Am 1.7.2026 wechselt unsere stolze Prokuristin Jenni Fridel nach 15 Jahren Mindener Stahlhandel in den Eberswalder Stahlhandel.
Sie wird dort Geschäftsführerin .
Herzlichen Glückwunsch liebe Jenni 🫶✌️.
Du wirst das rocken... wie immer !
Mindener Stahlhandel
#Deutschland#Stahl
Vielen Dank für die Ehrlichkeit, zuzugeben, bei Corona falsch gelegen zu haben, @nymoen_ole. Nur auf dieser Grundlage ist eine Aussöhnung der Gesellschaft möglich. Dass viele Linke während Corona lange Zeit so blind dem Staat geglaubt haben, hat bei mir - ebenfalls einer Linken - über lange Zeit schwerste Entfremdungsgefühle ausgelöst. Ich habe das als schweren Verrat an linken Werten empfunden. Das Offensichtliche zuzugeben und den eigenen Irrtum einzugestehen, ist ein großer Schritt vorwärts. Dafür mein voller Respekt.
Ein Störgefühl bleibt jedoch: Wie kann ich mir sicher sein, dass die Lektion auch wirklich nachhaltig gelernt wurde, und die Linke beim nächsten Mal nicht wieder stramm an der Seite eines globalistischen Konzernkapitalismus marschiert, wenn ein neues Gemeinwohl verkündet wird? Wenn eine neue Pandemie „noch gefährlicher“, und die Impfung "diesmal wirklich" „sicher und wirksam“ sein soll? Oder ein völlig neuer, vermeintlicher Gemeinwohl-Tatbestand ins Feld geführt wird, den die Linke erneut nicht als Falle erkennt, weil er ihr von PR-Agenturen und Nudging-Taskforces wieder einmal mit den eigenen Lieblingsbegriffen verkauft wird? (Solidarität lässt grüßen). Nach dem Motto „Jaa, die Corona-Politik war in weiten Teilen falsch, das haben wir eingesehen, aber jetzt ist das was ganz anderes.“
Ich hoffe, dass die Lernerfahrung, auf die Nymoen hier rekurriert, wirklich struktureller Natur ist, und zukünftig auch auf andere Konstellationen übertragen werden kann. Und ich wünsche mir infolge dieser Erkenntnis von der Linken eigentlich auch eine Entschuldigung gegenüber Menschen, die man jahrelang diffamiert hat, sowie insgesamt mehr Demut und Bescheidenheit gegenüber Andersdenkenden. Letzteres sollten im Übrigen sowieso linke Werte sein, wenn eine echte Solidarität der Arbeiterklasse gegen die kapitalistische Bourgeoisie angestrebt wird. Alles andere ist ein vom Kapitalismus selbst herangezüchteter zahnloser Tiger, eine selbstgerechte Lifestyle-Linke (um Sahra Wagenknechts Terminologie zu bemühen), deren Hybris sich in den Corona-Jahren leider als höchstgradig anfällig gegenüber korporatistischen Interessen und Narrativen erwiesen hat. Eine linke Selbstkritik, die aus der Corona-Erfahrung erwächst, sollte in meinen Augen wirklich fundamentaler Natur sein.
Danke @JasminKosubek und Ole Nymoen für das grenzenüberschreitende Interview, sowie @matze2001 für den Zusammenschnitt der Corona-Sequenzen.
Wir wählen die Freiheit
Exakt heute vor neun Jahren begann mit dem Brexit unter Theresa May der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union... ein politisches Signal für Selbstbestimmung, für die bewusste Entscheidung gegen ein System, das als zu starr, zu zentralistisch, zu entkoppelt von den Menschen empfunden wurde.
Heute erleben wir einen kleinen, aber in seiner Symbolik nicht weniger deutlichen „Brexit“ im Inneren: Alle Bremer Mitglieder verlassen geschlossen die WerteUnion. Kein spontaner Affekt, sondern eine Entscheidung gegen einen Kurs, der mit Freiheit wirbt, sie aber strukturell abschafft.
