Pope Leo XIV has just made one of the most interesting distinctions I have heard in the debate about artificial intelligence: a machine may be able to generate an image, but that does not mean it has made art in the human sense. Speaking to artists and cultural figures at the Vatican today, Leo argued that there is an âontological difference, prior even to the aesthetic, between art and what a machine can generate through statistical calculation based on millions of images created by others.â The use of the word ontological is important here I think.
The Pope is not arguing that AI-generated images must necessarily be ugly, crude or obviously artificial. Quite the opposite problem is rapidly emerging. They can be extraordinarily beautiful. AI can produce an image in seconds which might once have required days of human labour, just as it can produce music, prose and increasingly convincing film. Pope Leo's point is that technical quality does not settle the question because something fundamentally different has taken place.
When Caravaggio painted The Calling of St Matthew, a human being had looked at darkness and light, sin and grace, bodies and faces, and attempted to communicate something he had perceived about reality.
When Bach composed the St Matthew Passion, the music emerged from a particular human consciousness, formed by faith, suffering, intellect, memory, craftsmanship and experience.
A machine experiences none of those things.
It can recognise patterns within an enormous inheritance of human creativity and generate something new from them with astonishing sophistication, but it has never stood before a sunset, buried somebody it loved, experienced shame, fallen in love, prayed, doubted, forgiven an enemy or wondered what happens when we die...and this leads into what I think was the most penetrating part of Leo's address. He warned that in the technological age âthe great danger is no longer just censorship, but homogenisation; not merely imposed silence, but the noise that makes listening impossible.â That is very deep and well worth considering carefully.
We have a tendency to imagine the cultural danger of technology as somebody preventing us from speaking. The Pope identifies another possibility: that we become surrounded by such an enormous quantity of instantly generated content, tailored to what algorithms already know we like, that genuinely original human voices become increasingly difficult to hear. The problem would not be silence but saturation, it would be a culture filled with images, words and music which are technically accomplished, immediately consumable and endlessly reproducible, but increasingly detached from the mysterious encounter between one human consciousness and another.
This does not mean that we must become frightened of AI. Leo himself has repeatedly rejected that simplistic conclusion, writing in Magnifica Humanitas that technology is not inherently antagonistic to humanity and can serve genuine human flourishing. Perhaps it does require us to recover a distinction we are in danger of losing. Generating something and creating something may not ultimately mean the same thing & as machines become better at the first, we may finally be forced to think much more seriously about what is uniquely human about the second. https://t.co/zKlHorKSat
Dann tauchte Kanye West auf. Wissen Sie, in meiner Kindheit sahen VerrĂŒckte wenigstens aus wie VerrĂŒckte. Zerzauste Haare, Mantel, Tauben, GesprĂ€che mit MĂŒlleimern. Dieser Typ zieht einfach eine schwarze Maske an und sagt, dass er Hitler liebt. Und da wurde mir klar: Die Menschheit hat einen langen Weg zurĂŒckgelegt â von âNie wiederâ zu âLasst uns die Nuancen diskutierenâ.
Und die Politiker? Die Politiker sagen: âDie Situation ist kompliziert.â
Nein.
Kompliziert ist es, einer jĂŒdischen Mutter zu erklĂ€ren, warum man mit vierzig noch nicht verheiratet ist.
Aber wenn eine Menge vor einer Synagoge âTod den Zionistenâ schreit, dann ist das keine KomplexitĂ€t. Das ist ein Remake. Und noch dazu ein schlechtes. Ohne originelles Drehbuch, aber mit einem riesigen Budget fĂŒr soziale Medien.
Und wissen Sie, was mir wirklich Angst macht? Nicht die Radikalen. An Radikale bin ich gewöhnt. Ich habe in den siebziger Jahren in New York gelebt. Damals galt schon jemand als Radikaler, der dem Leitungswasser misstraute und Obst mit Seife wusch.
Was mir Angst macht, ist die Geschwindigkeit, mit der normale Menschen anfangen so zu tun, als wĂ€re nichts Besonderes los. Der Mensch ist unglaublich anpassungsfĂ€hig. Selbst dann, wenn ein jĂŒdisches MĂ€dchen an den Haaren gezogen wird und ein Junge mit SchlĂ€fenlocken mit Stroboskoplicht geblendet wird.
Wir können uns an alles gewöhnen. An Krieg. An Hass. Daran, dass Kaffee neun Dollar kostet. An Letzteres ĂŒbrigens nur sehr schwer.
Nachts lag ich im Bett und dachte: Vielleicht sollte man der Menschheit einfach keine Freizeit geben. Denn sobald Menschen sich langweilen, beginnen sie entweder die Welt zu retten, sich gegenseitig umzubringen oder Podcasts ĂŒber die gesundheitlichen Vorteile des Krieges aufzunehmen.
Und trotzdem ⊠wenn morgen wieder jemand mit Schreien ĂŒber den Tod der Zionisten vor eine Synagoge zieht, werde ich hinausgehen. Nicht, weil ich mutig bin. Ich bin der Mensch, der einmal bei einer Blutabnahme ohnmĂ€chtig geworden ist. Sondern weil Juden schon zu oft gehofft haben, dass Wahnsinn von selbst verschwindet. Das tut er nie. Er zieht nur einen Anzug an, geht auf die UniversitĂ€t und eröffnet einen TikTok-Account.
Aber gut ⊠zuerst esse ich trotzdem meinen Lachs. Ich möchte ungern mit leerem Magen sterben. Meine jĂŒdische Mutter hĂ€tte das niemals gutgeheiĂen." 2/2
Woody Allen ĂŒber den Judenhass heute, und wie kaputt SchreihĂ€lse und MitlĂ€ufer sind.
Und das auf unnachahmliche Art.
