss keine Fehler eingestehen.
Man muss nicht fragen, warum die FDP aus dem Bundestag geflogen ist.
Man muss nicht darüber nachdenken, warum Bürger das Gefühl haben, dass ganze Parteienfamilien an ihnen vorbei regieren.
Man ruft einfach: „Das ist das Wörterbuch der AfD!“
Und schon ist man wieder auf der richtigen Seite der Empörung.
Besonders hübsch ist, dass Frau Strack-Zimmermann der AfD dabei ganz nebenbei wieder ein kleines Marketingpaket schnürt.
Die Schauspielerinnen kritisieren „Altparteien“ — und Frau Strack-Zimmermann sorgt dafür, dass in der Antwort sofort wieder die AfD als Bezugspunkt auftaucht.
Man könnte fast glauben, die AfD habe einen heimlichen Bonusvertrag mit ihren Gegnern:
Jedes Mal, wenn jemand allgemeine Parteienkritik äußert, bitte sofort die AfD nennen.
Jedes Mal, wenn jemand Unzufriedenheit formuliert, bitte daraus ein AfD-Thema machen.
Jedes Mal, wenn jemand sagt „Ihr macht schlechte Politik“, bitte nicht über schlechte Politik sprechen, sondern über die Wortwahl.
Die AfD muss wirklich kaum noch arbeiten. Ihre Gegner übernehmen zuverlässig Reichweite, Einordnung, Dramatisierung und Markennennung.
Frau Strack-Zimmermann lädt die Schauspielerinnen sogar zum Praktikum ins Europäische Parlament ein.
Sitzungen ab 8 Uhr, Verhandlungen bis in die Nacht, Kompromisse, Bürokratiekampf, Demokratie als harte Arbeit.
Das klingt sehr staatstragend.
Nur: Niemand hat behauptet, Politik sei einfach. Die Kritik war nicht: „Politiker arbeiten nie.“
Die Kritik war: „Viele liefern schlechte Ergebnisse.“
Auch ein schlechter Klempner kann sehr früh aufstehen.
Auch ein schlechter Koch kann lange in der Küche stehen.
Auch ein schlechter Pilot kann komplizierte Instrumente bedienen.
Am Ende zählt trotzdem, ob das Rohr dicht, das Essen genießbar und das Flugzeug gelandet ist.
Und genau da liegt der Punkt. Die Bürger bewerten nicht, ob Politiker müde sind. Sie bewerten, was herauskommt. Und wenn das Ergebnis nach Jahren von Ampel, Brandmauern, Bürokratie, Energiechaos und Wohlstandsverlust aussieht wie ein kaputter Koalitionsdrucker, dann hilft es wenig, den Bürgern zu erklären, dass der Drucker aber sehr hart gearbeitet hat.
Frau Strack-Zimmermann wirkt hier wie jemand, der aus einem brennenden Haus ruft:„Sie wissen gar nicht, wie komplex Brandschutzverordnungen sind!“
Mag sein.
Aber das Haus brennt trotzdem.
Die eigentliche Frechheit ist nicht, dass drei Schauspielerinnen Politik kritisieren. Die eigentliche Frechheit ist, dass Politiker nach jedem Vertrauensverlust so tun, als sei das Problem nicht ihr Handeln, sondern der Ton der Bürger.
Nicht die Politik ist falsch.
Die Kritik ist falsch.
Nicht das Ergebnis ist schlecht.
Die Formulierung ist gefährlich.
Nicht die FDP ist aus dem Bundestag geflogen.
Die Leute verstehen nur Demokratie nicht.
So redet ein Milieu, das den Kontakt zur Realität nicht verloren hat — es hat ihn gekündigt.
Und deshalb ist dieser Post so unfreiwillig komisch. Eine Politikerin aus einer Partei, die gerade vom Wähler aus dem Bundestag getragen wurde, erklärt drei Frauen, dass Demokratie harte Arbeit sei.Ja.Und Wahlen sind die Leistungsbewertung.
Die FDP hat sie bekommen. Hoppla!
@Gert_Woellmann@MAStrackZi Zum Glück haben die meisten FDP Mitglieder so viel Verstand gehabt und Kubicki gewählt.
MASZ wäre der politische Super Gau gewesen.
Jemand möchte dir deine Transferleistung kürzen/erschweren/verteuern, z.B. Bürgergeld an Bedingungen knüpfen oder den Preis für das 49€-Ticket inflationsbedingt erhöhen? Du bist dagegen, hast aber nicht wirklich gute Argumente? Dann leidest du unter #Argumentationsarmut. Gib dich nicht auf! Problemlösung in 7 Schritten für Kollektivisten:
1️⃣ Suche dir eine Regelung/ einen Sachverhalt von der/ dem du (aka "deine Klientel") nicht profitier(s)t.
2⃣ Erkläre sie zum Privileg von „Reichen“!
3⃣ Mache es dir leicht und verwende hierfür eine der zahlreichen Kacheln zu #Dienstwagenprivileg, #Steuerhinterziehung, #Pendlerpauschale, etc., die jeweils eine wild geschätzte Zahl zeigen ohne hierfür irgendeinen Nachweis zu liefern.
4⃣ Fertig ist dein bildlicher #Whatabout.
5⃣ Liefere auf Nachfragen keine Begründung oder Nachweise zu den Zahlen (gibt keine). Das würde dich nur angreifbar machen!
6⃣ Wiederhole dies bei jeder Gelegenheit, bis du es selber glaubst.
7⃣ Lade Freunde ein es auch zu machen! Vermeide auch hierbei inhaltliche Erläuterungen.
Fertig! ✊🏼
Avevamo preso un impegno con gli italiani: riportare lo Stato dalla parte delle persone perbene. Continuiamo a mantenerlo, un provvedimento dopo l'altro.
@Gert_Woellmann Das werden die "soziale Gerechtigkeit"-Schreihälse nie verstehen, dass ein progressives Steuersystem schon eine extreme Umverteilung ist!
Aber wie bei Linken und kleinen Kindern üblich: man will immer noch mehr haben.
@EchteFreiheit Ich finde RATM und Body Count auch geil, obwohl ich politisch vieles anders sehe.
Und ehrlich gesagt: früher war die Musik von links einfach besser.
@mueller_sepp@CDU@cducsubt@CDU_CSU_EP@cducsupm@CDA_Bund@MIT_bund Die angebliche Entlastung wird durch die Sozialversicherung mehr als überkompensiert.
Jedes Unternehmen und jeder private Haushalt würde bei Geldmangel sich über Einsparungen Gedanken machen.
Davon höre ich bis auf Kleinigkeiten aber nichts.