Der Bundesparteitag hat diesen Schritt nicht verhindert, sondern ausgelöst. Eine Veranstaltung von nur noch rund 80 Teilnehmern - vor gerade einmal 16 Monaten waren es noch etwa 300 - beschließt weitreichende Satzungsänderungen, die Macht nach oben verlagern, Kontrolle verstärken und Mitwirkung reduzieren. Was als Effizienz verkauft wird, ist in Wahrheit ein Systemwechsel: weg von einer mitgliedergetragenen Bewegung hin zu einer zentral gesteuerten Organisation. Die Parallele ist offensichtlich: Wer Strukturen zentralisiert, erhält Kontrolle – aber verliert Vertrauen. Geschichte zeigt, wohin das führt. Exakt heute vor 93 Jahren begann mit der Gleichschaltung die systematische Entmachtung föderaler Strukturen in Deutschland, ein drastisches Beispiel dafür, wie schnell Vielfalt durch Zentralismus ersetzt werden kann.
Der Vorwurf wiegt schwer: Entscheidungen seien vorab abgestimmt, Personalien längst gesetzt gewesen. Der Parteitag wirkte für viele nicht wie ein Ort der Willensbildung, sondern wie eine Abnick-Veranstaltung. Während nach außen „Freiheit“ propagiert wird, berichten Teilnehmer intern von gesteuerten Abläufen, übergangenen Einwänden und einer faktischen Entmachtung der Basis. Das Ergebnis ist eine Partei, die sich programmatisch wie strukturell von ihrem ursprünglichen Anspruch entfernt – und dabei ausgerechnet jene verliert, die diesen Anspruch getragen haben.
Hinzu kommt ein politischer Kurswechsel, der ebenso grundlegend ist wie die organisatorische Neuausrichtung. Statt lösungsorientierter, pragmatischer Politik dominiert zunehmend eine staatsgläubige, erzkonservative Linie, flankiert von einer Rhetorik, die sich immer stärker an Wutbürger-Milieus annähert. Einzelne Akteure, etwa Sylvia Pantel, stehen exemplarisch für diese Entwicklung. Für viele liberale Kräfte ist damit eine rote Linie überschritten: Nicht nur die Struktur, auch die Inhalte sind nicht mehr anschlussfähig.
Besonders bemerkenswert ist dabei die personelle Dimension: Ein Bundesvorstand, der in wenigen Monaten rund 50 % Mitgliederschwund verantwortet, ein Wahlergebnis von etwa 0,2 % in Baden-Württemberg vorzuweisen hat und in mehreren Bundesländern nicht einmal kandidierte, wird bestätigt und teilweise aus genau diesen erfolglosen Strukturen heraus neu zusammengesetzt. In jedem Unternehmen, in jedem professionell geführten Verein wäre ein solcher Leistungsnachweis ein klarer Abwahlgrund. Hier hingegen wird er zur Grundlage der Wiederwahl.
Das eigentliche Problem liegt jedoch tiefer. Es ist das, was man als „organisierten Stillstand“ bezeichnen könnte. Probleme werden erkannt, benannt, diskutiert und dennoch bleibt alles beim Alten. Oder schlimmer: Es wird sogar verschärft. Der oft zitierte Gedanke von Albert Einstein trifft den Kern: Die Definition von Wahnsinn sei, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten. Genau dieser Mechanismus scheint hier am Werk zu sein.
Der Austritt der Bremer Mitglieder ist daher mehr als ein regionales Ereignis. Er ist ein Signal. Ein Bruch mit einem System, das sich selbst genügt, das Kritik nicht integriert, sondern neutralisiert, und das Freiheit nur noch rhetorisch führt. Eine „Union“ ist diese Struktur ohnehin nicht mehr, eher ein eng geführter Kreis, in dem Pöstchen-Loyalität wichtiger ist als Leistung und Kontrolle wichtiger als Vertrauen.
Am Ende bleibt eine einfache, aber entscheidende Frage:
Was ist eine Partei wert, die ihre Mitglieder verliert, um ihre Führung zu stabilisieren?
Die Bremer haben darauf ihre Antwort gegeben.
Sie haben gewählt.
Nicht den bequemeren Weg.
Nicht den angepassten Weg.
Sondern die Freiheit.
UBTECH Robotics ist ein 2012 in Shenzhen gegründetes chinesisches Technologieunternehmen,
...das sich auf humanoide Roboter und KI-gestützte Automatisierung spezialisiert hat. Bekannt wurde es vor allem durch seine menschenähnlichen „Walker“-Roboter sowie durch Service- und Bildungsroboter, die in Industrie, Schulen und im Dienstleistungssektor eingesetzt werden. UBTECH gilt als einer der wichtigen Akteure im globalen Wettlauf um künstliche Intelligenz und Robotik und steht exemplarisch für Chinas strategischen Anspruch, in Zukunftstechnologien international eine führende Rolle einzunehmen.
