Heizungplaner, Hobbyastronom, wissenschaftlich interessiert, verheiratet mit einer wunderbaren Ukrainerin und hat zwei kleine Kinder. Mag keine Extremisten
1. Der zwingend notwendige Ringspalt
Man kann kein Rohr einziehen, das fast exakt denselben Außendurchmesser hat wie der Innendurchmesser des alten Rohrs.Toleranzen und Krümmungen: Die Pipeline liegt auf dem Meeresgrund, folgt der Topografie, hat minimale Biegeradien und Schweißnähte an den Innenseiten.
Einschubkraft: Um ein kilometerlanges Rohr überhaupt durch ein anderes durchzuschieben oder zu ziehen, braucht es ein erhebliches Spiel (einen Ringspalt). Bei diesem Durchmesser rechnet man mit mindestens 50 bis 100 mm Abstand rundherum, damit das Rohr nicht verkantet und steckenbleibt.
2. Die Wandstärke des neuen Rohrs
Das eingezogene Rohr (der Inliner) muss selbst extrem stabil sein. Wenn es dem enormen Gasdruck von innen standhalten soll, muss es eine entsprechende Wandstärke aufweisen. Bei Stahl oder hochfesten Polymeren für diesen Druckbereich spricht man hier von nochmals mindestens 25 bis 40 mm Wandstärke.
Die reale Rechnung (Beispiel)Gehen wir von optimistischen, minimalen Werten aus:Ursprünglicher Innendurchmesser: 1153 mmMinus Ringspalt (nur 50 mm pro Seite): –100 mmMinus Wandstärke des neuen Rohrs (nur 30 mm pro Seite): –60 mmNeuer Innendurchmesser: ca. 993 mm
Das ist ein Rückgang des Durchmessers um knapp 14 % (und nicht 5 %).
Die Auswirkung auf den Durchfluss
Wichtig is hier der physikalischen vierte-Potenz-Effek.:
Das bedeutet: Durch den technisch notwendigen Platzverlust beim Einziehen eines Rohres sinkt der theoretische maximale Volumenstrom bei gleichem Druckverlust sofort um rund 45 %.
Damit bricht die Transportkapazität der Pipeline fast um die Hälfte ein.
Eine Pipeline, die nur noch 55 % ihrer Leistung bringt, ist bei den immensen Fixkosten und den Milliardeninvestitionen für die Reparatur ein physikalischer und betriebswirtschaftlicher Totalschaden.
Fazit, Neubau ist billiger
1. Das Problem der Rohrinnensanierung (Relining) bei Hochdruck
Druckbelastung: Nord Stream ist für einen Betriebsdruck von bis zu 220 bar ausgelegt. Ein eingezogenes Kunststoffrohr (Inliner) hält solchen Drücken ohne vollflächigen, perfekten Verbund mit dem Trägerrohr nicht stand. Bei Druckschwankungen oder Gaspenetration hinter den Inliner würde dieser sofort kollabieren (Knicken/Buckling).
Nennweitenreduktion: Das Einziehen eines kleineren Rohres reduziert den Querschnitt drastisch. Da der Strömungswiderstand quadratisch ansteigt, sinkt die Transportkapazität über eine Distanz von 1200 km gegen null. Eine solche Pipeline wird wirtschaftlich nutzlos.
2. Der Zustand des Trägerrohrs (Stahl)
Interkristalline Korrosion: Salzwasser (auch der geringere Salzgehalt der Ostsee von ca. 0,6–0,8%) greift den ungeschützten Kohlenstoffstahl massiv an, besonders in Kombination mit dem Sauerstoff im eingedrungenen Meerwasser und dem abrasiven Schlamm.
Wasserstoffversprödung: Ein korrodiertes, strukturell geschwächtes Rohr verliert seine mechanische Integrität. Bei 220 bar Druck darf das Material keinerlei Mikrorisse oder ungleichmäßige Wandstärken aufweisen, da es sonst zum katastrophalen Bersten (Blowout) kommt.