âWissen Sie, ich habe immer gedacht, der gröĂte Vorteil von New York sei, dass man dort neurotisch sein kann und niemand es bemerkt. In anderen StĂ€dten wird man zum Arzt geschickt, wenn man mit sich selbst spricht. In Manhattan bekommt man dafĂŒr eine Kolumne in einer Zeitschrift angeboten.
Gestern bin ich losgegangen, um Lachs zu kaufen. Das ist ĂŒbrigens die einzige stabile jĂŒdische Tradition, die Babylon, Rom und meine Beziehungen zu Frauen ĂŒberlebt hat.
Ich lief durch Brooklyn und dachte ĂŒber den Tod nach. Nicht, weil ich Philosoph bin. Sondern weil ich inzwischen ĂŒber neunzig bin, obwohl ich ursprĂŒnglich höchstens bis siebzig geplant hatte.
Und plötzlich â eine Menschenmenge vor einer Synagoge. Zuerst dachte ich, dort tritt ein berĂŒhmter Psychoanalytiker auf. In New York stehen Menschen stundenlang Schlange, um zu hören, warum ihre Mutter an allem schuld ist. Obwohl Juden das eigentlich auch ohne Vortrag schon wissen.
Aber nein. Sie schrien etwas ĂŒber âIntifadaâ. Und wissen Sie, was mich am meisten erstaunt hat? Wie viel Energie diese Leute haben. Woher nehmen sie die? Ich will nach zwei TreppenabsĂ€tzen schon mein Testament schreiben. Und die sind bereit fĂŒr eine Revolution, ohne vorher auch nur einen anstĂ€ndigen Kaffee getrunken zu haben.
Ein Typ schrie etwas von âDekolonisierungâ. Mein Gott. Als ich jung war, bedeutete âKolonisierungâ, dass Tante Frieda drei Monate lang unser Sofa besetzte und sich weigerte auszuziehen. Heute ist es plötzlich ein zionistisches Komplott.
Ăberhaupt ist moderner Antisemitismus viel zu intellektuell geworden. FrĂŒher hasste man uns einfach. Ganz direkt. Heute nicht mehr.
Heute erklĂ€rt Ihnen irgendein Mann mit Schal, der aussieht, als wĂŒrde er Gedichte ĂŒber seinen eigenen Bart schreiben, mit Hilfe von Heidegger und Nietzsche, warum die Existenz von Juden eine Form von Aggression und eine Bedrohung fĂŒr die Menschheit sei.
Und ich stand da und dachte: FrĂŒher wurden wir wenigstens von Leuten ohne Hochschulabschluss verprĂŒgelt. Heute kommen die Pogrommacher mit Diplom von der Columbia University.
Dann sagte ein MĂ€dchen neben mir: âWir sind gegen Zionismus, nicht gegen Juden.â Das ist ungefĂ€hr so, als hĂ€tte meine Exfrau gesagt: âIch habe nichts gegen dich. Ich bin nur gegen alles, was du sagst, tust, fĂŒhlst â und besonders gegen den Sex mit dir.â Die Bedeutung bleibt dieselbe.
Und dann schrie jemand: âZionisten sind Nazis!â In diesem Moment hatte ich das GefĂŒhl, meine GroĂmutter hĂ€tte sich im Grab so schnell umgedreht, dass sie einen Teil von Queens mit Strom hĂ€tte versorgen können.
Meine GroĂmutter hat ĂŒbrigens echte Nazis erlebt. Sie versteckte sich in einem Keller in Polen mit einem Mann, der so schrecklich hustete, dass die Deutschen sie allein am BronchialgerĂ€usch hĂ€tten finden können.
Und jetzt erklĂ€rt mir irgendein Junge aus einem Elite-College, dessen gröĂtes Trauma im Leben ein kalter Kaffee bei Starbucks war, was Faschismus bedeutet.
Ich lebe wirklich in erstaunlichen Zeiten.
Heutzutage sprechen alle wie Menschen, die versehentlich eine UniversitĂ€tsbibliothek verschluckt haben. Niemand sagt mehr: âEntschuldigung, ich bin ein Idiot.â Nein. Heute heiĂt es: âIch dekonstruiere das dominante Narrativ.â
Hören Sie, ich bin unter Juden aufgewachsen. Wir dekonstruieren keine Narrative. Wir erschaffen Narrative.
Ich kam nach Hause und schaltete den Fernseher ein â denn wenn man Angststörungen hat, wirkt Fernsehen wie eine ausgezeichnete Idee. Das ist ungefĂ€hr so, als wĂŒrde man Alkoholismus mit einem Martini auf Eis behandeln.
Dort erklÀrte Roger Waters wieder einmal die Welt. Rockmusiker machen mir immer Angst, wenn sie Àlter werden und plötzlich anfangen zu reden wie Paranoiker, die beim Anblick einer schwarzen Katze eine Verschwörung wittern. 1/2
Yesterday, we went to the shelter to adopt a black cat.
Everything was set beforehand: treats, toys, excitement, all of it.
But as soon as we saw her, the scene changed.
She was not like normal cats.
Crouched in a corner, head down, completely silent.
No interest, no reaction.
The staff said, âShe has been here for a long time; people ignore her.â
Because she is a black cat.
People just see her and move on.
She was sitting there as if everyone had abandoned her.
We looked at each other; no discussion took place.
It was a direct decision.
âWe are taking her.â
The journey home was silent.
She was completely quiet in the carrier.
No movement, no sound.
Just closed off inside.
Sometimes she would slightly lift her head and look out the window.
Even upon reaching home, she went to a corner.
And fell asleep there.
Maybe for the first time, she felt safe.
She doesnât trust yet; fear still exists.
But now she is not alone.
And that is the most important thing.