Wahlkampfabschluss Landtagswahl BW 2026: Montag 02.03.2026 ab 18 Uhr im Ratskeller Stuttgart (Nebenraum). Mit Prof. Dr. Jörg Meuthen & Alexander Mitsch. Themen: Politikwende, Wirtschaft, Bürokratieabbau, Sicherheit/Migration, Zukunft BW. #WerteUnion#landtagswahlbw#freiheit
Epstein-Akten: Wo bleibt Deutschlands Sonderkommission?
Die Epstein‑Akten offenbaren einen Abgrund aus Missbrauch, Menschenhandel und Ausbeutung junger Frauen und Minderjähriger. Verbindungen nach Europa und Hinweise auf deutsche Spuren stehen im Raum.
Während andere Länder Sonderkommissionen einrichten, beschränkt sich Deutschland aufs Abwarten. Das ist sicherheitspolitisch gefährlich und moralisch untragbar.
Wir brauchen jetzt: eine unabhängige Sonderkommission, die Epstein‑Akten systematisch auf mögliche Deutschland‑Bezüge prüft, volle Kooperation mit den US‑Behörden und Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit.
Aufklärung ist keine Kampagne,sie ist eine Frage der Glaubwürdigkeit unseres Rechtsstaats. Schweigen schützt Täter, nicht Opfer.
https://t.co/2Y8IFKW26L
Mehrwertsteuererhöhung 21% ?
Das milliardenschwere Haushaltsloch von 130 Milliarden Euro steht im Raum und mit ihm die alte Frage: Wer zahlt am Ende die Rechnung?
Wir kennen das, offiziell lehnen Union und SPD eine Erhöhung der Mehrwertsteuer ab. Noch! Doch die Diskussion ist eröffnet. Zwei Prozentpunkte mehr würden rund 30 Milliarden Euro bringen, schnell, unkompliziert, geräuschlos.
Genau das macht diese Steuer politisch so verlockend: Sie wird nicht per Bescheid verschickt, sondern versteckt sich im Preisetikett. Jeder Einkauf, jeder Kassenbon, jede Dienstleistung trägt ihren Anteil.
Die Mehrwertsteuer ist dabei die bequemste Form der Einnahmesteigerung, weil sie alle trifft und kaum sichtbar ist. Doch genau darin liegt ihre Sprengkraft. Wer wenig verdient, gibt einen größeren Teil seines Einkommens für Konsum aus und würde die Erhöhung stärker spüren. Während in Berlin über Wachstum, Subventionen und rote Linien gesprochen wird, bleibt die strukturelle Frage unbeantwortet: Warum wächst der Staat schneller als die Wirtschaft? Warum sind Prioritätensetzung und Ausgabendisziplin politisch so viel schwieriger als neue Einnahmen?
Noch ist nichts beschlossen. Noch betonen Regierung und Opposition, dass eine Mehrwertsteuererhöhung der falsche Weg wäre. Noch.
Aber wenn Reformen ausbleiben, wenn Sparen vermieden wird und wenn das erhoffte Wachstum nicht liefert, dann steigt der Druck. Die Mehrwertsteuer bleibt im Hintergrund als einfachste Lösung: technisch sauber, politisch riskant, wirtschaftlich umstritten. Entscheidend wird sein, ob die Politik den Mut findet, zuerst ihre Ausgaben zu überprüfen, bevor sie erneut an der Kasse der Bürger anklopft.
#werteunion #merzwirkt #mwst
Die freie Religionsausübung ist ein unverrückbares, grundgesetzlich geschütztes Gut.
Sie gilt für alle Menschen in unserem Land – ohne Wenn und Aber.
Gleichzeitig gehört zur Religionsfreiheit nicht, dass das Stadtbild durch Gebetsräume in fremder Architektur oder religiöse Symbole von Zuwandererreligionen dauerhaft verändert oder geprägt wird.
Öffentlicher Raum ist kein beliebig formbarer Raum, sondern Ausdruck unserer gewachsenen Kultur, Geschichte und Ordnung.
Besonders kritisch sehen wir den politischen Islam, der Religion nicht als private Glaubensfrage versteht, sondern als politisches Machtinstrument
Wo religiöse Gebote über unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung gestellt werden, endet Toleranz.
Der politische Islam steht für Abschottung, Parallelgesellschaften und Werte, die mit Gleichberechtigung, Meinungsfreiheit und Rechtsstaat unvereinbar sind.
Integration bedeutet Respekt vor unseren Regeln und unserem Gemeinwesen – nicht dessen schleichende Umgestaltung.