3. Molch-Technologie (Mules/Pigs) hat Grenzen
Reinigungsmolche können Rost und Schlamm entfernen, aber sie können keine strukturellen Stahlschäden reparieren.
Das vollflächige, fehlerfreie Aufsprühen einer Epoxidharz- oder Polymerbeschichtung per Molch über hunderte Kilometer hinweg – unter Wasser, im unkontrollierten Nassbereich – ist technologisch unmöglich. Solche Verfahren funktionieren bei Niederdruck-Abwasserrohren im kommunalen Bereich, nicht aber auf dem Grund der Ostsee.
Fazit: Sobald eine solche Pipeline über Jahre ungeflutet mit korrosivem Medium vollsteht, ist sie Schrott. Die einzige technisch zertifizierbare Option wäre das schrittweise Aufschneiden, Bergen und Ersetzen der betroffenen kilometerlangen Segmente auf dem Meeresgrund – ein wirtschaftlicher Totalschaden.
Die Behauptung, Unternehmertum habe „nachweislich und ohne Verlierer“ nur Gewinner, ist historisch und wirtschaftlich unhaltbar.
Monopole, Umweltverschmutzung, Ausbeutung von Arbeitnehmern, Finanzkrisen oder Kinderarbeit sind nicht durch Politiker entstanden, sondern oft erst durch staatliche Regeln eingedämmt worden.
Ebenso ist die Vorstellung einer Staatsquote von 10 % reine Ideologie.
Wer soll dann Straßen, Gerichte, Polizei, Armee, Schulen, Hochschulen, Katastrophenschutz, Renten und Gesundheitswesen finanzieren? Privat? Dann zahlt man die Rechnung trotzdem, nur an Konzerne statt an den Staat.
Auch die Aussage, Politiker würden grundsätzlich negative Wertschöpfung erzeugen, ist absurd. Eigentumsrechte, Vertragsrecht, Infrastruktur und innere Sicherheit sind Voraussetzungen dafür, dass Unternehmen überhaupt erfolgreich wirtschaften können.
Der Beitrag lebt von Schwarz-Weiß-Denken: Unternehmer gut, Politiker böse. Die Realität ist komplizierter. Eine funktionierende Wirtschaft braucht beides: produktive Unternehmen und einen Staat, der die Spielregeln durchsetzt
@musicbyTomP@kay_neubert@Hirn_aus_Hack Moderne Hochtemperatur Wärmepumpen haben inzwischen gute COP Werte.
Ausserdem braucht es diese nur wenn es entsprechend Kalt ist.
Ihre Aussage ist daher falsch.
Sie weichen aus. Natürlich ist die UN kein Bundestag. Es geht um das Prinzip: Wenn Deutschland wegen Geld und Wirtschaftskraft Anspruch auf einen Sitz haben soll, dann wird aus einer Wahl faktisch eine Beitragsrangliste. Genau das ist der Punkt. Dass Deutschland trotz hoher Zahlungen nicht gewählt wurde, zeigt gerade, dass Geld allein nicht reicht.
Wer viel Geld zahlt, soll nicht automatisch mehr politische Rechte bekommen.
Sonst könnten wir auch sagen, Milliardäre sollten mehr Stimmen haben als normale Bürger.
Entweder Wahlen entscheiden oder Geld entscheidet. Sonst vergeben wir doch die Plätze gleich an der am meisten Zahlt.
Niemand hat gesagt, dass jeder Andersdenkende ein Bot ist. Aber wenn ein Account anonym ist, tausende politische Posts absetzt, kaum persönliche Inhalte hat und auffällige Aktivitätsmuster zeigt, darf man die Möglichkeit durchaus in Betracht ziehen. Und dass Staaten weltweit versuchen, politische Debatten zu beeinflussen, ist seit Jahren gut dokumentiert. Das ist keine Frage des Weltbilds.