Religionsfreiheit ja. Ideologischer Machtanspruch und kulturelle Verdrängung: nein.
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Kritik und Diskussion sind genauso willkommen,
hier und auf den anderen Kanälen:
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#Freiheit #Politikwende
#wirsinddiebessereAlternative
#werCDUwähltwähltgrünmit #freiheitlich #Landtagswahl #Baden-Wuerttemberg
@WerteunionBW@WerteUnion@Tomislav_Rus@Joerg_Meuthen@MitschAlexander@SchultzM66@DirkSpaniel @NMeuthen @fr_werteunion@WerteUnion0711@Ottersberg_WU@HRothenhoefer@GordonPelz@SylviaPantel@JennyHaidhausen@tino_ritter@robinchrliberty@cs1066@GTraub1340@Strassenkatze@Domifietze@BerndPfeiffer3@P_Kochersperger@barboelsch@trine_haverkamp@piet0511@MartinOtt_ @WerteUnionHB @SButtenmueller @vinzenz_b_g
Regierung über alles: Wie unser Parlament entmachtet wird
Durch die Dominanz der vollziehenden Gewalt (Exekutivdominanz) erkläre ich wie die Parlamente entkernt und das Vertrauen der Bürger in die Demokratie untergraben wird . Anhand von Beispielen wie dem UN-Migrationspakt, der EU-Schuldenfonds, der Corona-Runden oder dem Atomausstieg kritisiere ich die Verlagerung der zentralen Entscheidungen in informellen Hinterzimmern und supranationalen Gremien, zulasten offener parlamentarischer Debatten und der Gewissensfreiheit der Abgeordneten.
https://t.co/bhKmfJnM38
WerteTalk Folge #01
Thomas Rosspacher & Dr. Dirk Spaniel (WerteUnion) über Wirtschaft und innere Sicherheit zur Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg.
Welche Positionen vertreten wir – und was dürfen Wähler erwarten?
#werteunion#landtagswahl#badenwürttemberg#wirtschaft
„Strompreis-Schock: So viel zahlen Sie wirklich – und so könnten Sie viel sparen!“
Die aktuelle Strompreissituation in Deutschland ist ein Problem von überbordender Bürokratie, politischen Fehlsteuerungen und mangelnder Marktorientierung.
Freiheitliche Werte fordern eine konsequente Marktliberalisierung, soziale Gerechtigkeit durch gezielte Maßnahmen und mehr Transparenz. Nur so lässt sich die hohe Kostenlast für Verbraucher dauerhaft abbauen und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit sichern.
1. Ausgangslage: Deutschland ist Spitzenreiter bei Strompreisen in Europa
Aktuelle Daten aus dem Jahr 2024 zeigen, dass Deutschland mit rund 39,4 Cent pro Kilowattstunde (kWh) den höchsten Strompreis für Privathaushalte in Europa hat. Zum Vergleich liegt der durchschnittliche Strompreis in der EU bei etwa 28,7 Cent/kWh. Länder wie Ungarn oder Bulgarien bieten Strom zu Preisen von etwa 10 bis 12 Cent/kWh an, was weniger als ein Drittel des deutschen Preises ist.
Diese hohen Kosten betreffen alle Haushalte und haben direkten Einfluss auf die Lebenshaltungskosten. Deutschland zählt damit zu den teuersten Ländern weltweit, was Verbraucher, Wirtschaft und Politik vor große Herausforderungen stellt.
2. Problem: Überbordende Abgaben, ineffiziente Strukturen und politische Fehlentscheidungen
Die Gründe für die teuren Strompreise sind vielschichtig:
Hohe Steuern und Umlagen: Ein großer Teil des Preises entfällt auf staatliche Abgaben und Umlagen, wie die EEG-Umlage zur Energiewende. Diese Last wird unmittelbar auf die Verbraucher durchgereicht.
Netzentgelte: Deutschland weist vergleichsweise hohe Netzentgelte auf, die besonders in dünn besiedelten Regionen das Preisniveau weiter anheben.
Politische Fehlentscheidungen: Die aufwändigen Fördermechanismen und Bürokratien bremsen Innovationen und sorgen für Ineffizienzen. Angekündigte Entlastungen durch die Regierung bleiben oft hinter den tatsächlichen Preissteigerungen zurück. Dies führt zu einer spürbaren finanziellen Belastung für Privathaushalte und riskiert die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft.
Intransparenz und fehlende Kostentransparenz: Verbraucher verstehen oft nicht, warum Strom so teuer ist. Die politische Kommunikation zu den Ursachen wirkt unklar und wenig glaubwürdig.
Die politische Verantwortung für diesen Zustand liegt klar bei den etablierten Parteien, die über Jahre Kosten verteuert und bürokratische Strukturen geschaffen haben, ohne ausreichend Entlastungsmechanismen zu entwickeln.
3. Lösungsvorschläge aus freiheitlicher Sicht: Markt öffnen, Bürokratie abbauen, gezielte soziale Unterstützung
Folgende Schritte sollten umgesetzt werden:
Marktwirtschaftliche Reformen: Abgaben und Umlagen müssen auf ein notwendiges Minimum reduziert werden, um den Wettbewerb zu stärken und Innovationen zu fördern. Transparenz bei den Kosten darf nicht länger vernachlässigt werden.
Netzentgelt-Umstrukturierung: Die regionalen Unterschiede müssen ausgeglichen werden, indem Netzentgelte fairer und verbrauchsnah gestaltet werden.
Gezielte soziale Ausgleichsmaßnahmen: Um die soziale Schieflage abzufedern, sind bedarfsorientierte Hilfen für einkommensschwache Haushalte vorzusehen – nicht pauschale Subventionen, die alle Verbraucher bezahlen.
Förderung von Konkurrenz und Flexibilität: Ausbau alternativer Energiequellen durch private und dezentrale Anbieter sollte erleichtert werden, um Abhängigkeiten zu reduzieren.
Klare politische Kommunikation: Die Politik muss ehrlich und offen die Ursachen der hohen Kosten benennen und realistische Perspektiven für eine nachhaltige Preisreduktion schaffen.
Warum du den Begriff „unsere Demokratie“ ab sofort anders sehen wirst
Der Ausdruck klingt harmlos. Vertraut. Fast tröstlich. „Unsere Demokratie“. Wer wollte dagegen sein? Genau darin liegt das Problem.
Denn historisch ist dieser Begriff kein Zufallsprodukt, sondern ein politisches Werkzeug. In der DDR war „unsere Demokratie“ eine zentrale Legitimationsformel. Sie meinte nicht Demokratie als offenes Verfahren mit Konkurrenz, Kritik und Machtwechsel, sondern das Gegenteil: ein festgelegtes System, das sich selbst für alternativlos erklärte. Demokratie war dort kein Prozess, sondern ein Zustand: erreicht, abgeschlossen, definiert. Kritik galt nicht als demokrisches Recht, sondern als Angriff auf das Ganze. Wer widersprach, stellte sich automatisch außerhalb des legitimen Rahmens.
Genau diese Logik steckt im Begriff selbst. Das Wort „unsere“ grenzt ab. Es schafft ein Innen und ein Außen, ein „Wir“ und implizit ein „Ihr“. Es sagt nicht: Demokratie gehört allen, sondern: Diese Demokratie gehört denen, die sie richtig verstehen. Und wer definiert, was „richtig“ ist? Immer die, die gerade Macht ausüben. In dem Moment, in dem Demokratie possessiv wird, hört sie auf, neutral zu sein. Sie wird moralisiert.
Das ist der entscheidende Punkt: Demokratie braucht keine Eigentümer. Sie lebt vom Streit, vom Widerspruch, von der Zumutung, dass auch unbequeme Meinungen legitim sind. Sobald Demokratie sprachlich vereinnahmt wird, wird Kritik nicht mehr als Teil des Systems verstanden, sondern als Gefahr für das System. Genau so funktionierte es bei Erich Honecker und genau deshalb ist der Begriff historisch belastet.
Heute mag der Kontext ein anderer sein. Aber Sprache wirkt fort. Wer von „unserer Demokratie“ spricht, verschiebt unmerklich die Grenze: Weg von einer offenen Ordnung, hin zu einer normativen Deutungshoheit. Plötzlich geht es nicht mehr darum, ob etwas demokratisch ist, sondern wer dazugehört. Und das ist der erste Schritt jeder illiberalen Logik, egal aus welcher politischen Richtung.
Du wirst diesen Begriff ab jetzt anders hören. Nicht als Selbstverständlichkeit, sondern als Warnsignal. Demokratie braucht keine Besitzanzeige. Sie braucht Regeln, Rechte und den Mut, Widerspruch auszuhalten. Alles andere ist keine Stärke. Es ist Unsicherheit, verpackt in ein freundliches Wort.